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Flammen schlagen aus dem Fenster

Einsatz der Feuerwehren Bad Friedrichshall und NeckarsulmGebäudebrand am von Feuerwehr Bad Friedrichshall

Mit dem Stich­wort Gebäude­brand mit Men­schen­leben in Gefahr am Fried­richs­platz in Bad Fried­richs­hall Kochen­dorf, wurde die Abtei­lung Bad Fried­richs­hall mit der Gefah­ren­ab­wehr­stufe 3 um 23.24 Uhr alar­miert. Auf­grund der ersten Mel­dungen der Inte­grierten Leit­stelle Heil­bronn ließ der Ein­satz­leiter bereits auf der Anfahrt die Abtei­lungen Dut­ten­berg und Unter­gries­heim nach­alar­mieren. Fünf Minuten nach der Alar­mie­rung traf das erste Fahr­zeug an der Ein­satz­stelle ein. Der Weg zum Brand­ob­jekt war für die anrückenden Kräfte durch die weit sicht­bare Rauchsäule leicht zu finden. Die Flammen schlugen eben­falls bereits aus dem Fenster. Auf­grund der älteren Bau­sub­stanz und der dichten Bebauung wurde vom Ein­satz­leiter vor­sorg­lich ein wei­terer Löschzug bestehend aus KDOW, LF20/16, DLK 23-12, und LF16/12 von der Feu­er­wehr Neckar­sulm alar­miert. Meh­rere Trupps unter Atem­schutz drangen zum Brand­herd vor bzw. suchten das Gebäude ab. Es wurde ver­mutet, dass sich noch Per­sonen im Gebäude befinden. Nach ca. 20 Minuten konnte die Rückmel­dung Feuer aus an die Leit­stelle abge­setzt werden. Der nach­ge­for­derte Löschzug war bis dahin in Bereit­stel­lung gewesen und konnte dann ohne Tätig­keiten wieder ent­lassen werden. In dem mehr­ge­schos­sigen Wohn- und Geschäfts­haus befindet sich im Erd­ge­schoss ein Laden­geschäft sowie im 1. Ober­ge­schoss ein Beklei­dungs­shop, wel­cher in einer ehe­ma­ligen Woh­nung ein­ge­richtet wurde. Auf der Rückseite befindet sich ein Anbau, wel­cher als Büro des Laden­geschäfts genutzt wird und eine Dach­ter­rasse für das obere Stock­werk mit eigenem Zugang über eine Bal­kontüre. Beim Ein­treffen der ersten Kräfte schlugen hier massiv die Flammen aus dem Fenster. Hinter den Schau­fens­ter­scheiben konnte eine starke Rauch­ent­wick­lung fest­ge­stellt werden. Das zuerst ein­ge­trof­fene HLF 20/16 führte mit einem Trupp unter Press­luft­atmer und unter Ein­satz der Wärme­bild­ka­mera einen Lösch­an­griff mit einem C-Rohr von außen über das Fenster durch. Mit der Dreh­leiter wurde eine Anlei­ter­be­reit­schaft auf­ge­baut, sowie ein Wen­de­rohr in Vor­be­rei­tung gebracht. Das Tanklöschfahr­zeug stellte die Was­ser­ver­sor­gung für die Dreh­leiter her und brachte einen wei­teren Trupp unter Press­luft­atmer und Wärme­bild­ka­mera im 1. OG zum Ein­satz. Nachdem schnell die Nut­zung des Gebäudes klar war, konnte man zügig fest­stellen, dass sich um diese Zeit keine Per­sonen mehr im Gebäude auf­hielten. Die beiden Löschgrup­pen­fahr­zeuge der Abtei­lungen unterstützen jeweils das HLF und das TLF mit Atem­schutzgeräteträgern und Geräten. Mit dem Hydropak und dem Kom­bigerät wurde die mit Metall­gitter ver­schlos­sene Bal­kontüre von außen geöffnet, um einen wei­teren Zugang zum Ober­ge­schoss zu bekommen. Herr Bürger­meister Dol­derer als Eigentümer des städti­schen Gebäudes sowie beide Pächter der Laden­geschäfte wurden von der Feu­er­wehr verständigt und zur Ein­satz­stelle bestellt. Nachdem alle Schlüssel vor­handen waren, konnte das kom­plette Gebäude noch­mals bis in den Dach­boden abge­sucht und kon­trol­liert werden. Hier wurden noch­mals meh­rere Trupps unter Atem­schutz ein­ge­setzt.. Par­allel zu den Löschar­beiten wurde mit meh­reren Drucklüftern der Brand­rauch aus dem Gebäude gepresst. Ins­ge­samt waren 3 C-Rohre, ein Wen­de­rohr sowie 8 Trupps unter Press­luft­at­mern im Ein­satz. Die Nachlöschar­beiten wurden von einem Trupp unter Fil­ter­masken und einer Wärme­bild­ka­mera durchgeführt. Eine Laden­ein­gangstüre sowie das durch­ge­brannte Fenster mussten durch die Feu­er­wehr mit einer Not­ver­scha­lung wieder ver­schlossen werden. Die Ein­satzkräfte wurden vom DRK Orts­verein mit Kaffee und Getränken ver­sorgt. Die letzten Fahr­zeuge rückten dann um ca. 02.00 Uhr ein.