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Treffen der Altersobmänner - "Wir brauchen Dich"

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Robert Hassis, Medienteam KFV Heilbronn

Wir brau­chen Dich, unter diesem Motto stand das Treffen der Obmänner der Alters­ka­me­raden im Kreis­feu­er­wehr­ver­band Heil­bronn. Der Obmann des Ver­bandes, Rein­hold Korb aus Bad Wimpfen hatte zum Jah­res­treffen in die Haupt­feu­er­wache nach Heil­bronn ein­ge­laden.

Im Rah­men­pro­gramm stellte der stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes, der Kom­man­dant der Feu­er­wehr Heil­bronn Eber­hard Jochim, die Feu­er­wehr Heil­bronn und die neue inte­grierte Leit­stelle vor.

Feu­er­wehr Heil­bronnDie Feu­er­wehr unterhält neben 9 Ein­satz­ab­tei­lungen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr mit ca. 300 Angehörigen die Berufs­feu­er­wehr mit 79 Ein­satz­be­amten, eine Jugend- und Alters­ab­tei­lung.

Zu den Son­der­ein­heiten gehören die Tau­cher-, Höhen­ret­tungs-, Fern­melde- und Führungs­gruppe sowie ABC Ein­heiten.

Das Ein­satz­auf­kommen der Feu­er­wehr bezif­ferte Jochim mit ca. 1.700 Einsätzen pro Jahr, davon seien 290 Brand­einsätze, ca. 1140 Hil­fe­leis­tungen und 270 Fehl­einsätze. Letz­tere sind auch eine Folge emp­find­li­cher und störungsanfälliger Brand­mel­de­an­lagen

ILS - Inte­grierte Leit­stelle

An einem einprägsamen Datum, am 13.12.11 wurde nach 17 Monaten Bau­zeit die neue inte­grierte Leit­stelle in Betrieb genommen.

Der Neubau steht auf dem Gelände der Haupt­feu­er­wache in Heil­bronn und wird von der Feu­er­wehr und dem Deut­schen Roten Kreuz im Ober­ge­schoss gemeinsam genutzt. Im Erd­ge­schoss stehen der Feu­er­wehr 12 Fahr­zeug­stellplätze zur Verfügung.

Träger der Inte­grierten Leit­stelle sind das Deut­sche Rote Kreuz und der Stadt- und Land­kreis Heil­bronn. Räumlich domi­nieren der eigent­liche Leit­stel­len­be­triebs­raum und der angren­zende große Führungs­raum das Ober­ge­schoss.

Pro Tag sind rund 1.500 Anrufe ent­ge­gen­zu­nehmen und zu bear­beiten. Gerade das DRK hat hohe Fall­zahlen, so sind in den Vor­mit­tags­stunden viele Kran­ken­trans­porte zu orga­ni­sieren. Ent­spre­chend besetzen tagsüber vier Mit­glieder des DRK und zwei Feu­er­wehr­angehörige die Arbeitsplätze. In den Abend- und Nacht­stunden wird in der Regel die Beset­zung ent­spre­chend redu­ziert.

Den Dis­po­nenten stehen sechs gleich­be­rech­tigte Arbeitsplätze zur Verfügung. Ein Arbeits­platz steht für die Gefah­ren­mel­de­an­lage und den Lage­dienstführer bereit. Ein wei­terer Arbeits­platz, ist ein gleich­be­rech­tigter Schu­lungs- und Aus­bil­dungs­platz. Letz­terer dient auch als Medi­en­platz bei Führungs­raum­be­trieb.

Bei Großscha­dens­lagen stehen fünf wei­tere klei­nere Arbeitsplätze im so genannten ANA-Raum (Abge­setzte Not­ruf­An­nah­meplätze) zur Notruf- und Ein­satz­an­nahme zur Verfügung.

