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Tödlicher Motorrad-Unfall: Fahrer zu schnell

Nordheimvon Carsten Friese, HSt

Nach dem tödli­chen Motor­rad­un­fall bei Nord­heim am Freitag hat die Polizei wei­tere Erkennt­nisse. Der 27-jährige Motor­rad­fahrer hat kurz vor einer Einmündung zwei Autos über­holt und ist dabei offenbar ver­bo­te­ner­weise über einen Sperr­streifen und über die Abbie­ge­spur des Gegen­ver­kehrs gefahren. „Er war zu schnell“, sagte ein Poli­zei­spre­cher am Sonntag mit Ver­weis auf Aus­sagen der Auto­fahrer.

Nach dem Zusam­men­prall mit einem Golf, der die Lan­des­straße an der Einmündung über­querte, waren der Fahrer und die 21-jährige Bei­fah­rerin auf die Straße geschleu­dert worden. Die Frau starb im Ret­tungs­wagen. Der Fahrer wurde schwer ver­letzt ins Kran­ken­haus gebracht. Er sei noch am Leben, sagte der Poli­zei­spre­cher. Zum Zustand konnte er keine Aus­kunft geben.

Wei­tere Unter­su­chungen

Sach­verständige klären die Ver­meid­bar­keit des Unfalls. Fehler des Motor­rad­fah­rers sind offen­kundig. Es geht aber auch darum, ob der Unfall für die Golf-Fah­rerin ver­meidbar gewesen wäre. Die Frau hatte die Fahr­bahn fast schon über­quert und wollte in einen Feldweg ein­biegen, als das Motorrad in die hin­tere linke Seite des Wagens prallte.

Auf der Lan­des­straße 1106 waren die Zwei­rad­fahrer gegen 15 Uhr in Rich­tung Klin­gen­berg unter­wegs. Nach ersten Ermitt­lungen der Polizei pas­sierte der Unfall nach einem ris­kanten Über­holmanöver des Motor­rad­fah­rers an einer Einmündung Rich­tung Nord­heim. Dort war eine Golf­fah­rerin in die Lan­des­straße ein­ge­fahren und wollte danach in einen gegenüber­lie­genden Feldweg ein­biegen. Das Motorrad prallte auf die linke hin­tere Seite des Autos.

Fahrer und Sozia wurden auf die Fahr­bahn geschleu­dert, die am Unfallort mit Split­tern und Bruchstücken der Maschine übersät war. Noch an der Unfall­stelle ver­suchten Ret­tungskräfte, die 21-jährige Frau zu reani­mieren. Im Ret­tungs­wagen starb sie auf­grund schwerster Kopf- und wei­terer Ver­let­zungen.