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Dachstockbrand nach Blitzeinschlag

Einsatz der Feuerwehren Neuenstadt a.K. und NeckarsulmDachstockbrand am von Hartmut Schaffroth, Feuerwehr Neuenstadt a.K.

Am 30.05., frühmor­gens um 3:38 Uhr, wurden die FFW Neu­en­stadt mit den Abtei­lungen Stein/Kochertürn und Neu­en­stadt zu einem Dach­stock­brand, nach Blitz­ein­schlag, in den Orts­teil Kochertürn alar­miert.

Beim Ein­treffen der Feu­er­wehr stand bereits der gesamte Dach­raum eines zwei­ge­schos­sigen Ein­fa­mi­li­en­hauses in Fer­tig­teil­bau­weise in Flammen. Auch aus dem Dach­first schlugen diese bereits in den Nach­himmel empor. Auf der rechten, oberen Seite des Daches brannten Pho­to­vol­ta­ik­ele­mente.

Die Bewohner, ein Ehe­paar mit zwei Kin­dern, konnten das Gebäude zum Glück unver­letzt ver­lassen, da sie zuvor vom lauten Knallen des Blitz­ein­schlags geweckt worden waren. Der Fami­li­en­vater setzte selbst den Notruf ab.

Die zuerst ein­tref­fende Abtei­lung Stein/Kochertürn ging zur Brandbekämpfung in den Dach­raum über die Dach­bo­den­leiter vor und bekämpfte im Innen­an­griff den Dach­stuhl­brand. Zur Unterstützung der Löschmaßnahmen auf dem Dach wurde ein wei­teres C-Rohr über die Dreh­leiter DLA(K) 23/12 der Abtei­lung Neu­en­stadt ein­ge­setzt.

Um im dar­un­ter­lie­genden Ober­ge­schoss das Feuer zwi­schen den Sparren zu kommen, mussten die Pho­to­vol­ta­ik­ele­mente abge­baut werden. Hierzu wurde gleich zu Beginn des Ein­satzes die Elek­tro­fach­gruppe der FFW Neckar­sulm ange­for­dert, die in Zusam­men­ar­beit mit der Dreh­lei­ter­be­sat­zung, gekonnt und sehr schnell die gesamte Anlage demon­tiert hat. Das war sehr wichtig, um an alle Glut­nester zu kommen. Zwi­schen­durch flammte der Brand in einem Teil­be­reich des Daches noch­mals auf, da hier Glut über die Unter­spann­folie nach unten gerutscht war. Dies machte erfor­der­lich, auch teil­weise die Spar­ren­ver­klei­dung auf der Innen­seite des Gebäudes aufzusägen, um ablöschen zu können.

Die Feu­er­wehr errich­tete am Ende des Ein­satzes ein Not­dach mit­tels Dach­latten und Abdeck­planen, damit das Haus nicht weiter von ein­drin­gendem Regen geschädigt wird.

Ins­ge­samt waren 50 Mann und sieben Fahr­zeuge der Feu­er­wehr sowie eine Fahr­zeug­be­sat­zung des DRK Neu­en­stadt zum Schutz der Feu­er­wehr­angehörigen vor Ort.

Die Not­fall­seel­sor­gerin der FFW Neu­en­stadt sowie der eben­falls anwe­sende Bürger­meister Nor­bert Heuser, betreuten die betrof­fenen Fami­li­en­angehörigen vor Ort.

Ein­satz­ende war gegen 9.30 Uhr.