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"Die Koordination muss funktionieren"

Hardthausenvon Rainer Köller, HSt

Mit einer Großübung tes­tete die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Hardt­hausen ihre Ein­satz­be­reit­schaft und ihren Aus­bil­dungs­stand. Auf dem ehe­ma­ligen Alt­vater-Gelände ging es um Feuerlöschen und Men­schen­ret­tung.

Dreimal erklang in allen Hardt­hau­sener Orts­teilen um 15.45 Uhr des Sams­tags die Sirene und riss die Ein­wohner aus der Nach­mit­tags­ruhe. In Kocher­steins­feld erklangen bereits sieben Minuten später die Mar­tinshörner der Ein­satz­fahr­zeuge. Da kamen die Leute schon auf die Straße, um nach­zu­schauen, was los ist im 1200-Seelen-Ort.

Schnell sprach sich herum, dass Hardt­hau­sens Feu­er­wehr­kom­man­dant Bert­hold Wirth und einige Helfer einen Brand in der zur­zeit leeren Halle eines großen Betriebes in Kocher­steins­feld simu­lierten. „Wichtig für uns Hardt­hau­sener ist, dass bei Einsätzen, die gemeinsam bewältigt werden müssen, die Koor­di­na­tion funk­tio­niert“, erläuterte der Gesamt­kom­man­dant. Des­halb gelte: „Üben, üben, üben“.

Und das taten die über 50 ein­ge­setzten Flo­ri­ansjünger aus den Abtei­lungs­wehren von Lam­polds­hausen, Gochsen und Kocher­steins­feld dann auch. Neben dem Schwer­punkt Koor­di­na­tion-Kom­mu­ni­ka­tion stand Men­schen­ret­tung und das Bergen von gefährli­chen Gegenständen auf dem Pro­gramm.

Während die ersten Gruppen mit Atem­schutzgeräten bereits in das mit Nebel­ma­schinen total eingeräucherte Gebäude ein­drangen, um nach­zu­schauen, ob sich noch Per­sonen darin befinden, legten außen fleißige Hände in Win­des­eile über 400 Meter Schlauch aus. Der größte Teil wurde von den Lam­polds­hau­sener Wehrmännern vom Schlauchanhänger gerollt. Andere leis­teten Schwer­ar­beit, sie trugen Gas­fla­schen aus dem Haus, um eine Explo­sion zu ver­hin­dern.

Im Gebäude lagen „Dum­mies“, die gerettet wurden und an denen die aus­ge­bil­deten Helfer dann die Erst­ver­sor­gung simu­lieren mussten. Dann gab es plötzlich Alarm: Die Flammen schlugen aus dem Dach der Halle. Da dies an einer Stelle geschah, die von den mit den Schläuchen „bewaff­neten“ Männern nicht erreicht werden konnte, kam die Zeit der Wehr­leute an der Löschka­none auf dem Dach des TLF 16/25.

Am Ende war Bert­hold Wirth mit der Arbeit der Abtei­lungs­kom­man­danten Ralf Hauss­ecker, Gerald Weiß und Thomas Engler sehr zufrieden. Bei der Manöver­kritik wurden Fehler ange­spro­chen, es gab aller­dings auch viel Lob für die Mann­schaften, die ihren hohen Aus­bil­dungs­stand wieder einmal nachdrücklich vorführten.