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In Widdern tobt die lustige Steinzeit

Widdernvon Rainer Köller, HSt

Rie­sen­stim­mung im Saal hatten die Wid­derner Ver­eine bei ihrem diesjährigen bunten Faschings­abend. Das über drei Stunden dau­ernde Pro­gramm war ein voller Erfolg.

„Yappa dappa doo - Stein­zeit in Wid­dern ist der Clou“, gaben die Orga­ni­sa­toren des Wid­derner Faschings als Motto heraus. Ganz nach diesem mar­schierten Mode­rator Uwe Rei­chert und sein Stein­zeit­team bewaffnet mit Keulen, Fackeln und dem Kopf des Wid­derner Sym­bol­tieres herein. Gleich zu Beginn zeigten die Gäste in der über­vollen Wil­helm-Frey-Halle, dass sie nicht gewillt waren, das Pro­gramm nur anzu­schauen. Alle machten mit, da war sofort Stim­mung in der Bude. Uwe Rei­chert stei­gerte diese noch beim Ein­stu­dieren der Rakete „Stufe 1, Stufe 2, Wid­derner Schofböck- määäääh“.

Schon beim Betreten der Halle bekam der Gast beim Betrachten der gran­diosen Stein­zeit­de­ko­ra­tion den Ein­druck, dass dieser Abend ein beson­derer werden muss. Dieser Ein­druck täuschte nicht. Die Wid­derner Kar­ne­va­listen hatten sich viel ein­fallen lassen. Die „Hot Girls “, die Uwe Rei­chert als den „Wid­dermer Nach­wuchs“ bezeich­nete, fetzten tan­zend die Bühne. Selbst ein­stu­diert und trotzdem sehr syn­chron waren die Tänze. Dafür gab es viel Bei­fall. Die Feu­er­wehr ver­ulkte sich selbst.

Als angeb­liche Mit­glieder der Alters­ab­tei­lung auf der Bühne über die Jugend­wehr lästerten und meinten, die könnten doch über­haupt nichts, zeigte die Jugend mit einer Akro­ba­tik­nummer, dass aller­hand in ihnen steckt. Den Bürger­meister, der auch mit­machte, ließen sie zwar einmal fallen, aber Michael Rei­nert konnte die Bühne unver­sehrt wieder ver­lassen. Auch ein Dixi-Klo musste die Jugend löschen, doch es stellte sich heraus, dass nur ein Alt-Feu­er­wehr­mann darauf saß und rauchte. Zigarre gelöscht, bier­se­liger Wehr­mann nass, war das Fazit.

Sigrid Den­ninger führte die hohe Kunst der kar­ne­va­lis­ti­schen Rede vor. Sie ver­packte Pro­bleme und ver­schie­dene Ereig­nisse aus „unserer lie­bens­werten Stadt“ auf eine Art, dass alles lustig und zum Nach­denken zugleich war. Der Bei­fall der Zuhörer zeigte, dass sie viele Nägel auf den jewei­ligen Kopf traf. Die „Wid­derner Har­mo­nists“ und ihr Diri­gent Michael Rei­nert sangen das ungelöste Pro­blem „ See­haus“ an. Der Refrain des Liedes sagt eigent­lich alles: „ Wacht end­lich uff, macht aus dem See­haus doch einen Puff“. Da sangen alle im Saal laut­hals mit.

Aus Möckmühl kamen die DLRG-Tänze­rinnen mit einem Garde- und einem Schau­tanz. Sie zeigten, warum ihre Aufführungen weit über Möckmühl hinaus bekannt sind. Auch das DLRG-Männer­bal­lett kam nicht ohne Zugabe nach Hause, nachdem die Männer leichtfüßig wie Gazellen in ihren Miniröckchen über die Bühne „schwebten“.

In Sket­chen ging es um eine Rechen­auf­gabe und ein schwan­geres Fahrrad. Nach einer lus­tigen Schlümpfe­n­ummer spielten die „Fidelen Buam“ zum Tanz auf. Orga­ni­sator Rudi Mall und sein Team konnten erleich­tert fest­halten: Es war ein gran­dioser Abend voller Höhepunkte.