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Zug gegen landwirtschaftliche Zugmaschine - Zum Glück keine Verletzten

Einsatz der Feuerwehren Lauffen a.N., Heilbronn und Bad FriedrichshallBahn- oder Stadtbahnunfall am von Michael Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

Ver­mut­lich ist eine land­wirt­schaft­liche Zug­ma­schine beim Spritzen der Wein­berge an einem Hang ins Rut­schen gekommen, so dass diese im wei­teren Ver­lauf noch über einen Feldweg gerutscht und dann auf dem Gleis­bett der Bahn­strecke Würzburg/Stutt­gart auf der Gemar­kung Lauffen zum Stehen gekommen ist. Die Führerin der landw. Zug­ma­schine konnte ihr Gefährt noch selbst ver­lassen, einen Notruf ver­an­lassen und den Lokführer eines her­an­na­henden Zuges durch Winken warnen. Leider konnte der Zug nicht mehr anhalten und erfasste dann die landw. Zug­ma­schine, welche vollständig zerstört und über rund 250 Meter mit­ge­schleift worden ist und dazu geführt hat, dass die Lok an beiden vor­deren Achsen ent­gleist ist.

Da nach der Not­fall­mel­dung mit einem Mas­sen­an­fall von Ver­letzten (MANV) zu rechnen war, erfolgte von der ILS eine mas­sive Alar­mie­rung von Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst.

Beim Ein­treffen an der Ein­satz­stelle, bot sich den Ein­satzkräften fol­gendes Bild. Die Lok war im Front­be­reich ent­gleist und unter der Lok befanden sich erheb­liche Trümmer­reste der landw. Zug­ma­schine. Etwa 250 Meter hinter dem Zug waren auf in beiden Gleis­rich­tungen wei­tere Trümmer­teile ver­teilt. Die Führerin der landw. Zug­ma­schine wurde von Not­arzt und Ret­tungs­dienst betreut und vor­sorg­lich zur wei­teren Abklärung in ein Kli­nikum ver­bracht. Eine Erkun­dung im Zug ergab, dass weder der Lokführer noch die 66 Fahrgäste über Ver­let­zungen klagten. Ent­spre­chend konnte der Ein­satz der für den MANV alar­mierten Kräfte des Ret­tungs­dienstes abge­bro­chen werden.

Um den im Zug war­tenden Fahrgästen eine Wei­ter­fahrt zu ermögli­chen, wurde durch den Not­fall­ma­nager Bahn ein wei­terer Zug von Lauf­fener Seite aus ange­for­dert, in wel­chen die Fahrgäste über eine Rampe aus dem AB-Bahn der BF, umsteigen konnten.

Die Maßnahmen der Feu­er­wehren konnten sich hauptsächlich auf die Absi­che­rung der Unfall­stelle, die Betreuung der Fahrgäste und die Unterstützung beim Umsteigen beschränken. Von Feu­er­wehr­seite konnte die Ein­satz­stelle dann an die Deut­sche Bahn überg­eben werden.