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Vom Großbrand zum Festumzug

Heilbronnvon Bärbel Kistner, HSt

Einige der Feu­er­wehr­leute, die beim großen Fest­umzug in Hork­heim mit­mar­schieren, haben den Sonn­tag­morgen nicht mit einem gemütli­chen Frühstück begonnen, son­dern mit einem mehrstündigen Ein­satz beim Großbrand in der Böckinger Gar­ten­laube. Der hat nicht nur die Heil­bronner Berufs­feu­er­wehr vier Stunden lang in Atem gehalten. Die Abtei­lungen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren von Böckingen, Sont­heim und Heil­bronn waren eben­falls vor Ort.

"Die Hork­heimer wären nor­ma­ler­weise auch dabei gewesen, aber wir haben sie ver­schont", erklärt der Chef der Heil­bronner Berufs­feu­er­wehr, Eber­hard Jochim. Aus guten Grund: Der große Umzug aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Hork­heim ist der Höhepunkt eines ganzen Fest­wo­chen­endes, dass sehr viele Men­schen im Stadt­teil wochen­lang vorher beschäftigt hatte. Jung und Alt ist auf den Beinen, ob mitten im Festzug oder am Straßenrand.

1000 Aktive sind am Festzug betei­ligt, ob als Mit­wir­kende auf der Straße oder hinter den Kulissen, ganz Hork­heim ist auf den Beinen. Kin­der­gar­ten­kinder haben "bren­nende" Häuschen und Feu­er­wehr­helme gebas­telt, für die Grundschüler wurde alte Schulbänke auf­ge­trieben. Die Klein­tierzüchter sind mit einem Hasen- und Tau­ben­haus auf der Strecke. Land­frauen, zu Fuß unter­wegs, ver­teilen Äpfel und Flach­wi­ckel. Land­wirte steuern ein prächtiges Pfer­de­ge­spann durch die von 5000 Zuschauern gesäumte Hohen­loher Straße.

Posaunen- und Männer­chor, Schützen oder Hand­baller, Turner und Ten­nis­spieler, Reiter und Hun­de­sportler und sogar eine Rock­band − alle legen sich mächtig ins Zeug, um das Publikum zu unter­halten oder um selbst viel Spaß auf dem Wagen zu erleben. Der Bei­trag so vieler Ver­eine zum Geburtstag der Feu­er­wehr stehe für das Zusam­mengehörig­keitsgefühl im Stadt­teil und zeige, wie sehr Hork­heim von einem intakten Ver­eins­leben durch­drungen sei, freut sich Berufs­feu­er­wehr­mann Jochim.

Feu­er­wehr­autos und schmucke Uni­formen, auch das gibt es in Hork­heim natürlich reich­lich zu sehen. Für viele Frei­wil­lige Feu­er­wehren aus dem ganzen Umkreis ist der Jubiläumsumzug zudem eine will­kom­mene Gele­gen­heit, ihre Schätze an his­to­ri­schen Fahr­zeugen zu präsen­tieren. Fest­zugs­mo­de­rator und Feu­er­wehr­mann Nor­bert Wei­nert gerät ins Schwärmen über die vielen Pumpen- und Hydran­ten­wagen, Tanklöschfahr­zeuge und Rüstwagen und vor allem über die Feu­er­wehr­old­timer, die der Muse­ums­verein Neu­en­stadt mit­ge­bracht hat.

Den stell­ver­tre­tenden Leiter der Heil­bronner Feu­er­wehr holt der Alltag noch vor Ende des Umzugs ein: Achim Gruber muss zu einem Ein­satz bei einem schweren Ver­kehrs­un­fall bei Mas­sen­bach­hausen.

Beim Festakt zum großen Feu­er­wehr­jubiläum erin­nert Eber­hard Jochim an beson­ders wich­tige Einsätze der Hork­heimer Feu­er­wehr­leute, die im Alarm­plan der Heil­bronner Berufs­wehr fest ver­an­kert sind.

Bilder: HSt