QR-Code zur Seite

Reinhard Frank erhält seltene Auszeichnung

Eppingenvon Nicole Theuer, HSt

Es war ein beson­derer Augen­blick in der Mühlba­cher Bürger­halle. Zu Ehren von Rein­hard Frank, der vom Deut­schen Feu­er­wehr­ver­band das selten ver­ge­bene Gol­dene Ehren­kreuz erhalten hatte, erhoben sich die Feu­er­wehr­leute aus Eppingen und den Stadt­teilen, um dem Ehren­stadt­kom­man­danten lang anhal­tenden Bei­fall zu spenden. Frank, seit über 45 Jahren Mit­glied der Kern­stadt­wehr, war sicht­lich bewegt, denn die Führungs­spitze hatte die Ehrung bis zuletzt geheim gehalten.

Bescheiden "Ich weiß nicht, ob ich die Ehrung über­haupt ver­dient habe", so der Gründer der Eppinger Jugend­feu­er­wehr. Für ihn sei sein Enga­ge­ment immer selbst­verständlich gewesen. "Mit dieser Ehrung können wir die Lebens­leis­tung von Rein­hard Frank nur annähernd würdigen", so Rein­hold Gall, seit wenigen Monaten Vor­sit­zender des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn (KFV). "Er ist ein Feu­er­wehr­mann mit Leib und Seele, mit dieser Aus­zeich­nung können wir unsere Wertschätzung eini­germaßen ausdrücken." Frank ist das erste Mit­glied der Eppinger Wehr, das diese beson­dere Würdi­gung erhalten hat.

Gall konnte nicht nur Frank eine Ehrung ans Revers heften. Mühlbachs Abtei­lungs­kom­man­dant Bernd Rei­mold erhielt vom KFV-Vor­sit­zenden die bron­zene Feu­er­wehr­eh­ren­nadel ausgehändigt. "Wir legen bei Ehrungen gene­rell einen sehr strengen Maßstab an, bei uns kann man nicht ein­treten, passiv sein und dann eine solche Ehrung erhalten", ver­deut­lichte Gall in seiner Lau­datio. Den hohen Stel­len­wert der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren in der Kern­stadt und ihren Stadt­teilen unter­strich auch Oberbürger­meister Klaus Holaschke. Er sprach zahl­reiche Ehrungen für 25- und 40-jährigen aktiven Dienst aus und über­nahm 16 Jugend­liche per Hand­schlag von der Jugend­feu­er­wehr in den aktiven Feu­er­wehr­dienst.

Durch diese Verstärkung steigt die Zahl der Aktiven auf 321 Feuermänner und -frauen. Eppingen gehört mit dieser Stärke zu den größten Wehren im Land­kreis. 77 Jugend­liche, dar­unter elf Mädchen, bereiten sich in den Jugend­feu­er­wehren auf ihren Dienst bei den Aktiven vor. "Wir wollen die Jugend­ar­beit in diesem Jahr inten­si­vieren", kündigte Stadt­kom­man­dant Martin Kuh­mann an. Zukünftig wollen die ver­schie­denen Abtei­lungs­wehren, die über eine Jugend­feu­er­wehr verfügen, in einem Zwei-Wochen-Rhythmus mitt­wochs in Eppingen üben. "So können auch die klei­neren Abtei­lungen gute Übungen mit einem inter­es­santen Fuhr­park durchführen", so Kuh­mann.

Übungen Durch diese Zen­tra­li­sie­rung benötige man zukünftig weniger Jugend­aus­bilder als sonst. Einen wei­teren Vor­teil sieht das Kom­mando darin, "dass wir zukünftig zusammen für die Jugend­flamme und die Jugend­spange üben können." Davon ver­spricht sich die Lei­tung eine noch höhere Über­nah­me­quote in den aktiven Dienst.

Bild: Sel­tene Aus­zeich­nung:, Rein­hard Frank (links) nimmt aus den Händen des Kreis­ver­bands­vor­sit­zenden Rein­hold Gall das Gol­dene Ehren­kreuz des deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes in Emp­fang. (Foto: Franz Theuer)