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13 Personen bei Wohnungsbrand verletzt

Einsatz der Feuerwehren Bad Friedrichshall, Bad Wimpfen und NeckarsulmWohnungsbrand am von Medienteam, Feuerwehr Bad Friedrichshall

Um 1:40 Uhr wurde die Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall mit dem Stich­wort „Woh­nungs­brand Men­schen­leben in Gefahr“ in die Bad Fried­richs­haller Sali­nen­straße von der Inte­grierten Leit­stelle Heil­bronn alar­miert. Auf­grund der Ein­satz­mel­dung wurden vom Ein­satz­leiter noch auf der Anfahrt zur Ein­satz­stelle die beiden Abtei­lungen Dut­ten­berg und Unter­gries­heim nach­alar­miert.

Beim Ein­treffen des Ein­satz­lei­ters vom Dienst stand die Woh­nung im 2. Ober­ge­schoss eines Mehr­fa­mi­li­en­hauses bereits im Voll­brand. Am Balkon war eine mas­sive Brand­ent­wick­lung sichtbar. Der Trep­pen­raum, wel­cher sich wie der Haus­ein­gang auf der rückwärtigen Seite des Gebäude­kom­plexes befand, war bereits vollständig ver­raucht und somit nicht mehr als Fluchtweg für die Bewohner geeignet. Während der Erst­erkun­dung des Trep­pen­raums, rannte eine Mutter mit ihrem beiden Klein­kin­dern durch den Brand­rauch direkt in die Arme des Ein­satz­lei­ters. Aus sämtli­chen Wohn­ein­heiten waren Hil­fe­rufe und Rauch­warn­melder wahr­nehmbar. Eine Viel­zahl an Bewoh­nern liefen hek­tisch und unter Schock ste­hend durch das ver­rauchte Trep­pen­haus.

Nachdem die beiden Kinder vom Ein­satz­leiter umge­hend ins Freie gebracht werden konnten, ver­an­lasste dieser eine umfang­reiche Nach­alar­mie­rung. Von den Feu­er­wehren Neckar­sulm und Bad Wimpfen, wurden jeweils zwei wei­tere Löschzüge sowie der ELW 2 des Land­kreises Heil­bronn zur Ein­satz­stelle ent­sandt. Eben­falls machte sich Kreis­brand­meister Bernd Halter auf den Weg nach Bad Fried­richs­hall. Von den beiden erst ein­tref­fenden Löschfahr­zeugen wurden umge­hend alle verfügbaren Trupps unter Atem­schutz mit 2 C-Rohren zur Men­schen­ret­tung und Brandbekämpfung ins Gebäude gebracht. Über die Bad Fried­richs­haller Dreh­leiter wurde ein Wen­de­rohr vor­ge­nommen. Die zweite Dreh­leiter aus Neckar­sulm stellte eine Anlei­ter­be­reit­schaft her. Von der Feu­er­wehr Bad Wimpfen wurde ein Atem­schutz­sam­mel­platz ein­ge­richtet. Von der Feu­er­wehr wurden ins­ge­samt 54 Bewohner aus dem Gebäude gerettet, davon 2 über die Dreh­leiter und 4 über trag­bare Lei­tern der Feu­er­wehr. Die geret­teten Per­sonen wurden in eine nahe­ge­le­gene Indus­trie­halle sowie den Abrollbehälter Auf­ent­halt gebracht und dort vom Ret­tungs­dienst und meh­reren Notärzten gesichtet und ver­sorgt. 11 Per­sonen erlitten eine leichte Rauch­gas­ver­gif­tung und mussten teil­weise ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert werden. Zwei Feu­er­wehr­leute wurden bei den Lösch- und Ret­tungsmaßnahmen ver­letzt, konnten das Kran­ken­haus aber kurze Zeit später wieder ver­lassen. Im wei­teren Ein­satz­ver­lauf wurden alle Woh­nungen mehr­fach abge­sucht und eine Über­druckbelüfung durchgeführt. In Zusam­men­ar­beit mit der Polizei und dem Haus­ei­gentümer mussten Not­ver­scha­lungen ausgeführt werden.

Gegen 5:30 Uhr konnten die Ein­satzkräfte die Ein­satz­stelle ver­lassen.