Der Führungs­raum kann als Arbeits­raum zur stabsmäßigen Führung von Einsätzen und Ereig­nissen ins­be­son­dere bei Großscha­dens­lagen durch die Leit­stel­len­partner genutzt werden. Die Tech­nikräume beher­bergen die Ser­ver­an­lagen und die Gebäude­leit­technik. Durch eine Wärmerückge­win­nungs­an­lage wird die Abwärme der Server zur Hei­zung der Räumlich­keiten ver­wendet. Büro, Bespre­chungs- und Sozialräume (Küche, Umkleide, WC) ergänzen den Kom­plex.

In zwei Gruppen wurden die Obmänner von Nor­bert Wei­nert und Markus Wat­te­s­kind durch die Fahr­zeug­halle, Werkstätten und die neue inte­grierte Leit­stelle geführt.

"Die Zusam­men­ar­beit der Partner DRK und Feu­er­wehr funk­tio­niert her­vor­ra­gend", lobte Jochim die neue Part­ner­schaft. Beide Partner wurden im Feu­er­wehr- und Ret­tungs­dienst aus­ge­bildet und unterstützen und ergänzen sich in ihrer Arbeit.

Infos aus dem KFV

Der Obmann der Alters­ka­me­raden im Kreis­feu­er­wehr­ver­band Heil­bronn, Rein­hold Korb aus Bad Wimpfen begrüßte als Leiter der Ver­an­stal­tung die zahl­reich erschie­nenen Obmänner der Alters­ab­tei­lungen in den Gemein­de­feu­er­wehren, den Obmann der Alters­ka­me­raden im Lan­des­feu­er­wehr­ver­band Baden-Württem­berg Helmut Traut­wein aus Stein­heim/Murr und Lan­des­brand­di­rektor a.D. Ulrich Kortt aus Weins­berg

Mit­tei­lungen des Kreis­ob­mannes Korb in Kurz­fas­sung:

  • beim Post­ver­sand soll zukünftig pro Feu­er­wehr eine Ansprech­person ange­schrieben werden, die die Ein­la­dungen an die ein­zelnen Abtei­lungen/Alters­gruppen wei­ter­leitet.
  • Die 15. KFV-Zei­tung erscheint wie gewohnt Berichte und Fotos können ab sofort per Mail an Kamerad Robert Hassis gesendet werden
  • Der Aus­flug der Alters­ka­me­raden soll in 2012 nach Eber­stadt/Buchen zur Tropf­steinhöhle und zum Odenwälder Frei­land­mu­seum führen. Als Termin wird ein Werktag im Juni oder Juli geplant

Rein­hold Korb als Mit­glied im Aus­schuss des Feu­er­ehr­ho­tels am Titisee:

  • Das Feu­er­wehr­hotel im Schwarz­wald hat Per­so­nal­pro­bleme: Ins­be­son­dere Köche und Bedie­nungen fehlen. Des­halb soll das Restau­rant nach­mit­tags erst ab 14.00 Uhr geöffnet werden. Aus­nahmen seien bei Vor­anmel­dungen bei Gruppen (größer 20 Per­sonen) möglich.
  • Die Wochen­enden seinen gut aus­ge­lastet, ins­ge­samt beträgt die Aus­las­tung ca. 67 %. Um die Aus­las­tungs­quote weiter zu erhöhen sind wei­tere Ange­bote In Pla­nung, so soll ein Zimmer für Gäste mit Hunden ange­boten werden.

Poten­tial der Alters­mann­schaften

Zum Thema refe­rierte Helmut Traut­wein, Obmann der Alters­ka­me­raden im Lan­des­feu­er­wehr­ver­band (Foto 4)

Bekannt­lich bestehen die frei­wil­ligen Feu­er­wehren aus den drei Säulen Ein­satz­ab­tei­lungen-Jugend­feu­er­wehren und Alters­ab­tei­lungen.

In 42 Land­kreisen sind 28.500 Feu­er­wehr­angehörige in den Alters­ab­tei­lungen. In der Alters­gruppe zwi­schen 50 und 65 Jahren finden sich ca. 16.500 Mit­glieder. Dar­unter sind viele Meister, Tech­niker und Inge­nieure, sowie viele qua­li­fi­zierte Gruppen- und Zugführer. Ein beacht­li­ches Poten­tial, das weit­ge­hend unge­nutzt in den Feu­er­wehren schlum­mert.

