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Feuer und Flamme für Brandschützer Theo

Schwaigernvon Felix Hügel HSt

Was ist das Schlimmste, was einem Feu­er­wehr­mann pas­sieren kann? Ganz ein­fach: Es will und will nicht brennen. Oder?

Vor der Aufführung des Stückes „Tatü Tata - ein Tag aus dem Leben eines Feu­er­wehr­manns“ im Rahmen des Feri­en­pro­gramms der Stadt Schwai­gern sitzen die jungen Zuschauer unge­duldig auf ihren Stühlen. „Wann geht es end­lich los?“, rufen einige von ihnen in die Friz­halle hinein. Da ertönen schon laut die Sirenen. Thomas Hänsel alias Theo der Feu­er­wehr­mann spurtet auf die Bühne und macht sich bereit für den Ein­satz. Aber die Ent­war­nung folgt prompt: Es war nur eine Übung.

Theo hat eigent­lich Arbeit genug: Ein kleiner Junge bricht ins Eis ein, ein Keller läuft voll Wasser, Bäume liegen auf der Straße. Doch eines fehlt ihm zu seinem Glück: ein rich­tiges Feuer. „Es müsste ja nicht mal ein ganzer Wald sein, ein Weih­nachts­baum würde mir schon genügen“, klagt er.

Pup­pen­spieler Hänsel ist immer in Aktion, mal stellt er selbst den Feu­er­wehr­mann dar, meis­tens haucht er den Hand­puppen in seiner Spiel­bude Leben ein. Neben Theo tritt in einigen Szenen auch das offi­zi­elle Feu­er­wehr­mas­kott­chen „Funki“ auf. Witzig und lehr­reich zugleich klärt der Bär die Kinder darüber auf, wie Brände ent­stehen und wie sie in sol­chen Fällen reagieren müssen.

Die Zuschauer werden mit ins Geschehen ein­ge­bunden. „Was war heute nochmal für ein Tag?“, fragt Theo immer wieder das Publikum. „Dein Geburtstag!“, schallt es aus knapp 50 Kehlen zurück.

Doch der Feu­er­wehr­mann kommt vor lauter Arbeit nicht dazu, seine Torte zu genießen. Als er es nach einem Ein­satz end­lich schafft, die Kerzen anzuzünden, wird er schon wieder abbe­rufen. Unglückli­cher­weise ver­gisst er, sie aus­zu­pusten und so kommt es unge­wollt zum ersten rich­tigen Brand. Theo kann die Flammen aber schnell unter Kon­trolle bringen. Er kommt schließlich zur Ein­sicht, dass es doch Vor­teile hat, wenn es nicht brennt.

Nach der Aufführung gibt es tosenden Applaus für Thomas Hänsel, der den Zuschauern noch einen Ein­blick in seine Pup­pen­bude gewährt. Orga­ni­sator Uwe Schlund von der Feu­er­wehr Schwai­gern ist mit der Ver­an­stal­tung zufrieden: „Es sind sogar mehr Kinder gekommen, als ange­meldet waren.“

Thomas Hänsel hat das Stück mit der Brand­di­rek­tion Karls­ruhe ent­wi­ckelt. Dass es die Kinder nicht nur unterhält, son­dern auch bildet, zeigt die Aus­sage der Geschwister Kathrin und Judith. Sie wissen nun genau, was im Brand­fall zu tun ist: „112 wählen, sagen was und wo es brennt und den Namen nennen.“