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Zugübung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Friedrichshall Zug 1

Bad Friedrichshallvon Michael Siegmann, Feuerwehr Bad Friedrichshall

Es ist nicht genug zu wissen - man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen - man muss auch tun.Johann Wolf­gang von Goethe

Arbeiten an der Hei­zungs­an­lage der Glück Auf Halle, führten am ver­gan­genen Montag zu einem Schwel­brand der inner­halb kürzester Zeit durch Sau­er­stoff­zu­fuhr zu einem aus­ge­dehnten Brand führte, wel­cher über die Außenfas­sade auf das Dach überg­riff. Ein auf dem Dach beschäftigter Mit­ar­beiter, einer eben­falls bei dem Objekt befind­li­chen Zim­merei, der auf dem Dach gefangen war, bemerkte den Brand und mel­dete ihn bei der Leit­stelle Heil­bronn unter dem Euro­notruf 112. Ein Mon­teur der Hei­zungs­firma die die War­tungs­ar­beiten im Heiz­raum ausführten galt zu diesem Zeit­punkt als ver­misst.

Gemäß der Alarm und Ausrückord­nung wurde ein kom­pletter Löschzug der Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall zur Ein­satz­stelle berufen. Die Dreh­leiter war zu diesem Zeit­punkt aller­dings erst auf der Rückfahrt von einer vor­her­ge­henden Ein­satz­stelle im Stützpunkt­be­reich, und hatte bedingt hier­durch eine längere Anfahrt.

Vor Ort bot sich dem Ein­satz­leiter dann noch das Pro­blem, das bedingt durch Arbeiten an der Was­ser­ver­sor­gung das kom­plette Hydran­ten­netz aus­ge­fallen war. Zudem wurde die Situa­tion, dass die Halle durch den Sport­verein voll belegt war nicht zwin­gend ein­fa­cher. Kur­zer­hand, lies der Ein­satz­leiter die Halle durch Feu­er­wehr­angehörige kon­trol­lieren und bewa­chen.

Nachdem der Mit­ar­beiter des Zim­me­rer­be­triebes aus dem Gefah­ren­be­reich auf einen anderen sicheren Teil des Daches gebeten wurde, wurde er vom Melder des Löschgrup­pen­fahr­zeuges LF8/6 betreut. Die wei­teren Kame­raden waren mit dem Aufbau einer Was­ser­ver­sor­gung aus dem benach­barten Sali­ne­ka­nals mit­tels Saug­schläuchen und der Feuerlöschkrei­sel­pumpe. Das Eben­falls vor Ort befind­liche Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug HLF 20/16 war bereits mit dem Innen­an­griff und der Suche nach dem ver­missten Mit­ar­beiter beschäftigt. Ausgerüstet mit einer Flucht­haube und der immens wich­tigen Flucht­haube, konnten Sie schon bald melden, dass der Mit­ar­beiter sich in einem sepa­raten Raum, der nicht vom Rauch beauf­schlagt war ver­schanzt hatte. Nachdem man dem Mann alles erklärt hatte, wurde er mit der Flucht­haube durch den Angriffs­trupp nach außen gebracht und dem Ret­tungs­dienst überg­eben. Durch die latente Gefahr für die städti­sche Heiz­zen­trale, bedingt durch den starken Ost­wind, ent­schied sich der Grup­penführer des HLF für den Ein­satz eines Hydro­schildes zur Rie­gel­stel­lung.

Der Brand war schnell unter Kon­trolle und war letzt­end­lich auch schnell gelöscht. Zum Abschluss führten wir noch die Druckbelüftung des Gebäudes durch, um die Halle rauch­frei zu bekommen.

Wir bedanken uns noch­mals bei den Sport­lern, die Verständnis für unsere Übung hatten und die leichten Störungen im Sport­be­trieb wohl­wol­lend dul­deten.

Ihre Frei­wil­lige Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall, in Notfällen Rund um die Uhr für Sie da!