QR-Code zur Seite

Vier Schwerverletzte bei Wohnhausbrand

Einsatz der Feuerwehren Neckarsulm und HeilbronnGebäudebrand am von Jens Köwilein, Feuerwehr Neckarsulm; PD Heilbronn

Um 08:27 Uhr wurden die Abtei­lungen Neckar­sulm und Ober­ei­sesheim zu einem Gebäude­brand in Ober­ei­sesheim alar­miert. Bereits bei der Alar­mie­rung war bekannt, dass sich noch Men­schen im Gebäude befinden. Der Ein­satz­leiter Wolf­gang Rauh ver­an­lasste darauf hin, Gesamt­alarm für die Neckar­sulmer Wehr mit allen Abtei­lungen auszulösen.

Beim Ein­treffen der ersten Ein­satzkräfte, dem LF 8 der Feu­er­wehr Ober­ei­sesheim und des Kom­man­do­wa­gens, war die Situa­tion äußerst kri­tisch. Flammen schlugen aus dem Erd­ge­schoss des Gebäudes. Aus einem Ober­ge­schoss waren Hil­fe­rufe zu ver­nehmen. Die Ein­satzkräfte des LF 8 von Ober­ei­sesheim berei­teten einen Lösch­an­griff über eine trag­bare Leiter auf der Rückseite des Gebäudes vor. Die Besat­zung des kurz darauf ein­tref­fenden LF 20 der Abtei­lung Neckar­sulm begann mit dem Lösch­an­griff an der Gebäude­vor­der­seite. Durch das zügige Ein­treffen zwei wei­terer Löschfahr­zeuge, des LF 16 und des HLF der Abt. Neckar­sulm, konnten zeit­gleich bis zu fünf Trupps im Innen­an­griff zur Brandbekämpfung und Men­schen­ret­tung vor­gehen. Zwei von der Gebäuderückseite über ein Fenster, drei wei­tere an der Vor­der­seite über das Erd­ge­schoss bzw. über einen Balkon im ersten Ober­ge­schoss.

Richtig erwies sich die Ent­schei­dung, die Dreh­leiter gleich zu Beginn sehr nah am bren­nenden Objekt zu posi­tio­nieren. Nur dadurch konnten die Ein­satzkräfte an das Fenster im zweiten OG gelangen und schließlich in letzter Minute eine Mutter und ihre drei Kinder retten. Dies geschah kurz bevor die Zim­mertür Hitze und Feuer nachgab und durch­brannte. Das Schlaf­zimmer der Mutter, aus dem alle Per­sonen gerettet wurden, war das ein­zige nicht kom­plett aus­ge­brannte Zimmer des Gebäudes.

Die Trupps im Innen­an­griff kämpften sich über vier Stock­werke in das Dach­ge­schoss vor, um das Feuer zu bekämpfen. Sehr schnell konnte das Feuer durch den mas­siven Innen­an­griff unter Kon­trolle gebracht werden. Die Stadt­werke und der Ener­gie­ver­sorger wurden verständigt, um das Gas abzu­stellen und das Gebäude stromlos zu machen. Im wei­teren Ver­lauf des Ein­satzes musste mit der Dreh­leiter noch Teile des Dachs abge­deckt werden, um die letzten Flammen zu bekämpfen. Die PSNV Gruppe kümmerte sich um Betrof­fene und Angehörige.

Foto: Dennis Mugler, HSt

Bericht der Polizei:

Aus bis­lang ungeklärter Ursache kam es heute gegen 08.15 Uhr im Erd­ge­schoß eines Rei­hen­mit­tel­hauses zum Aus­bruch eines Brandes, durch wel­chen das Gebäude weit­ge­hend zerstört wurde. Zum Zeit­punkt des Brand­aus­bru­ches befanden sich in dem Gebäude eine 27-jährige Frau mit ihren drei Kin­dern im Alter von 2, 5 und 7 Jahren. Die genannten Per­sonen erlitten schwere Rauch­gas­ver­gif­tungen und mussten zur sta­tionären Behand­lung in ein Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert werden. Der Sach­schaden an dem Wohn­haus dürfte nach ersten Einschätzungen etwa 200.000 Euro betragen. Zur Brandbekämpfung waren die Frei­wil­ligen Feu­er­wehren Neckar­sulm, Ober­ei­sesheim und Dahen­feld mit 11 Fahr­zeugen und 67 Feu­er­wehr­leuten im Ein­satz. Der Brand war etwa gegen 09.30 Uhr gelöscht.

Die Brand­er­mitt­lungen wurden mitt­ler­weile von der Kri­mi­nal­po­lizei Heil­bronn über­nommen.