QR-Code zur Seite

Nicht wegschauen, wenn's brennt

Offenauvon Peter Klotz HSt

Der ökume­ni­sche Got­tes­dienst, zu dem die Offenauer Feu­er­wehr in die Pfarr­kirche St. Alban ein­ge­laden hatte, war die dritte Ver­an­stal­tung zum 125-jährigen Jubiläum der Selbst­hil­fe­ein­rich­tung. Etliche Gläubige würdigten die Leis­tung der Flo­ri­ansjünger mit dem Besuch der Messe zu der auch viele Ver­treter der Wehren aus der Umge­bung gekommen waren.

Das eher unchrist­liche Sprich­wort über den Schutz­hei­ligen der Feu­er­wehr, den hei­ligen Flo­rian, stellte Pfarrer Vaas in den Mit­tel­punkt seiner Pre­digt. „Hei­liger St. Flo­rian, ver­schon' mein Haus, zünd' andere an“, sei der Wahl­spruch, an dem sich viele in unserer Gesell­schaft heute ori­en­tierten. Haupt­sache sie selbst seien nicht von Unan­nehm­lich­keiten betroffen, wie es dem anderen gehe, sei Neben­sache.

Dieses Prinzip über­winden die Feu­er­wehr­leute, so Pfarrer Vaas. Sie reagierten wie der barm­her­zige Sama­riter und schauten nicht weg, son­dern kümmerten sich um Men­schen und Tiere, Sachen und Werte des Nächsten.

Mit diesem mit­mensch­li­chen Han­deln seien die Mit­glieder der Wehren Vor­bilder für uns alle.

Sie folgten ihrem Leit­satz: „Gott zu Ehr', dem Nächsten zur Wehr“.

Den modernen Slogan „löschen, retten, bergen, schützen“ stellte Pfarrer Niet­hammer in den Mit­tel­punkt seiner Ansprache. Diese Grundzüge des Han­delns sind für ihn überein­stim­mend mit dem Wirken Gottes, der uns eben­falls retten möchte.

Die Offenauer Feu­er­wehr wurde ver­mut­lich nach den Erfah­rungen des Frank­reich­kriegs Ende des 18. Jahr­hun­derts gegründet, um den Men­schen zu helfen, die nega­tiven Erfah­rungen der Schlachten zu über­winden. Nach dem Segen für die in ihrem Dienst beson­ders gefor­derten Flo­ri­ansjünger bedankte sich Kom­man­dant Achim Klotzbücher für die Gestal­tung des Got­tes­dienstes und das Inter­esse der Bevölke­rung an den Belangen der Feu­er­wehr und lud die Besu­cher zu einem Frühschoppen ins Josefs­heim ein.

Foto:
In der Bibel ent­deckten die beiden Geist­li­chen Pfarrer Stefan Vaas von der Katho­li­schen und Rolf Niet­hammer von der evan­ge­li­schen Gemeinde sehr viele Par­al­lelen zum Wirken der Feu­er­wehr.