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Brand in Schreinerei

Einsatz der Feuerwehr ObersulmExplosion oder Verpuffung am von Gustav Döttling, HSt

Schaden in unbe­kannter Höhe hat eine Ver­puf­fungs­explo­sion in Ober­sulm-Affalt­rach ver­ur­sacht. Beschädigt wurde eine 50 000 Euro teure Absaug- und Bri­ket­tier­an­lage für Säge- und Hobelspäne der Schrei­nerei Volk.

"Es war ein Rie­sen­knall und dann kam eine drei Meter lange Stich­flamme aus dem Blech­kasten",schil­dert Nach­barin Anna Kuder ihren ersten Ein­druck. Gemeinsam mit ihrem Sohn Jochen alar­mierte die Nach­barin um 11.40 Uhr die Feu­er­wehr.

Schrei­ner­ge­selle Joa­chim Bau­mann, der im Lackier­raum unter der Absaug­an­lage arbei­tete, reagierte schnell, als er einen Knall hörte und plötzlich alles voller Rauch war. "Ich habe sofort meinen Chef gerufen." Schrei­ner­meister Jochen Volk bekämpfte dann beherzt mit dem Feuerlöscher den Brand durch die Lüftungs­klappe. "Zum Glück hat das ganze Sicher­heits­system funk­tio­niert",ist Volk froh, dass sich bei der Ver­puf­fungs­explo­sion die Lüftungs­klappe vor­schriftsmäßig öffnete und den Druck ins Freie ent­wei­chen ließ. Mit dem Schre­cken kamen auch die Nach­barn davon.

Im Hof der Schrei­nerei hat inzwi­schen die Dreh­leiter der Ober­sulmer Feu­er­wehr Stel­lung bezogen. Aus einem recht­eckigen Metall­kasten unter­halb des Gie­bels im Werk­stattgebäude signa­li­siert dichter Rauch einen Brand unter dem Dach. Dort sind die Absaug- und Bri­ket­tier­an­lage für Säge- und Hobelspäne sowie das Spänesilo unter­ge­bracht. Am Montag stehen kurz vor zwölf Uhr das Löschfahr­zeug LF 8/6 und das 31 Jahre alte Tanklöschfahr­zeug der Ober­sulmer Wehr mit blin­kendem Blau­licht und brum­menden Pumpen auf der Post­straße. 18 Feu­er­wehrmänner bekämpfen den Brand in der Schrei­nerei.

Ret­tungs­as­sis­tent Thomas Frese hat Not­arzt Dr. Roland Helf­rich von der Ret­tungs­wache der Klinik Löwen­stein mit dem DRK-Ret­tungs­wagen zum Brandort gefahren. Die Helfer-vor-Ort-Gruppe des Ober­sulmer DRK-Orts­ver­eins sind mit ihrem Ein­satz­fahr­zeug her­bei­ge­eilt. Glückli­cher­weise ist nie­mand ver­letzt. Ober­sulms Poli­zei­pos­tenführer Dietmar Sonn­berger nimmt mit seiner Mann­schaft und einer Weins­berger Streife den Brand auf. Die Feu­er­wehrmänner rollen rote, gelbe und weiße Schläuche ver­schie­dener Stärke aus.

Feu­er­wehr­mann Harald Hohl bedient als Maschi­nist die Pumpe im LF 8/6 und öffnet die Ven­tile. Schnell füllen sich die Schläuche zum Atem­schutz­trupp im Korb der Dreh­leiter und zum Atem­schutz­trupp, der über eine Steck­leiter den Innen­an­griff vor­nehmen soll. Feu­er­wehr­mann Ste­phan Kress hat im Führer­stand der Dreh­leiter Platz genommen und manövriert seine Kame­raden im Arbeits­korb an die qual­mende Lüftungsöffnung heran. Mit einem C-Rohr spritzen die Atem­schutzträger im Korb in den qual­menden Schlund.

Ein Lüfter bläst Frisch­luft in die ver­rauchte Schrei­nerei. Schnell haben die Feu­er­wehr­leute das Feuer im Griff und helfen mit ihren Pumpen beim Absaugen des Löschwas­sers aus der Absaug­an­lage. "Die Mann­schaft des LF8/6 hat als Erstes die Sprink­ler­an­lage der Absaug­vor­rich­tung an die Was­ser­ver­sor­gung ange­schlossen",gibt Feu­er­wehr­kom­man­dant Michael Schep­perle Aus­kunft zum Ein­satz.

Mit der Wärme­bild­ka­mera unter­sucht Abtei­lungs­kom­man­dant Ger­hard Schenk das Gebäude. "Keine außergewöhnli­chen Tem­pe­ra­turen",stellt er nach den Löschar­beiten fest. "Ich ver­mute, ein abge­bro­chener Sägeblatt­zahn war die Ursache",sagt Jochen Volk.

Bild: Glimpf­lich aus­ge­gangen: Mit Hilfe der Dreh­leiter bekämpfte die Ober­sulmer Feu­er­wehr den Brand in der Schrei­nerei "Volks-Möbel". Wie hoch der Schaden ist, war ges­tern noch nicht bekannt. (Foto: Gustav Döttling)