Einer­seits werden Feu­er­wehrführungskräfte bei zuneh­mendem Per­so­nal­mangel mit vielfältigen Auf­gaben belas­test, ande­rer­seits findet sich qua­li­fi­ziertes Per­sonal in den Alters­ab­tei­lungen, das in vielfältige Auf­gaben ein­ge­bunden werden könnte.

Vor zwei Jahren wurden Ideenbörsen ins Leben gerufen, Kon­takte zum Lan­des­se­nio­renrat / Kreis­se­nio­renrat geknüpft, um Anre­gungen und Ideen zur Ver­bes­se­rung der Situa­tion zu erar­beiten. Als mögliche Bereiche, in denen man mit­wirken und unterstützen könne nannte Traut­wein fol­gende Bei­spiele:

  • Seminar Brand­schutz für Senioren Ver­halten bei Bränden in Pfle­ge­ein­rich­tungen und Alters­heimen
  • Unterstützung bei der Brand­schutz­er­zie­hung in Schulen und Kin­dergärten
  • Gesprächs-Bei­stand bzw. Unterstützung nach schweren Einsätzen
  • Lob­by­ar­beit / Mit­wir­kung bei der Öffent­lich­keits­ar­beit der Feu­er­wehren
  • Durchführung von Dienst­leis­tungen bei den Feu­er­wehren
  • Fahr- und Trans­port­dienste z.B. zur Atem­schutz­werk­statt
  • Mit­wir­kung bei Kon­troll- und Prüfar­beiten im Feu­er­wehr­haus
  • Unterstützung der Gerätewarte
  • Über­nahmen von Sicher­heits­wach­diensten

Das Innen­mi­nis­te­rium bereitet der­zeit einen ent­spre­chenden Leit­faden vor. Die Broschüre das auf dem Kon­zept des Arbeits­kreises der Lan­des­al­ters­lei­tung der Alters­feu­er­wehren basiert, soll am 19. April 2012 vor­ge­stellt werden.

Vor­sit­zender des Arbeits­kreises ist Lan­des­brand­di­rektor a.D. Ulrich Kortt aus Weins­berg, der in seinen ergänzenden Beiträgen auch auf not­wen­dige Ver­hal­tens- und Bewusst­seinände­rungen ver­wies. Er fasste die Pro­ble­matik mit dem Satz: "Wir brau­chen Dich" zusammen. Wenn es gelingt, die Ver­ant­wort­li­chen / Kom­man­danten zu über­zeugen, dass unge­nutztes Poten­tial sinn­voll ein­ge­bunden werden kann, wird die Aktion erfolg­reich sein. Dass die Einführung sol­cher Maßnahmen zeit­in­tensiv sind und deren Rea­li­sie­rung Jahre bean­spru­chen kann, ist den Ausführenden bewusst.

In der Dis­kus­sion wurden auch Pro­bleme bei der Wahl­be­rech­ti­gung ange­spro­chen. Dass viele recht­liche Frag­stel­lungen und Fragen zum Ver­si­che­rungs­schutz noch nicht beant­wortet sind, wurde eben­falls deut­lich. Ein Anfang ist gemacht der ange­spro­chene Leit­faden soll eine tragfähige Basis­ar­beit ermögli­chen. Inwie­fern regio­nale Semi­nare bzw. Schu­lungen an der Lan­des­feu­er­wehr­schule denkbar sind, wird die nahe Zukunft zeigen

Anmer­kung des Ver­fas­sers: Zur The­matik Mit­wir­kung der Alters­ka­me­raden wurde bei einer Ver­an­stal­tung des KFV vor einem Jahr ver­gleich­bare Aus­sagen getroffen.Ver­glei­chen Sie den Artikel: "Info­treff der Obmänner der Alters­ab­tei­lungen" von Robert Hassis vom 08.03.2011 auf der Inter­net­seite des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn.