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Kommentar: Allzeit bereit?

von Heike Kinkopf, HSt

Die Ausrüstung ist tipp­topp. Was nützt jedoch das beste Feu­er­wehr­auto, wenn es keiner fahren kann? Weil die frei­wil­ligen Brandbekämpfer oder Unfall­retter sonst wo arbeiten? Mehr oder weniger laut klagen Kom­man­danten landauf, landab über zu wenige Mit­glieder, die tagsüber da sind. Ein heikles Thema. Geht es doch um lebens­wich­tige Hilfe im Not­fall. Auf die mag keiner ver­zichten.

Kom­munen sind ver­pflichtet, eine leis­tungsfähige Wehr vor­zu­halten. Kirch­turm­denken hilft bei Pro­blemen nicht weiter. Zu Recht wird Koope­ra­tion ange­mahnt, die über Orts- und Land­kreis­grenzen hin­aus­geht.

Wie weit geht diese Zusam­men­ar­beit? Die Frage stellen sich Gemeinden, die vor der Anschaf­fung eines kost­spie­ligen Fahr­zeugs stehen. Hun­dert­tau­sende Euro sind eine hübsche Stange Geld. Die Frage beant­wortet sich von selbst, wenn die Ent­fer­nung zum Nach­barort es unmöglich macht, dass Hilfe von außen binnen zehn Minuten ein­trifft.

Tagsüber sind Ret­tungskräfte knapp. (Haus-) Frauen sollen in die Bre­sche springen. Oder Arbeit­nehmer, die am Ort ihren Job erle­digen. Vieles ist denkbar, man­ches wird prak­ti­ziert. Das Pro­blem muss noch offen­siver ange­gangen werden. Denn das Bild der stets ein­satz­be­reiten Kame­ra­den­truppe stimmt so nicht mehr.