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Brand in einem Zweifamilienhaus in Neuenstadt

Einsatz der Feuerwehr Neuenstadt a.K.Dachstockbrand am von Hartmut Schaffroth, Kommandant Feuerwehr Neuenstadt a.K.

Am Sams­tag­abend, den 22.02.2020 gegen 20:15 Uhr brach in einem zwei­ge­schos­sigen Wohn­haus in Neu­en­stadt ein Woh­nungs­brand aus. Zu diesem Zeit­punkt hielten sich eine Bewoh­nerin in der Erd­ge­schoßwoh­nung und ein 97-jähriger Mann im 1.OG auf. Laut Medi­en­be­richten benutzte der 97-jährige eine Heiz­decke, die zu brennen begann. Eigene Löschver­suche schlugen fehl, sodass sich er sich für meh­rere Minuten im ver­rauchten Bereich des Gebäudes befand und Brand­rauch ein­at­mete. Ein Angehöriger der Feu­er­wehr Neu­en­stadt, befand sich in der Nach­bar­schaft des bren­nenden Hauses und brachte lei­tete sofort die lebens­ret­tende Eva­ku­ie­rung aus dem Gebäude ein.

Die Alar­mie­rung der Feu­er­wehr erfolgte mit Stich­wort Dach­stock­brand, Men­schen­leben in Gefahr. Bei diesem Ein­satz­stich­wort werden neben der Abtei­lung Neu­en­stadt, die Abtei­lungen Cle­ver­sulz­bach und Stein/Kochertürn. Somit ist sicher­ge­stellt, dass in aus­rei­chender Anzahl Kräfte und Atem­schutzgeräteträger zur Verfügung stehen und auch die Führungs­gruppe besetzt werden kann.

Das Feu­er­wehr­haus der Abtei­lung Neu­en­stadt liegt nur ca. 250 m vom Brand­ob­jekt ent­fernt, daher traf der 1. Löschzug nach nur 5 Minuten am Brandort ein. Bei Ein­treffen schossen aus den Dachflächen­fens­tern und aus der Bal­kontüre schon ungewöhnlich hohe und inten­sive Flammen hervor. Später stellte sich heraus, dass sich in der Woh­nung eine Gas­fla­sche befand, die über das Sicher­heits­ventil das Gas abströmte und zum Glück nicht explo­dierte.

Die Brandbekämpfung erfolgte über 2 Trupps unter PA über das Trep­pen­haus ins 1. Ober­ge­schoss und ins Dach­ge­schoß und par­allel über den Balkon. So konnte sehr schnell der Haupt­brand gelöscht werden. Aber unter der in großen Teilen noch intakten Beda­chung brei­tete sich der Brand weiter aus, sodass die Ziegel vom Dreh­lei­ter­korb aus ent­fernt werden mussten um alle Brand­nester vollständig ablöschen zu können. Gleich­zeitig wurde von Innen die Holz­ver­scha­lung mit der Ret­tungssäge ent­fernt. An der Straße abge­wandte Seite des Gebäudes war der Zugang zum Dach nur mit­tels des Gelenk­arms der Dreh­leiter und über eine Schieb­leiter möglich. Die Nachlöschar­beiten konnten gegen 23:30 Uhr abge­schlossen werden. Da während des gesamten Ein­satzes meist nur unter PA gear­beitet werden konnte, wurden die in den Fahr­zeugen vor­handen Atem­schutzgeräte vollständig auf­ge­braucht, daher wurden aus dem GW-Atem­schutz Ersatzgeräte zur Verfügung gestellt. Eine Brand­wache blieb mit einem LF für etwaige Nachlöschar­beiten bis 7.00 Uhr am Sonn­tag­morgen vor Ort.