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Nach Brandserie: Kripo sucht weiter nach Hinweisen

Bad Friedrichshallvon Redaktion HSt

Noch immer sucht die Kripo nach Hin­weisen zu den Brand­stif­tungen im Orts­teil Unter­gries­heim – auch nach der Ver­haf­tung eines 26-jährigen Mannes, der in der Nacht auf Samstag das Gar­ten­haus seiner Eltern angezündet hatte.

Viele Anwohner fanden in ihren Briefkästen in den ver­gan­genen Tagen einen gelben Hand­zettel der Polizei, in dem dazu auf­ge­for­dert wird, verdächtige Wahr­neh­mungen zu melden. Hierbei ist auch von einer ver­suchten Brand­stif­tung die Rede, die bis­lang noch gar nicht an die Öffent­lich­keit gelangt war: In der Nacht auf Don­nerstag – jene Nacht, in der auch die Scheune in der Hain­gasse brannte – ver­suchte jemand, das Ver­eins­heim der Agria-Freunde in Brand zu setzen.

Laut Orts­vor­steher Klaus Schaffner sei der Täter dilet­tan­tisch vor­ge­gangen. Zum einen habe er ein Taschen­tuch in die Ritze zwi­schen Holzläden gesteckt und angezündet, zum anderen habe er Zweige von einem Baum mit Papier anzünden wollen – beides schei­terte. „Wir Agria-Freunde hatten ja von Anfang der Brand­serie an Angst, dass es uns trifft“, sagt Schaffner, „das Ver­eins­heim ist abge­legen.“

Bei einigen Men­schen im Ort bleibt die Unsi­cher­heit, ob der ver­haf­tete Mann auch die anderen Brände gelegt hatte. „Manche trauen dem Frieden noch nicht“, so Schaffner. Doch er sei zuver­sicht­lich, dass es zu keinen wei­teren Bränden mehr kommt. „Ich bin froh, dass die Feu­er­wehr­leute jetzt mal wieder ein paar Nächte durch­schlafen können.“

Die Aus­wer­tung der Spuren sei noch nicht abge­schlossen, sagt Staats­an­walt Harald Lustig. Ein wei­ter­ge­hendes Geständnis des Mannes, der zuge­geben hatte, das Gar­ten­haus seiner Eltern ange­brannt zu haben, sei ihm nicht bekannt.