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LKW-Unfall auf der A81 Fahrrichtung Stuttgart bei KM 524 Gemarkung Neuenstadt, LKW hatte radioaktive Stoffe geladen

Einsatz der Feuerwehren Neuenstadt a.K., Möckmühl, Neckarsulm und WeinsbergVerkehrsunfall Gefahrgut am von Feuerwehr Neuenstadt, Hartmut Schaffroth Feuerwehrkommandant

Am Samstag den 2.09.2017 gegen 5:06 Uhr wurden die Feu­er­wehren Neu­en­stadt, Neckar­sulm und Weins­berg zu einem Ein­satz mit Stich­wort „Radio­ak­tive Stoffe“ auf die A81 bei Neu­en­stadt alar­miert.

Ein Sat­telzug war im Bau­stel­len­be­reich von der linken Fahr­bahn abge­kommen und auf die aus Beton­teilen bestehende Fahr­bahn­ab­tren­nung auf­ge­fahren.

Der Sat­telzug kam nach ca. 50 Meter auf der Abtren­nung zum Stehen. Der Fahrer war nicht ver­letzt und hielt sich in sicherer Ent­fer­nung auf dem Stand­streifen der Auto­bahn auf. Er übergab die Lade­pa­piere zur Sich­tung an den Ein­satz­leiter.

Der LKW war mit Gefah­ren­symbol „Radio­ak­tive Stoffe“ gekenn­zeichnet.

Die zuerst ein­tref­fenden Ein­satzkräfte der FFW Neu­en­stadt rich­teten eine Sperr­zone von 50 m zum LKW ein, da nicht klar war, ob die Ladung beschädigt wurde und ob radio­ak­tives Mate­rial frei­ge­setzt wurde.

Ein Erkun­der­trupp unter PA und Che­mi­ka­li­en­schutz­anzug ging zum ver­un­fallten LKW vor und sich­tete den Zustand des Sat­telzug, ins­be­son­dere auf:

Sind äußerlich Beschädigen an der Ladefläche erkennbar, laufen Betriebs­stoffe oder sons­tige Stoffe aus. Ist Rauch­ent­wick­lung am LKW zu erkennen?

Diese Fragen konnten von den Erkun­dern alle mit nein beant­wortet werden.

In der Zwi­schen­zeit waren auch die ABC-Erkunder der FFW Weins­berg ein­ge­troffen, die nun überprüften ob von der Ladung eine erhöhte Strah­lungs­leis­tung aus­geht.

Die gemes­senen Werte wurden zwi­schen dem Fach­be­rater Chemie Dr. Sen­del­bach und dem Strah­len­schutz­be­au­tragten dis­ku­tiert und abge­si­chert.

Danach wurde ent­schieden den Lade­raum zu öffnen um den Zustand der Ladung zu sichten. Es konnten zum Glück keine Beschädigung an der Ladung fest­ge­stellt werden. Die vom Ladegut aus­ge­hende Strah­lung war im „Nor­mal­be­reich“.

Dar­aufhin wurde vom Ein­satz­leiter der Feu­er­wehr Neu­en­stadt in Ein­ver­nehmen mit dem Fach­be­rater Chemie und dem Stv. Kreis­brand­meister Uwe Thoma ent­schieden, den Feu­er­wehr­ein­satz zu beenden.

Da keine wei­tere Gefahr vom LKW aus­ging, wurde zur Ber­gung der Ladung und Ber­gung des Sat­tel­zugs vom ver­ant­wort­li­chen Spe­di­teur ein Spe­zi­al­un­ter­nehmen beauf­tragt.

Die Sper­rung und Ber­gung des Fahr­zeugs dau­erte bis ca. 13.00 Uhr am Nach­mittag.