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Feuerwehr "rettet" Mädchen aus "brennendem" Gebäude

Beilsteinvon Wolfgang Seybold HSt

Mit einer Schauübung eröffnete die Abtei­lung zwei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Beil­stein ihr tra­di­tio­nelles Fest rund um das Schmid­hau­sener Magazin. Viele Schau­lus­tige konnten sich von der Ein­satz­be­reit­schaft der Wehr­leute über­zeugen.

Das Sze­nario: Ein Brand im ersten Stock­werk des Hauses Weller, direkt an der Haupt­durch­gangs­straße gelegen, machte es einem kleinen Mädchen unmöglich, sich ins Freie zu flüchten. Feu­er­wehr-Kom­man­dant Jürgen Brosi mode­rierte die Schauübung und die ange­nom­menen Not­lage in allen Ein­zel­heiten, so dass die demons­trierten Ret­tungs­ar­beiten für die Zuschauer nach­voll­ziehbar wurden. „Über den Tele­fon­notruf 112 haben die Bewohner beim ersten Brand­ge­ruch die Feu­er­wehr­zen­trale alar­miert“, erklärte Jürgen Brosi den schnellsten Weg zu den erfor­der­li­chen „Ret­tungsmaßnahmen“.

Mit Blau­licht und Mar­tins­horn brauste kurz darauf das Tanklöschfahr­zeug der Beil­steiner Feu­er­wehr an den Ein­satzort in Schmid­hausen. Dunkle Rauch­wolken wälzten sich schon über den Balkon her­unter auf die Straße. Die neunköpfige Besat­zung des Fahr­zeuges machte sich sofort bereit für ihren Ein­satz. Während Truppführer Jochen Sturm die Lage erkun­dete, legte der Schlauch­trupp schon die erste Lei­tung zum nahe gele­genen Hydranten. Die Hand­griffe werden von den Beil­steiner Wehr­leuten in regelmäßigen Übungen ein­trai­niert, so dass im Not­fall keine wert­volle Zeit ver­loren geht.

Die Zuschauer waren auch von dem sicheren Vor­gehen des Angriffs­trupps beein­druckt. Mit schwerem Atem­schutzgerät ausgerüstet, erklommen die Feu­er­wehrmänner auf einer Leiter den vom Rauch ein­ge­ne­belten Balkon des Wohn­hauses, um die in Not gera­tene kleine Maria in Sicher­heit zu bringen. Sicht­lich erleich­tert ver­traute sich das Mädchen ihren Ret­tern an.

Unten an der Leiter war­teten schon die eben­falls alar­mierten Erst­helfer des Deut­schen Roten Kreuzes auf das „Unfall­opfer“. Nach einer ersten Unter­su­chung und Ver­sor­gung wurde Maria auf der Trage zum Ret­tungs­fahr­zeug gebracht, um in die nächste Klinik gefahren zu werden.

Feu­er­wehr­kom­man­dant Jürgen Brosi erklärte den inter­es­sierten Zuschauern, dass das DRK immer mit­al­ar­miert werde und bei Woh­nungsbränden auch die Dreh­leiter aus dem benach­barten Obers­ten­feld zum Ein­satz komme. Bei einem guten Vesper, ser­viert von den Feu­er­wehr­ka­me­raden, konnten sich die Besu­cher des Schmid­hau­sener Feu­er­wehr­festes noch lange über die gese­henen Eindrücke der Schauübung unter­halten und wei­tere Infor­ma­tionen über die bewährten Helfer in der Not ein­holen.

Foto: Ihre Ein­satzfähig­keit stellte die Beil­steiner Feu­er­wehr bei einer Schauübung in Schmid­hausen unter Beweis. Das Feu­er­wehr­fest am Wochen­ende war gut besucht. (Foto: Werner Kuhnle)