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Landkreis-Hochwasserzug in Ahrweiler im Einsatz

Einsatz der Feuerwehren Brackenheim und GüglingenHochwasser am von Marcel Karger, Feuerwehr Brackenheim

Am Mon­tag­morgen wurde vom Regie­rungspräsidium Stutt­gart ein Hoch­was­serzug aus dem Land­kreis Heil­bronn zur länderüberg­rei­fenden Hilfe im Kreis Ahr­weiler in Rhein­land-Pfalz ange­for­dert. Das Land­ratsamt Heil­bronn setzte dar­aufhin den Hoch­was­serzug aus Bra­cken­heim und Güglingen in Marsch.

Zusammen mit wei­teren Zügen aus Main-Tauber, Schwäbisch Hall und Hei­den­heim sowie einer Führungs­kom­po­nente aus dem Ost­alb­kreis ging es von der Lan­des­feu­er­wehr­schule in Bruchsal aus im geschlos­senen Ver­band zum Sam­mel­platz am Nürburg­ring.

Vom Nürburg­ring aus wurde man für erste Auf­gaben in der Nacht in die Bun­des­aka­demie für Bevölke­rungs­schutz und Zivile Ver­tei­di­gung des BBK nach Bad Neu­enahr-Ahr­weiler ver­legt, wel­ches dem Ver­band dar­aufhin auch als Unter­kunft diente.

Die erste Nacht wurde durch­ge­ar­beitet, um in abge­schnit­tenen Dörfern, die teil­weise nur per Boot oder Hub­schrauber zu errei­chen sind, Satel­li­ten­an­tennen zu instal­lieren. Diese dienen dazu, unabhängig von den Mobil­funk­netzen, freies Internet für die Bewohner zur Verfügung zu stellen.

Nach einer kurzen Ruhe­phase war man anschließend für zwei Tage im Orts­ge­biet Bad Neu­enahr unter­wegs und unterstützte dort auf vielfältige Weise. So half man beim Ausräumen von Schutt, beim Aus­pumpen von Kel­lern oder gab Rei­ni­gungs­hilfe für die Telekom um ihre Ver­teiler zu Rei­nigen, damit wo möglich schnell wieder eine Grund­ver­sor­gung auf­ge­baut werden kann.

Am späten Mitt­woch Nach­mittag wurde nach einer kom­pletten Nacht und zwei Tagen Tätig­keit die Heim­fahrt antreten.

Nach Rei­ni­gung der Ausrüstung konnte der Ein­satz für den Zug am Don­nerstag Nach­mittag beendet werden.

Wir sind absolut sprachlos im Hin­blick auf das Bild der Zerstörung. Es ist schlicht nicht in Worte zu fassen, was sich in der betrof­fenen Region zuge­tragen hat. Gleich­zeitig ist es bewun­derns­wert, mit wel­cher Tat­kraft und Gemein­schaft die Ein­wohner und alle anderen Helfer hier Hand in Hand arbeiten und den Mut offenbar nicht auf­geben. Was die Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen und frei­wil­ligen Helfer, aber vor allem die Anwohner selbst leisten ist mit Worten nicht zu beschreiben. Die Reak­tionen der Men­schen und viele Gespräche zeigen deren Dank­bar­keit und geben uns das Gefühl, einen Teil dazu bei­getragen zu haben, auf dem langen Weg zurück zur Nor­malität.