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Stephan Kluge offiziell ernannt

Bad Rappenauvon Tobias Bumm HSt

Ein junger Auf­steiger ist jetzt Kom­man­dant der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr in Heins­heim: Ste­phan Kluge, im März gewählt, wurde beim Tag der offenen Tür von Bürger­meister-Stell­ver­treter Bernd Hof­mann und Ord­nungs­amts­leiter Roland Deutsch­mann auch offi­ziell zum Chef ernannt.

Vor gerade mal zwei Jahren ist der 21 Jahre alte Ste­phan Kluge zur Feu­er­wehr gekommen. Schon bald emp­fahl er sich für höhere Auf­gaben. Vorgänger Harald Fuß ist sich sicher, dass „der junge Wilde“ seine Sache gut machen wird. „Es ist schön zu sehen, dass sich auch noch junge Men­schen enga­gieren. Ste­phan wird das schaffen“, sagte er.

Erst vor kurzem hat der Infor­ma­tik­stu­dent seine Aus­bil­dung zum Grup­penführer an der Lan­des­feu­er­wehr­schule in Bruchsal beendet und ist nun gerüstet für die kom­menden Auf­gaben. Die mit der Ernen­nung ver­bun­dene Urkunde bekomme natürlich einen Ehren­platz in seiner Woh­nung, verkündete der neue Feu­er­wehr­mann stolz.

Für Inter­es­sierte stand beim Tag der offene Tür das Löschfahr­zeug LF 8 / 6 zur Besich­ti­gung bereit. Es kann 800 Liter Wasser pro Minute pumpen und hat einen 600-Liter-Tank. Für die rund zwölf Einsätze im Jahr, von denen 40 Pro­zent Brände sind und der Rest mit Hoch­wasser zusam­menhängt, sind die Mannen in Heins­heim gut gerüstet. Das haben sie 1993 bewiesen, als die letzte große Flut die Gegend beherrschte.

Zudem konnten die Besu­cher eine his­to­ri­sche Spritze aus dem Jahre 1878 besich­tigen, die noch in Top­zu­stand ist. Prunkstück ist aber das Boot für die Was­ser­ret­tung, das Harald Fuß als unsinkbar bezeich­nete. Dass dies leicht übert­rieben war, ver­riet das Schmun­zeln seines Nach­fol­gers. Den­noch ist das Ret­tungs­mittel für alle Einsätze auf dem Neckar oder ver­schie­denen Seen gewappnet. Schraubt man die Bänke ab, ist Platz für eine kleine Spritze, die dann im Bedarfs­fall vom Wasser aus noch zum Löschen ein­ge­setzt werden kann.

Dank großartigen Wet­ters war der Rahmen für ein gemütli­ches Bei­sam­men­sein mit den Bürgern gegeben. Die Kinder konnten an einem Mal­wett­be­werb teil­nehmen. Sie durften vor­ge­ge­bene Feu­er­wehr­mo­tive mit bunten Farben zum Leben erwe­cken. Musi­ka­li­sche Unter­hal­tung gab es von den Musik­ver­einen aus Sulz­bach / Bau­land, Grom­bach, Lam­polds­hausen, der Stadt­ka­pelle Bad Rap­penau und Mat­thias Kampp, eben­falls Feu­er­wehr­mann in Heins­heim, der zusammen mit einem Bekannten an Key­board und Gitarre mit Oldies für Schwung sorgte. Einen bes­seren Ein­stand hätte es für Kluge kaum geben können.

Und obwohl dieser zugab, dass er sich erst noch mit der neuen Rolle ver­traut machen muss, hatte er schon einen Hauch jener Aus­strah­lung, die ein Chef braucht: eine gesunde Mischung aus Autorität und Freund­schaft zu seinen Mit­strei­tern. Hil­fe­stel­lung ist auch schon vor Ort: Sollte es mal eng werden, kann er sich jeder­zeit an Vorgänger Harald Fuß wenden. Dieser hatte das Amt schließlich 26 Jahre inne und wird seinen jungen Kol­legen natürlich nicht im Stich lassen, wenn dieser seinen Rat sucht.

Foto: Ver­lei­hung der Ernen­nungs­ur­kunde (von links): Roland Deutsch­mann, Ord­nungs­amts­leiter Rap­penau, Bernd Hof­mann, der neue Kom­man­dant Ste­phan Kluge, Stadträtin Sigrid Seng­haas, Stadtrat Harald Fuß. (Foto: Tobias Bumm)