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Leistungsabzeichen: Bronze, Silber oder Gold im Blick

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Joachim Kinzinger, HSt

Klare Kom­mandos, keine Hektik. Grup­penführer Markus Kreß hat seine Truppe Ober­sulm I gut auf die Feu­er­wehr­leis­tungsprüfung in Nord­heim vor­be­reitet. Alles klappt: fik­tiver Lösch­an­griff, Ein­satz der Atem­schutzträger und Men­schen­ret­tung auf dem Gerüst. "Das war eine gute Übung mit mini­malen Feh­ler­punkten", bestätigt Schieds­richt­er­ob­mann Kurt Semen aus Bad Fried­richs­hall − ohne Zeit­pro­bleme. Im prak­ti­schen Teil ist Silber sicher. "Das hat gut geklappt", freut sich Kreß.

Auf dem Park­platz beim Sportgelände treten 32 Gruppen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren, dar­unter 30 aus Stadt- und Land­kreis Heil­bronn, an zwei Tagen an. Ihr Ziel heißt: Bronze, Silber oder Gold.

"Das ist eine Mann­schafts­leis­tung. Am schwächsten Glied hängt es",weiß Her­mann Jochim, Stell­ver­tre­tender Kreis­brand­meister aus Neckar­sulm. Er attes­tiert ein hohes Niveau: "Die Leis­tungen sind deut­lich besser als im ver­gan­genen Jahr." Semens Zwi­schen­bi­lanz fällt so aus: "Es wird genauer geschafft." Üben zahlt sich aus. "Es spricht für sich, dass alle gut vor­be­reitet kommen", meint Rein­hold Gall, Vor­sit­zender des Heil­bronner Kreis­feu­er­wehr­ver­bands.

Zeit­limit Fleißig hat auch Neu­en­stadt I geprobt. "Seit drei Monaten", sagt Grup­penführer Andreas Küstner. Sieben Minuten sind das Limit für Bronze. Den wachen Bli­cken der fünf Schieds­richter ent­geht nichts. Bloß keine Fehler machen, ruhig agieren. Aber zu langsam. Wenige Sekunden fehlen. Die Erfolgs­serie ist am Samstag gegen 10.45 Uhr gerissen. "Die erste Gruppe, die durch­ge­fallen ist", bedauert Semen. Ins­ge­samt schei­tern drei, die bald eine zweite Chance erhalten.

Rund 300 Feu­er­wehrmänner und -frauen sind in Nord­heim in Neuner-Teams dabei. "Wir sind gut drauf", ist Maschi­nist Robin Ullen­bruch aus Ober­sulm vor dem Start zuver­sicht­lich. 20 Übungs­ter­mine für Silber sind absol­viert. Ober­sulm I erweist sich als ziel­stre­bige, schnelle Truppe, auch wenn Grup­penführer Kreß bei der Prüfung das exakte Zeitgefühl fehlt: "Da habe ich einen Tun­nel­blick." Uner­bitt­lich sticht die Sonne auf den asphal­tierten Park­platz in Nord­heim. Völlig ver­schwitzt ist hin­terher auch Atem­schutzträger Stefan Krauth aus Ober­sulm: "Es war sehr warm." Schweißtropfen brennen in den Augen. Viel wich­tiger ist: "Alles hat geklappt."

Jugend­flamme Auf dem benach­barten Ten­nen­platz ist die Feu­er­ju­gend beim Leis­tungs­ab­zei­chen "Jugend­flamme" aktiv: 26 Teams aus der Region, die alle bestehen. 800-Meter-Lauf, Weit­sprung, Hin­der­nis­par­cours, Fach­wissen und Praxis sind gefor­dert. Beim Par­cours werden den vier Trägern einer Trage die Augen ver­bunden. Der Grup­penführer diri­giert sie beim Blind­spiel durch Hin­der­nisse. "Sie müssen sich blind auf ihren Grup­penführer ver­lassen", sagt Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart Knut Stein­bauer aus Steb­bach. Beim Schau­m­an­griff hat sich Nata­scha Beer aus Offenau um den Schaum gekümmert. Ihr Fazit: "Es ist gut gelaufen."

Bild 1: Beim soge­nannten Blind­spiel gehen die Jugend­li­chen durch einen Par­cours.Bild 2: Die Saug­lei­tung wird bei der sil­bernen Prüfung in Nord­heim schnell ver­legt. Hier wird das Wasser aus einem gefüllten Zuber abge­saugt. (Fotos: Guido Sawatzki)