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Zahlreiche Ehrungen bei der Neudenauer Hauptversammlung

Neudenauvon Uwe Amann, Feuerwehr Neudenau

Dass selbst ein Kom­man­dant, der seit 16 Jahren die Führung einer schlagkräftigen Feu­er­wehr inne hat, aus der Ruhe gebracht werden kann, zeigte Jörg Wagner aus Neu­denau am Wochen­ende. Zur Ehrung seiner 25jährigen Tätig­keit in der Neu­de­nauer Feu­er­wehr, davon die besagten 16 als Kom­man­dant, sowie für seine beson­deren Ver­dienste in dieser Posi­tion erschien spon­ta­ner­weise der baden-württem­ber­gi­sche Innen­mi­nister Rein­hold Gall. Während der Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Neu­denau ehrte er den Kom­man­danten sowie wei­tere Mit­glieder für 25- bezie­hungs­weise 40-jährige aktive Ein­satz­be­reit­schaft mit den ent­spre­chenden Ver­dienst­orden des Landes: Richard Poppe aus Rei­cherts­hausen (40 Jahre), Martin Eckert (Her­bolz­heim), Michael Schimpl (Neu­denau) sowie Joa­chim Wagen­blast aus Her­bolz­heim für jeweils 25 Jahre.

Auch mit wei­terem Lob sparte Gall nicht. Dass die Neu­de­nauer Wehr eine der ein­zigen im Land­kreis mit einer aktiven Sport­gruppe sei, emp­findet er als äußert lobens­wert. Die Fit­ness sei in jedem Ein­satz, vor allem aber auch bei den größeren, von hoher Bedeu­tung.

Sehr erfreut zeigte sich auch Kreis­brand­meister Uwe Vogel über den hohen Aus­bil­dungs- und Ausrüstungs­stand der Neu­de­nauer Kame­ra­dinnen und Kame­raden, die sich in der Sturm­feder-Halle hoch über Neu­denau zusam­men­ge­funden hatten. Er infor­mierte weiter über die Neue­rungen im Land­kreis Heil­bronn, wie die Umstel­lungen aus dem ver­gan­genen Jahr auf die digi­tale Alar­mie­rung sowie die Inbe­trieb­nahme der Inte­grierten Leit­stelle Heil­bronn. Außerdem wies er noch­mals darauf hin, dass in diesem Jahr alle digi­talen Mel­de­empfänger des Land­kreises noch­mals neu pro­gram­miert werden müssten, sobald der neue Ein­satz­leit­rechner in der Leit­stelle in Betrieb genommen wird.

Die Flo­ri­ansjünger hatten im ver­gan­genen Jahr viel zu tun. 21 Einsätze, davon ein Großbrand in der Neu­de­nauer Alt­stadt, wo schlim­meres ver­hin­dert werden konnte, sowie eine Großzahl an Übungen und sons­tigen Aktivitäten for­derten das Enga­ge­ment der Ein­satzkräfte.

Dass auch die Nach­wuchs­ar­beit einen hohen Stel­len­wert in der Stadt ein­nimmt, konnte der Jugend­feu­er­wehr­wart Daniel Beck ver­deut­li­chen. In den nächsten Monaten soll eine Kin­der­feu­er­wehr die Attrak­tivität der Wehr noch mehr stei­gern, dann können Kinder ab sechs Jahren in die Feu­er­wehr ein­treten. Dies sei auch nötig, im genügend Nach­wuchs für die Zukunft her­an­ziehen zu können. Da sind sich Kreis­brand­meister Vogel, Innen­mi­nister Gall sowie der Neu­de­nauer Bürger­meister Man­fred Hebeiß einig. Eine posi­tive Tat­sache war die Über­nahme von fünf Mit­glie­dern aus der Jugend­feu­er­wehr in die Ein­satz­ab­tei­lungen: Marc Dörflinger zur EA Sig­lingen, Fabian Kreß, Michael Schwarz und Martin Röser zur EA Her­bolz­heim, sowie Marcel Holder zu EA Neu­denau. Diese hohe Über­nah­me­zahl ist wichtig für die Ein­satz­be­reit­schaft der Wehr und zeigt die beson­dere Bedeu­tung der Jugendförde­rung in der Jugend­feu­er­wehr Neu­denau.

In einem wahren Wahl­ma­ra­thon wurde anschließend Jörg Wagner, der nun die Ehren­nadel des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes am Jackett tragen durfte, mit großer Mehr­heit für wei­tere fünf Jahre gewählt, ebenso sein Stell­ver­treter Franz Men­stell aus Her­bolz­heim. Weiter wurden die Mit­glieder des Feu­er­wehr­aus­schusses (Mat­thias Bauer, Alex­ander Kreß und Michael Poppe) sowie die Kas­senprüfer (Roland Schönleber und Helmut Rein­hart) aus den Reihen der Brandbekämpfer gewählt.

Bürger­meister Hebeiß lobte in hohem Maße die Tätig­keit der Flo­ri­ansjünger im ver­gan­genen Jahr. Beson­ders erwähnens­wert emp­fand er die Tat­sache, dass sich nach dem Großbrand in der Alt­stadt viele Mitbürge­rinnen und Mitbürger bei ihm mit lobenden Worten ein­ge­funden hatten, um die Arbeit der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr wert­zuschätzen. Selbst ehe­ma­lige Kri­tiker konnten so von der Arbeit über­zeugt werden. Dass in den nächsten Monaten und Jahren die Erwei­te­rung des Feu­er­wehr­hauses aus­steht, sei eine gute Sache. Lobens­wert sei auch die posi­tive Zusam­men­ar­beit der ein­zelnen Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen inner­halb als auch außerhalb der Stadt­grenzen im Rahmen der Gefah­ren­ab­wehr.

Mit Erin­ne­rungen an das Jahr­hun­dert­hoch­wasser im Dezember 1993, von dem ein Video über die Arbeit der Neu­de­nauer Wehr auf­ge­taucht war und gezeigt wurde, schloss die Haupt­ver­samm­lung.