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Realitätsnahe Übung mit großem Lernerfolg

Gundelsheim

Über­rascht wurden die Feu­er­wehrkräfte aus Gun­dels­heim und Böttingen, als kürzlich abends die Alarm­melder anschlugen. Nicht anders erging es der örtli­chen Rot­kreuz-Schnell­ein­satz­gruppe. Grund des Alarms war kein Ein­satz, son­dern eine im Orts­teil Böttingen rea­lititätsnah insze­nierte Ein­satzübung.

Die Feu­er­wehrkräfte aus Böttingen und Gun­dels­heim sahen sich beim Ein­treffen an der Ein­satz­stelle mit einer schwie­rigen Situa­tion kon­fron­tiert. Auf einer schmalen Straße hinauf zum Micha­els­berg hatte ein Auto zwei Fussgänger ange­fahren und war nach einer Schreck­re­ak­tion der Fah­rerin gegen eine Mauer geprallt. Die Fussgänger waren zehn Meter tief einen Steil­hang hin­ab­gestürzt.

Jetzt galt es, in zwei Ein­satz­gruppen den Ver­letzten bei klir­render Kälte schnell zu helfen. Die Schnell­ein­satz­gruppe des Gun­dels­heimer Roten Kreuzes unterstützte schon in der frühen Phase des Ein­satzes nach Kräften. Bei den ein­ge­klemmten Ver­letzten konnten die Helfer Ver­let­zungen an der Wir­belsäule nicht aus­schließen, so dass zur scho­nenden Ret­tung Türen und das Dach des Fahr­zeugs ent­fernt wurden. Hier war umsich­tiges Han­tieren mit schwerem Ret­tungsgerät gefor­dert.

Starke Schein­werfer dienten während­dessen nicht nur zur Beleuch­tung, son­dern zugleich als Wärme­spender für die unter Schock ste­henden Ver­letzten. Par­allel dazu ver­lief die Ver­sor­gung und Ret­tung der Unfall­opfer im Steil­hang. Eine bewusst­lose Person und eine Ver­letzte mit einer Ober­schen­kel­fraktur wurden medi­zi­nisch ver­sorgt und dann gemein­schaft­lich von Feu­er­wehr und Rotem Kreuz durch schwie­riges Gelände zurück zur Straße gebracht.

40 Minuten nach Ein­satz­be­ginn waren alle Ver­letzten gerettet und ver­sorgt, das Übungs­ziel war erreicht. Feu­er­wehr-Ein­satz­leiter Thorsten Hart­mann und DRK-Bereit­schafts­leiter Achim Schugt zogen ein ein­hel­liges Resümee: „Die jah­re­lange inten­sive Zusam­men­ar­beit von DRK und Feu­er­wehr hat wieder einmal Wir­kung gezeigt. Alle Maßnahmen liefen Hand in Hand. Beide Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen haben eine nicht alltägliche Not­fall­si­tua­tion gemeis­tert.“

Einig waren sich die Ver­ant­wort­li­chen auch darüber, dass gerade diese Art von Übung den stärksten Lern­erfolg garan­tiert. Alle Betei­ligten waren so stark in die realitätsge­treue Situa­tion ein­ge­bunden, dass für man­chen die Übung kaum mehr ersicht­lich war.
Foto: Die Ein­satzkräfte der Feu­er­wehr und des DRK Gun­dels­heim mussten bei der Übung zwei Ver­letzte aus einem Fahr­zeug retten. (Foto: DRK Gun­dels­heim)