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Der Ansprechpartner der Feuerwehren im Landratsamt Heilbronn geht in den Ruhestand - Deutsche Feuerwehrmedaille für Adolf Stein

von Robert Hassis, KFV Heilbronn

Mitte November war der letzte Arbeitstag von Adolf Stein aus Leh­ren­steins­feld. Nach 47 Jahren Tätig­keit im öffent­li­chen Dienst geht die „gute Seele der Feu­er­wehren“ im Land­ratsamt Heil­bronn zum Jah­res­wechsel in den Ruhe­stand. Anlass für den Kreis­feu­er­wehr­ver­band Heil­bronn in einer Fei­er­stunde in der Feu­er­wache in Neckar­sulm Dank zu sagen.

Kreis­brand­meister Hans-Wil­helm Hans­mann zeich­nete die beruf­li­chen Sta­tionen des Ru-heständlers ab 1956 auf, die bei der Deut­schen Bun­des­bahn begann und 1966 ins Land­ratsamt Heil­bronn führte. Ab 1969 war er dort im Bereich Umwelt­schutz/Was­ser­recht tätig, eine erste Ver­bin­dung zur Feu­er­wehr zeich­nete sich in dieser Zeit ab. Als Regie­rungs­haupt­se­kretär wech­selte er 1975 ins Brand-und Kata­stro­phen­schutzamt, dessen Leiter Anton Peco­roni, in dieser Zeit die Feu­er­wehren im Land­kreis als Amts­leiter, Kreis­brand­meister und Vor­sit­zender des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn in einer Person ver­einte.

Auf Wunsch von Peco­roni stellte er sich ab 1975 bei den Leis­tungsprüfungen vor Ort als Orga­ni­sator und Schriftführer zur Verfügung und übte 25 Jahre ehren­amt­lich diese Funk­tion aus. Adolf Stein erin­nert sich noch gut an seinen ersten Ein­satz: Zumeist wurden die Sie­ger­gruppen bei den Prüfungen klatsch­nass - bei seinem Debüt traf es unfrei­willig den dama­ligen Schieds­richt­er­ob­mann Lam­brecht aus Lein­garten, der neben einer defekten Kupp­lung stand.

Als Sach­be­ar­beiter für das Feu­er­wehr­wesen hatte er die direkten Kon­takte zu den Feu­er­wehren und deren Anliegen. Förder­anträge, Lehr­gangs­ab­wick­lungen, Feu­er­wehr­eh­ren­zei­chen, Freiplätze am Feu­er­wehr­wehr­heim Titisee waren zu bear­beiten, als „Finanz­mi­nister“ Aus­zah­lungen abzu­wi­ckeln. Dabei hatte er für die Anliegen der Feu­er­wehren stets ein offenes Ohr, half und unterstütze, wo er nur konnte - er, der die die Sorgen und Nöte der Feu­er­wehren in allen Facetten kannte. Stein war zur Stelle, wenn ein Kom­man­dant ein Anliegen drückte. Freund­lich, kom­pe­tent und hilfs­be­reit.

Der Vor­sit­zende des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Rein­hold Korb cha­rak­te­ri­sierte den Weggefährten der Feu­er­wehren des Land­kreises als einen Men­schen der „Beschei­den­heit, Genügsam­keit und Zufrie­den­heit prak­ti­ziert habe“, und in seinem Umfeld sehr beliebt sei.

Kom­mis­sa­risch beglei­tete er 1989 das Amt des Kas­siers, als Stell­ver­treter stand er mit Rat und Tat dem Ver­band bis heute zur Seite. Doch jetzt wird es Zeit, fügt Korb schmun­zelnd hinzu, „dass die Kon­to­voll­macht gelöscht wird, bevor er in Urlaub geht“. Die Feu­er­wehren des Land­kreises und der Ver­band ermögli­chen ihm und seiner Frau Anne­liese einen 14-tägigen Auf­ent­halt im Haus B im Feu­er­wehr­heim am Titisee.

Zu Recht sei er der erste Nicht-Feu­er­wehr­mann, der bereits 1995 auf­grund seines Enga­ge­ments für die Feu­er­wehren mit der Ehren­nadel des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes ausge-zeichnet wurde. Die Ehren­me­daille des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes, die nur sehr selten ver­geben wird, „soll Zei­chen und Wertschätzung für Ihre Ver­dienste sein“ betonte Korb bei der Ver­lei­hung.

Zum Festakt hatte der Ver­bands­vor­sit­zende seine Ehe­frau Anne­liese, langjährige Weggefährten der Feu­er­wehren und Mit­streiter aus seiner Dienstelle in die Neckar­sulmer Feu­er­wache ein­ge­laden. Nach dem fest­li­chen Menu, das die Neckar­sulmer Feu­er­wehr­wehr­ka­me­raden kre­ierten und selbst zube­rei­teten, wurden in gesel­liger Runde alte Erin­ne­rungen aus­ge­tauscht.

Sehr geehrter Herr Stein - die Feu­er­wehr­angehörigen sagen Ihnen auch auf diesem Weg ein herz­li­ches Dan­keschön

Robert Hassis, Pres­se­spre­cher KFV Heil­bronn