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PKW-Brand in Tiefgarage löst Großalarm aus

Einsatz der Feuerwehren Bad Friedrichshall, Neckarsulm und HeilbronnPKW Brand am von Kurt Semen, Feuerwehr Bad Friedrichshall

In einer Großgarage (Tief­ga­rage) mit meh­reren Hun­dert Stellplätzen im Kern des Stadt­teils Plat­ten­wald brannten zwei überein­ander (Dop­pel­parker) geparkte Autos. Der schwarze Rauch zog über die Lüftungsschächte ab und bil­dete eine rie­sige schwarze Rauch­wolke über dem gesamten Stadt­teil. Diese Wolke zeigte den anrückenden Feu­er­wehrkräften den Weg zur Ein­satz­stelle. Zum Teil zog der Rauch die über die Schleusen in die Trep­penhäuser der rundum ange­bauten Mehr­fa­mi­lienhäuer.

Auf­grund der unabschätzbaren Gefah­ren­lage und Gefährdung der Bewohner der anlie­genden Viel­zahl der Woh­nungen wurde vom Ein­satz­leiter bereits auf der Anfahrt die Alar­mie­rung der Abtei­lungen Dut­ten­berg und Unter­gries­heim und nach Ein­treffen an der Ein­satz­stelle eines Löschzugs der Feu­er­wehr Neckar­sulm, des mobilen Großlüfters und des Abrollbehälters Atem­schutz der Feu­er­wehr Heil­bronn ver­an­lasst.

Der Brand soll von dem in der unteren Ebene geparkten Fahr­zeug aus­ge­gangen sein. Bei diesem Fahr­zeug war nach Aus­sage des Eigentümers der Rückwärts­gang ein­ge­legt. Ver­mut­lich ent­wi­ckelte sich im Motor­raum des Fahr­zeugs ein Brand wel­cher durch einen Kurz­schluss den Anlasser in Gang setzte und das Fahr­zeug nach oben bewegte. Durch einen wei­teren Kurz­schluss über das ver­schmorte Kabel des Schlüssel­schal­ters, oder durch ein geplatzte Hydrau­lik­lei­tung wurde dann die Bühne, auf wel­chem ein wei­teres Fahr­zeug geparkt war, nach unten bewegt und klemmte das Fahr­zeug dar­unter ein.

Der Brand wurde von der Besat­zung des Löschzugs Bad Fried­richs­hall unter Ein­satz von zehn Atem­schutzgeräten gelöscht. Die beiden Abtei­lungen Dut­ten­berg und Unter­gries­heim unterstützten durch den Aufbau von Beleuch­tungsgeräten und Druckbelüftungsgeräten. Außerdem waren alle Trep­penhäuser und die Schleusen zur Tief­ga­rage aus den ein­zelnen angren­zenden Wohnhäusern zu kon­trol­lieren und zu besetzen um eine Kon­trolle bei den Belüftungsmaßnahmen zu gewährleisten.

Vom Rüstwagen wurde die Ein­satz­stelle im Außenbe­reich aus­ge­leuchtet. Die Besat­zung der Dreh­leiter über­nahm vor Ein­treffen des Mobilen Großven­ti­la­tors die Stel­lung von Drucklüftern und die Strom­ver­sor­gung für die Beleuch­tung in der Garage.

Der Löschzug Neckar­sulm über­nahm den Ein­satz­ab­schnitt in der Par­al­lel­straße zur Tief­ga­ra­gen­ein­fahrt. Hier waren ins­be­son­dere die aus den Woh­nungen geflüchteten Bewohner der Mehr­fa­mi­lienhäuser zu betreuen, Über­wa­chungen der Trep­penhäuser und Kon­trolle der Tief­ga­ra­genzugänge durchzuführen.

Zwei Per­sonen, welche sich zur Zeit des Brandes über das Trep­pen­haus des Gebäude­kom­plexes in die Tief­ga­rage begaben, mussten mit leichten Rauch­gas­ver­gif­tungen von der Notärztin behan­delt werden.

Im Bereich des Brandes wurde die Decke der Tief­ga­rage stark in Mit­lei­den­schaft gezogen. Außerdem wurden alle Wände und die rest­liche Decke sowie die in der Garage geparkten Fahr­zeuge zum Teil stark verrußt.

Die Ein­satz­lei­tung erfolgte über den Ein­satz­leit­wagen ELW 1 der Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall. Vom Ret­tungs­dienst waren zunächst ein Ret­tungs­wagen und später zwei Kran­ken­trans­port­fahr­zeuge, der Orts­verein des DRK und Helfer vor Ort ein­ge­setzt. Durch diese wurden auch die Ein­satzkräfte mit Warm­getränken ver­sorgt.

Der ent­stan­dene Sach­schaden dürfte sich auf 100.000 belaufen.