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Nach Silozug-Unglück: L1096 wieder frei

Neudenauvon Adrian Hoffmann, HSt

Die Land­straße zwi­schen Neu­denau-Her­bolz­heim und Bad Fried­richs­hall-Unter­gries­heim ist ab sofort wieder frei­ge­geben. Nach Poli­zei­an­gaben müssen zwar noch etwa 50 Meter Leit­planken ersetzt werden, die Stelle wurde jetzt aber pro­vi­so­risch gesi­chert.

Mit­ar­beiter einer Kran­firma haben ges­tern Morgen den Auf­lieger des am Dienstag ver­unglückten Silo­las­ters aus den Bäumen über der Jagst geborgen. Eigent­lich sollten sie das schon in der Nacht auf Don­nerstag machen – hatten es aber aus Sicher­heitsgründen auf den nächsten Tag ver­schoben. Der Schnee­fall macht alles etwas kom­pli­zierter.

Umwege

In den umlie­genden Gemeinden ist die Erleich­te­rung nach drei Tagen Straßensper­rung groß. Vor allem Berufstätige mussten große Umwege in Kauf nehmen, um von ihrem Wohnort zum Arbeits­platz zu gelangen. Mit ein wenig Glück können sie Frei­tagfrüh wieder die gewohnte Strecke nutzen.Die Ber­gung des Las­ters, der wenige Meter ober­halb der Jagst in den Bäumen hing, hatte sich am Mitt­woch auf spek­takuläre Art verzögert. Ein spe­zi­eller Saug­druck­wagen, der zunächst den pulv­rigen Gips aus dem Unfall-Laster am Steil­hang über der Jagst pumpen sollte, hat selbst Total­schaden erlitten. Das Kuriose: Der Stahlbehälter des Hel­fer­fahr­zeugs wurde beim Saug­vor­gang quasi zusam­men­ge­faltet. Zusam­men­gedrückt wie eine Plas­tik­fla­sche, aus der Luft ent­zogen wird.

Mit einem zweiten Saug­druck­wagen wurden die 27 Tonnen Gips, die der Silo­laster geladen hatte, am Mitt­woch­abend aus dem ver­un­fallten Auf­lieger gepumpt. Rudi Zgaga und seine Kol­legen von der Kran­firma hoben den Auf­lieger mit viel Sorg­falt den Hang hinauf. Der Rest ist Auf­gabe des Abschlepp­dienstes.