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Premiere für das Großlöschfahrzeug bei Solvay

Werkfeuerwehr Solvay Fluor GmbHvon Andreas Rudloff HSt

Eine Gruppe Jugend­li­cher treibt im leer­ste­henden Anwesen „Wormser Hof“ in der Mat­hil­den­bad­straße ihr Unwesen. Dabei wird in einem Zimmer durch Unacht­sam­keit eine bren­nende Kerze umge­worfen. Das Gebäude aus dem 16. Jahr­hun­dert brennt - soweit die Vor­gabe für die Hauptübung der Wimp­fener Wehr.

Das Feuer greift nach diesem Sze­nario rasch auf die anderen Räumlich­keiten über. Die im Gebäude befind­li­chen Jugend­li­chen sind durch die starke Rauch­ent­wick­lung voll­kommen ori­en­tie­rungslos, ver­su­chen zu flüchten, „ver­irren“ sich aber in dem kom­plexen Bau­werk.

Einigen gelingt es, sich an den Fens­tern bemerkbar zu machen, ein wei­terer Jugend­li­cher flüchtet auf das Dach und bleibt dort infolge einer Rauch­gasin­to­xi­ka­tion bewusstlos liegen. Er droht abzustürzen.

Unter Betei­li­gung der Werk­feu­er­wehr von Solvay sowie des DRK-Orts­ver­eines Bad Wimpfen wurde zum einen das Zusam­men­spiel der ein­zelnen Ein­heiten unter­ein­ander geübt. Zum anderen wurde den zahl­reich anwe­senden inter­es­sierten Ver­tre­tern von Stadt­ver­wal­tung und Gemein­derat - allen voran Bürger­meister Claus Brechter - sowie den Zuschauern aus der Bevölke­rung die Leis­tungsfähig­keit der betei­ligten Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen ein­drucks­voll unter Beweis gestellt. Auch der Werk­leiter des Wimp­fener Solvay-Werkes, Dr. Thomas Müller, war auf­merk­samer Beob­achter des Übungs­ge­sche­hens.

Getreu dem Grund­satz „Men­schen­ret­tung geht vor Brandbekämpfung“ waren ins­ge­samt fünf Trupps unter umluft­unabhängigem Atem­schutz ein­ge­setzt, um das Gebäude nach den ver­missten Jugend­li­chen abzu­su­chen. Schnell konnten auch die ersten Per­sonen gefunden und aus dem Gefah­ren­be­reich gebracht werden.

Zeit­gleich wurde eine drei­tei­lige Schieb­leiter zur auf dem Dach lie­genden Person - dar­ge­stellt durch eine Puppe - in Stel­lung gebracht. Nach 15 Minuten waren ins­ge­samt neun Per­sonen aus dem „bren­nenden“ Gebäude gerettet und dem DRK zur wei­teren Ver­sor­gung überg­eben worden.

Um das Gebäude schnellstmöglich rauch­frei zu bekommen, kam ein Über­drucklüfter zum Ein­satz. Ins­ge­samt waren acht Feu­er­wehr­fahr­zeuge und rund 45 Ein­satzkräfte von Feu­er­wehr und DRK im Ein­satz, um dem imaginären Feuer wir­kungs­voll zu Leibe zu rücken.

Als „tolle Pre­miere“ bezeich­nete Claus Brechter den erst­ma­ligen Ein­satz des neuen Großlöschfahr­zeuges der Werk­feu­er­wehr Solvay. „Letzt­end­lich trägt dieses neue Fahr­zeug dazu bei, dass damit auch die Sicher­heit der Wimp­fener Bevölke­rung erhöht wird“, so der Bürger­meister abschließend.