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Polizei nimmt Brandstifter fest

Bad Friedrichshallvon Redaktion HSt

In Bad Fried­richs­hall-Unter­gries­heim hat es in der Nacht zum Samstag schon wieder gebrannt - zum vierten Mal inner­halb weniger Wochen. Diesmal stand ein Gar­ten­haus in Flammen. Die Polizei nahm einen 26-jährigen Tat­verdächtigen fest. Der in Unter­gries­heim wohn­hafte Mann räumte die Tat ein.

Täter am Brandort

Der mutmaßliche Brand­stifter schlug am frühen Sams­tag­morgen gegen 2.15 Uhr zu. Beim Ein­treffen der frei­wil­ligen Feu­er­wehr Unter­gries­heim stand das Gar­ten­haus in der Oberen Dorf­straße bereits in Flammen. Der mutmaßliche Täter hatte bei der Feu­er­wehr­leit­stelle selbst den Brand gemeldet. Er gab sich gegenüber den Poli­zei­be­amten am Brandort als Zeuge zu erkennen. Bei der ersten Befra­gung behaup­tete er, dass er einen Tat­verdächtigen weg­rennen sah und diesen noch kurz ver­folgt habe.

Widersprüche

Bei näherer Befra­gung ver­strickte er sich in Widersprüche und räumte ein, das Gar­ten­haus selbst angezündet zu haben. Die Polizei fand ein Feu­er­zeug in seiner Tasche. Der Unter­gries­heimer wurde dem Haft­richter vorgeführt und befindet sich in einer Haft­an­stalt.

Ob der junge Mann auch für drei andere Brände in seinem Hei­matort als Täter in Frage kommt, kann momentan noch nicht gesagt werden. „Dieser Fall wird beschleu­nigt bear­beitet“, sagt Staats­an­walt Harald Lustig.

Erst in der ver­gan­genen Woche gab es zwei Brand­stif­tungen. Ein katho­li­scher Kin­der­garten, eine Bau­firma und ein Scheune brannten vollständig ab (wir berich­teten). Es wurde nie­mand ver­letzt. Der Sach­schaden aller vier Brände beläuft sich auf zusammen ungefähr 100.000 Euro.

Kein Feu­er­wehr­mann

In Unter­gries­heim hat die Nach­richt von der Fest­nahme bereits am Samstag die Runde gemacht. „Ich habe davon beim Brötchen­holen erfahren“, berichtet Orts­vor­steher Klaus Schaffner. Eine Vor­ver­ur­tei­lung des Gar­ten­haus-Täters im Zusam­men­hang mit den anderen Brandfällen lehnt er ab. „Aber im Ort wäre man froh, wenn man wüsste, dass jetzt Ruhe herrscht.“ So viel steht fest: Der 26-Jährige ist kein Feu­er­wehr­mann.