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Wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall

Schwaigernvon Stefanie Pfäffle, HSt

Mitt­woch­abend, 19.15 Uhr in Mas­sen­bach: Eine laute Sirene ertönt über dem Dorf. Nur wenige Minuten später braust das erste Löschfahr­zeug der örtli­chen Abtei­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr in den Hof der Firma Bässler Ver­pa­ckungs-Sys­teme. Die Flo­ri­ansjünger wissen, es ist nur eine Übung und trotzdem gehen sie mit Ernst­haf­tig­keit ans Werk. Das Ziel: wich­tige Erkennt­nisse für den mögli­chen Ernst­fall erhalten.

Erst seit einem halben Jahr werden hier in Mas­sen­bach Holz­ver­pa­ckungen her­ge­stellt. Viel Holz und ein ganzes Silo mit Spänen ein aus­bre­chendes Feuer fände hier reich­lich Nah­rung. Wir wollten uns des­wegen mit der Feu­er­wehr zusam­men­setzen, damit die sich vor Ort einen Über­blick ver­schaffen kann, erklärt Inhaber Marcus Bässler. Er sei offen für even­tu­elle Ver­bes­se­rungs­vor­schläge und froh, wenn die Wehr im Ernst­fall genau wisse, wo sie Wasser her­be­kommt oder wie sie in die Gebäude gelangt. Immerhin arbeiten hier täglich 15 bis 20 Mit­ar­beiter.

Notruf Diese werden heute von der Jugend­feu­er­wehr dar­ge­stellt, die sich mit 14 Mann im ver­qualmten Gebäude ver­teilt hat. Als Kom­man­dant Jürgen Kachel den Notruf absetzt, beginnt schnell das Piepen an den digi­talen Mel­dern. Doch etwas stimmt nicht, die Schwai­gerner werden nicht alar­miert, dort geht nur die Sirene los. Als die Mas­sen­ba­cher ankommen, sind die Schwai­gerner Führungskräfte immer noch nicht benach­rich­tigt. Nach ein paar Rückspra­chen dann das erlösende Piepen. Kachel: Das war jetzt auch eine wich­tige Überprüfung, ob es mit der neuen Leit­stelle klappt.

Nächstes Pro­blem: Der ange­zeigte Hydrant befindet sich hinter einem Zaun. Eine Tat­sache, die Bürger­meister Johannes Hauser später an seinen Was­ser­meister wei­ter­geben wird. Also muss Wasser aus dem ans Gelände angren­zenden Bach und aus dem Kanal­system geleitet werden. Beson­ders die aus Eppingen hin­zu­ge­holte Dreh­leiter braucht viel Nass.

Löschen Lei­tungen werden ver­legt, alles läuft rei­bungslos und schnell. Am Bach sind zwei Gruppen mit Pumpen im Ein­satz. Der Was­ser­stand ist relativ niedrig, immer wieder muss der Schlauch neu posi­tio­niert werden. An der offi­zi­ellen Löschwas­ser­stelle ist der Kanal ver­schlammt, die Männer klet­tern mit einer Schaufel nach unten. Kachels Erkenntnis: Im Sommer wird die Ver­sor­gung vom Bach ein Pro­blem werden, man sollte also einen Tank­wagen zusätzlich alar­mieren.

In der Zwi­schen­zeit sind die Atem­schutzträger im Gebäude und bergen die Opfer. Mit den Mas­sen­ba­cher Masken stimmt etwas nicht, aber die müssen wie nach jedem Ein­satz sowieso über­holt werden. Um 20.30 Uhr beendet Kachel die Übung mit den magi­schen Worten Feuer schwarz. Mit seinen Leuten ist er hoch­zu­frieden.

Bild 1: Die Was­ser­ver­sor­gung war ein zen­trales Thema der Übung. Foto: Ste­fanie Pfäffle

Bild 2 - 6: Foto: Feu­er­wehr Schwai­gern