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Wohnhaus in Mühlbach brennt nieder

Eppingenvon Steffan Maurhoff, HSt

Am Frei­tag­abend ist ein Ein­fa­mi­li­en­haus in Eppingen-Mühlbach völlig nie­der­ge­brannt. 100 Feu­er­wehr­leute waren im Ein­satz und konnten nur noch ver­hin­dern, dass die Flammen auf Nach­bargebäude überg­riffen. Die Bewo­henr des Brand­hauses konnten sich retten, ver­letzt wurde nie­mand.

Das Ent­setzen stand den Bewoh­nern des Anwe­sens in der Fran­ken­straße in Mühlbach ins Gesicht geschrieben. Vom Nach­bar­haus aus musste die dreiköpfige Familie, die das Anwesen erst vor wenigen Monaten bezogen hatte, mit ansehen, wie ihr Eigentum ein Raub der Flammen wurde. "Der Ein­satz war pro­ble­ma­tisch", urteilt Kreis­brand­meister Uwe Vogel, der ebenso wie Oberbürger­meister Klaus Holaschke und Orts­vor­steher Frieder Fundis an den Ort des Gesche­hens geeilt war. "Die Decke war vollständig mit Schiefer ver­schalt und konnte von uns weder von außen noch von innen geöffnet werden." Ver­letzt wurden die Haus­be­wohner nicht, doch Fundis sorgte sich, wie es nach dem Brand für sie wei­ter­gehen kann. "Ich habe mich bei der Familie erkun­digt, ob wir helfen können, ob die Familie eine Not­un­ter­kunft benötigt.

Bei Nach­barn unter­ge­bracht

Vorläufig kommen die Mühlba­cher bei Nach­barn unter. Von deren Grundstück aus musste die Familie hilflos mit ansehen, wie sich aus dem Dach­stuhl­brand ein Voll­brand ent­wi­ckelte. "Meiner Mei­nung nach ist das Haus ein Total­schaden", schätzte Kreis­brand­meister Vogel noch am Frei­tag­abend. "Wahr­schein­lich gab es einige Vor­brand­zeit, in der das Feuer im Dach­be­reich geglimmt hat, ehe der Brand aus­ge­bro­chen ist." Der böige Wind machte den mehr als 100 Feu­er­wehr­leuten zu schaffen. "Durch den Wind gab es einen starken Fun­ken­flug", so Vogel, "zudem stehen die Häuser hier sehr dicht anein­ander." Mit Rie­gel­stel­lungen ver­hin­derten die Wehr­leute ein Überg­reifen der Flammen auf die angren­zenden Gebäude. "Die Feu­er­wehr hat sich tak­tisch richtig ver­halten, die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den ein­zelnen Abtei­lungen hat sehr gut funk­tio­niert", beschei­nigte Vogel den Eppin­gern.

Neben der Kern­stadt­wehr und den Abtei­lungen aus sämtli­chen Stadt­teilen war auch ein Mate­ri­al­wagen der Berufs­wehr­wehr Heil­bronn vor Ort, der für den Nach­schub der Atem­schutz­fla­schen sorgte. Dem zur Brand­stelle geeilten Sta­tiker, der die Ruine von außen, oben und innen inspi­zierte, bot sich ein umfas­sendes Scha­dens­bild. Die Decken­kon­struk­tion war in sich zusam­men­ge­bro­chen, das gesamte Gebäude stark ein­sturzgefährdet.

"Die Bewohner werden das Haus nicht mehr betreten können", schätze Vogel, "aber auch wir können nicht mehr rein." So mussten die Glut­nester über die Dreh­leiter und von außen gelöscht werden. "Wir werden die ganze Nacht vor Ort sein, Brand­wache halten und die letzten Glut­nester löschen", kündigte Stadt­kom­man­dant Martin Kuh­mann an.

Bereits im ver­gan­genen Jahr war nur wenige Meter ent­fernt ein Wohngebäude ein Raub der Flammen geworden. "Auch damals war der Brand einen Tag vor der Hauptübung", erin­nerte sich Ord­nungs­amts­leiter Günter Brenner, der eben­falls zur Brand­stelle geeilt war. "Auch im letzten Jahr wollten wir die Hauptübung in Mühlbach abhalten, damals wie auch in diesem Jahr werden wir die Übung selbst­verständlich absetzen."

Der Sach­schaden wird auf ins­ge­samt etwa 450 000 Euro bezif­fert. Die Brand­ur­sache ist momentan noch unklar.

Bild: Franz Theuer