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Chlorgasaustritt im Neudenauer Freibad

Einsatz der Feuerwehren Neudenau, Möckmühl, Neckarsulm, Bad Rappenau und SchwaigernGefahrgut am von Uwe Amann, Feuerwehr Neudenau

Um 23.24 Uhr wurde die Feu­er­wehr Neu­denau mit dem Ein­satz­stich­wort „Gefahr­gut­ein­satz“ nach Deit­ingen alar­miert.
Kurz zuvor hatte der Alarm der Chlor­gas­an­lage im Tech­nik­be­reich des Frei­bads ausgelöst. Der alar­mierte Betreiber verständigte dar­aufhin die Feu­er­wehr.

Die erst­ein­tref­fenden Ein­heiten aus Neu­denau kümmerten sich (gemäß der GAMS-Regel) darum, gemeinsam mit dem Betreiber die Gefahr zu erkennen und den Bereich um das Freibad großflächig abzu­sperren.

Eine Menschen­ret­tung war nicht nötig, da der anlie­gende Zelt­platz bereits eva­ku­iert war und die Gäste sich in sicherer Ent­fer­nung befanden. Spezi­alkräfte waren bereits mit­al­ar­miert. Ein Großauf­gebot an Feu­er­wehrkräften war aus dem Land­kreis unter­wegs nach Neu­denau: ein Rüstzug aus Möckmühl, der Gefahr­stoffzug aus Bad Rap­penau und die Mess­ein­heit aus Neckar­sulm, außerdem zwei Fach­be­rater „Gefahrgut“ bzw. „Chemie“.

Nach Ein­treffen der ersten Spe­zi­alkräfte gingen diese gemeinsam mit meh­reren Trupps, größten­teils mit umluft­unabhängigen Atem­schutzgeräten, teil­weise auch mit Che­mi­ka­li­en­schutzanzügen zum Tech­nik­raum vor. Hier konnte eine Leckage an einer Chlor­gas­fla­sche fest­ge­stellt werden.

In Absprache mit dem Fach­be­rater wurden im wei­teren Ver­lauf durch die Ein­satzkräfte fol­gende Tätig­keiten durchgeführt:

  • Ver­schließen der Leckage
  • War­nung der direkten Anlieger mit dem Hin­weis, in den Häusern zu ver­bleiben
  • Kon­trolle der Vieh­weiden in der direkten Umge­bung
  • Kon­trolle der Jagst auf Fisch­sterben auf­grund ein­ge­lei­tetem gebun­denem Chlor
  • Par­allel dazu wurden im Ein­satz­ab­schnitt „Gefahrgut“ ein Dekon-Platz auf­ge­baut, ein­satz­be­reite Kräfte gebündelt und die Tätig­keiten direkt im Tech­nik­raum koor­di­niert.

Nach bis­he­rigen Fest­stel­lungen war anschei­nend nur eine geringe Menge an Chlorgas aus­geströmt.

Somit konnte der Ein­satz erfolg­reich und vor allem ohne Per­so­nenschäden gegen 2.30 Uhr beendet werden.