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Tiefenbach verunreinigt

Einsatz der Feuerwehren Siegelsbach, Bad Rappenau und NeckarsulmGewässerverunreinigung am von Steffen Max, Feuerwehr Siegelsbach

Am späten Nach­mittag mel­dete ein Land­wirt einer Poli­zei­streife, welche sich in unmit­tel­barer Nähe befand, eine Ver­un­rei­ni­gung des Tie­fen­ba­ches. Dar­aufhin wurde der Fach­dienst Gewerbe und Umwelt der Polizei Heil­bronn verständigt. Dieser begab sich auf der Suche nach der Ursache für die schwarz­graue Ver­un­rei­ni­gung des Baches und wurde im Bereich des ehe­ma­ligen Bun­des­wehr Depots fündig.

Dar­aufhin wurde tele­fo­nisch die Führung der Feu­er­wehr Sie­gels­bach verständigt, nach einer ersten Sich­tung der Lage vor Ort wurden dann die Feu­er­wehren Sie­gels­bach und Bad Rap­penau mit dem Gefahr­stoffzug alar­miert - Stich­wort Gewässer­ver­un­rei­ni­gung.

Zu Beginn musste ein Kanal­zu­lauf und ein Schmutz­was­ser­sam­melbehälter abge­dichtet werden um eine wei­tere Ver­schmut­zung des Baches zu ver­hin­dern. Um das Ausmaß der Ver­un­rei­ni­gung fest­zu­stellen wurden ver­schie­dene Stellen ange­fahren sowie Was­ser­proben ent­nommen. Die Proben wurden mit pH-Indi­ka­tor­pa­pier und Öltest­pa­pier überprüft.

Da der Tie­fen­bach den Römersee in Bad Rap­penau-Zim­merhof mit Frisch­wasser ver­sorgt, wel­cher mit Fischen besetzt ist, wurde auch hier eine Probe ent­nommen. Eine Ver­schmut­zung des Was­sers konnte man hier noch nicht fest­stellen.

Im wei­teren Ein­satz­ver­lauf ent­schied man sich den GW-Mess des Land­kreises und den zuständigen Fach­be­rater Chemie (Dr. Sen­del­bach) der Feu­er­wehr Neckar­sulm hinzu zu ziehen. Nach einer Reihe von Mes­sungen konnte auch hier keine akute Gefahr für die Umwelt aus­ge­macht werden, aber die wei­tere Zusam­men­set­zung des Schmutz­was­sers blieb ein Rätsel. Um genaue Ergeb­nisse zu erhalten und eine Gefährdung für die Umwelt sicher aus­zu­schließen, trans­por­tierte man die zuvor ent­nom­menen Was­ser­proben zur Ana­ly­ti­schen Task Force (ATF) der Feu­er­wehr Mann­heim.

Auch die Suche nach der Her­kunft des ver­un­rei­nigten Was­sers gestal­tete sich sehr schwierig.

Um 2:00 Uhr wurde der Ein­satz der Feu­er­wehr zunächst beendet. Die Ver­schmut­zung des Tie­fen­ba­ches ver­schwand durch die Abdichtmaßnahmen nach und nach. Das Wasser floss wieder klar in Rich­tung Römersee.

Am frühen Sams­tag­morgen wurde in Absprache mit Bürger­meister Tobias Haucap das wei­tere Vor­gehen bespro­chen. Der abge­dich­tete Sam­melbehälter war über die Nacht voll­ge­laufen und das ver­schmutzte Wasser musste abge­pumpt werden.

Um 12:19 Uhr erfolgte erneut die Alar­mie­rung der Feu­er­wehr Sie­gels­bach mit dem Stich­wort Gewässer­ver­un­rei­ni­gung. Mit­tels einer Tauch­pumpe konnte das Wasser in einen in der Nähe befind­li­chen Tank umge­pumpt werden. Zur wei­teren Ursa­chenklärung wurde die Untere Was­serbehörde hin­zu­ge­zogen sowie eine Kame­ra­be­fah­rung des Abwas­ser­sys­tems durchgeführt.

Als mögliche Ursache für die Ein­lei­tung des Schmutz­was­sers in den Tie­fen­bach konnte ein Defekt an einer Pum­pen­steue­rung einer Hebe­an­lage aus­ge­macht werden. Die zuständigen Behörden haben die Ermitt­lungen auf­ge­nommen.