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Ein Toter bei Scheunenbrand

Einsatz der Feuerwehren Bad Friedrichshall, Oedheim, Neckarsulm und HeilbronnBrand landwirtschaftliches Anwesen am von Medienteam, Feuerwehr Bad Friedrichshall

Mit dem Stich­wort „Brennt Wohn­mobil an einer Scheune“ wurde die Ein­satz­ab­tei­lung Bad Fried­richs­hall zu einem Aus­sied­lerhof im Stadt­teil Hagen­bach alar­miert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Ein­satzkräfte war eine starke Rauch­ent­wick­lung sichtbar, was den Ein­satz­leiter vom Dienst ver­an­lasse das Stich­wort auf „Brand land­wirt­schaft­li­ches Anwesen“ zu erhöhen, dies hatte eine umfang­reiche Nach­alar­mie­rung zur Folge. So wurden die Abtei­lungen Dut­ten­berg und Unter­gries­heim sowie im wei­teren Ver­lauf die Feu­er­wehr Oed­heim nach­alar­miert. Auf­grund der starken Rauch­ent­wick­lung wurde der Gerätewagen Mess­technik der Feu­er­wehr Neckar­sulm alar­miert und eine Nina War­nung für die Bevölke­rung über die Inte­grierte Leit­stelle ver­an­lasst. Beim Ein­treffen der Feu­er­wehr stand ein Wohn­mobil in Voll­brand, der Brand hatte bereits auf die unmit­telbar angren­zende Scheune welche als Lager für Holz und Stroh, sowie als Unter­stand für wei­tere Wohn­mo­bile und Anhänger diente über­ge­griffen. Von Pas­santen wurde dem Ein­satz­leiter mit­ge­teilt, dass sich im Wohn­mobil noch eine Person auf­halten könnte, diese wurde leider im Ein­satz­ver­lauf tot von den Ein­satzkräften auf­ge­funden. Eine Ret­tung der Person war wahr­schein­lich schon vor dem Ein­treffen der Feu­er­wehr nicht mehr möglich. Wie es zu diesem Unglück kam ist bisher ungeklärt, die Polizei hat die Ermitt­lung auf­ge­nommen. Da es sich bei dem Objekt um einen Aus­sied­lerhof han­delte und nur ein Unter­flur­hy­drant zu Verfügung stand, kamen als erste Löschwas­ser­ver­sor­gung die beiden Abrollbehälter Lösch der Feu­er­wehren Bad Fried­richs­hall und Neckar­sulm mit einem Gesamt­vo­lumen von 20.000 Liter Wasser zum Ein­satz. Auf­wendig und mit viel Man­power wurden zwei unabhängige Löschwas­ser­ver­sor­gungen aus öffent­li­chen Gewässern vom nah­ge­le­genen Kocher sowie dem staat­li­chen Obstgut Heuch­lingen auf­ge­baut. Hier kam der Was­serförde­rungszug Bad Fried­richs­hall, wel­cher sich aus den beiden Abtei­lungen Dut­ten­berg und Unter­gries­heim zusammen setzt zum Ein­satz und wurde von den Kame­ra­dinnen und Kame­raden der Feu­er­wehr Oed­heim unterstützt. Alle Schad­stoff­mes­sungen im Umfeld der Ein­satz­stelle und darüber hinaus ergaben keine gesund­heitsgefährdenden Werte, so dass die Nina War­nung auf­ge­hoben werden konnte. Nachdem der Brand weit­ge­hend gelöscht war, unterstütze die Feu­er­wehr bei der Ber­gung der Leiche und führte bis in die Nacht hinein Nachlöschar­beiten durch. Da auf einem Zwi­schen­boden der Scheune eine große Menge an Stroh gela­gert war und mitt­ler­weile auch dem Brand zum Opfer fiel, wurde das THW Wid­dern und Heil­bronn sowie ein Fach­be­rater Statik mit einem Bagger nach­ge­for­dert. Ebenso kam der Tele­skop­lader des Land­kreises Heil­bronn sowie ein wei­terer Lader des THW Wid­dern zum Ein­satz. Um das Stroh aus dem Gebäude bringen zu können, musste die mitt­ler­weile ein­sturzgefährdende Scheune teil­weise abge­rissen werden. Eine Brand­wache mit einem Löschfahr­zeug blieb bis in die Nacht an der Ein­satz­stelle und führte Nachlöschar­beiten durch. Über den ganzen Ein­satz­ver­lauf kamen 28 Trupps unter Atem­schutz, 6 C-Rohre, 2 B-Rohre, 1 Schaum­rohr sowie das Wen­de­rohr der Dreh­leiter zum Ein­satz. Um den erhöhten Bedarf an Atem­schutzgeräten sicher zu stellen, wurde der Abrollbehälter Atem­schutz der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn zur Ein­satz­stelle ange­for­dert. Ins­ge­samt 9 Pro­pan­gas­fla­schen wurden von der Feu­er­wehr aus dem Gefah­ren­be­reich gebracht und in ange­for­derten Fässern gekühlt. Der DRK Orts­verein sowie deren Bereit­schafts­arzt stellten die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung an der Ein­satz­stelle sicher. Glückli­cher­weise kam es zu keinen ver­letzten Ein­satzkräften. Ebenso ver­sorgte die Schnell­ein­satz­gruppe des DRK OV Bad Fried­richs­hall die Ein­satzkräfte mit Getränken und einem kleinen Imbiss. Zum Aufwärmen der Ein­satzkräfte stand der Abrollbehälter Auf­ent­halt des Land­kreises Heil­bronn zu Verfügung. Über meh­rere Stunden waren sämtliche Straßen um die Ein­satz­stelle für den kom­pletten Ver­kehr gesperrt.