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Kommandantentreffen des Bezirks IV Möckmühl-Neuenstadt in Roigheim

Möckmühlvon Feuerwehr Möckmühl

Das diesjährige Treffen der Feu­er­wehr­kom­man­danten des Bezirks IV Möckmühl-Neu­en­stadt, fand in Roig­heim, der nördlichsten Gemeinde dieses Bezirks im Land­kreis statt. Ca. 60 Per­sonen wurden von Uwe Thoma, Kom­man­dant der FF Möckmühl und Orga­ni­sator dieser Treffen, vor dem Roig­heimer Feu­er­wehr­haus begrüßt und in den Ablauf des Tages ein­ge­wiesen.

Der anwe­sende Bürger­meister Michael Grimm wurde hierbei herz­lich will­kommen geheißen und um einige Grußworte gebeten. Sehr gerne gab der Roig­heimer Schultes einen Über­blick über die der­zei­tige Situa­tion der Gemeinde, über das bereits Geleis­tete und was die Kom­mune für die Zukunft noch schul­tern möchte. Dabei ging er explizit auf die erst vor kurzem fertig gestellte Orts­durch­fahrt und den immer mehr „aus­ster­benden“ Orts­kern ein. Inter­es­sant war für die anwe­senden Führungskräfte sicher­lich auch, welche Pro­bleme für solch eine kleine Kom­mune immer wieder anfallen. Bürger­meister Grimm dankte aber auch den Führungskräften für deren ständigen Ein­satz und die Bemühungen um die Kame­rad­schafts­pflege.

Danach begann das Kom­man­dan­ten­treffen mit einer Bege­hung der neu gestal­teten Orts­durch­fahrt mit Erklärungen über die ein­zelnen Gebäude und zahl­rei­chen Brunnen. Im Gewann „Essig­berg“ ange­kommen, begann das nächste High­light dieses Tref­fens. Natur­schutz­wart Hans Zweig begrüßte die Gruppe und über­nahm die wei­tere Führung mit detail­lierten Erklärungen über die sich dort ent­wi­ckelte Flora und Fauna. Im Gewann „Hörnle“ konnte der enga­gierte Rentner voller Stolz die ersten Orchi­deen den begeis­terten Kom­man­danten und ihren Frauen zeigen. Zahl­reiche, von ihm erstellte Stützmauern aus ein­zelnen Steinen in Wein­berg­mau­er­ma­nier auf­ge­schichtet und von ihm mit einer Ein­sturz­ga­rantie von immerhin 3.000 Jahren ver­sehen, stützen die dahinter lie­genden Mager­wiesen, wo sich eine Viel­zahl sel­tener hei­mi­scher Pflanzen wieder einen neuen Lebens­raum erschaffen haben. Als auch noch das Gewann „Hin­terer Berg“ besich­tigt wurde, tat sich der Gruppe erst das ganze Ausmaß auf, was hier geleistet wurde, was aber auch noch an Arbeit anliegt.

Einen guten Abschluss fand man dann am, eben­falls von ihm wieder auf­ge­bauten, ehe­ma­ligen Kalk­ofen. Dort hatte die FF Roig­heim mit Bre­zeln und Erfri­schungen auf­ge­wartet. Hans Zweig, wel­cher für sein großes Enga­ge­ment bereits die Stau­fer­me­daille ver­liehen bekam, gab noch die letzten Erklärungen zu diesem Gebiet ab und erhielt für die knapp zweistündige Führung viel Applaus und ein Weinpräsent. Anschließend begrüßte der Roig­heimer Feu­er­wehr­kom­man­dant Nico Saur „seine“ Gäste auf das herz­lichste in Roig­heim will­kommen und lud, nach dem Rückmarsch, zu anschließendem Kaffee und Kuchen in das Feu­er­wehr­haus ein.

Nach dieser Stärkung stand bereits das nächste High­light an, nämlich die Besich­ti­gung der größten Firma am Ort, der Firma Pucaro, welche mit 350 Beschäftigten Elek­tro­iso­lier­stoffe her­stellt. In der Pucaro gab es eine Begrüßung und Ein­wei­sung durch den ver­ant­wort­li­chen Leiter der Werk­si­cher­heit, Herrn Czer­nuska. Danach wurden 3 Gruppen gebildet und durch das weitläufige Werk, in wel­chem rund um die Uhr und auch das ganze Jahr über, außer am 24.12. und am 1.1. gear­beitet und pro­du­ziert wird, geführt. Die Besich­ti­gung stellte sich als ein­ma­lige Gele­gen­heit für alle Anwe­senden heraus, kaum jemand wusste was und wie aufwändig hier pro­du­ziert wird. Fast alle aus der Gruppe kannten das Werk von innen über­haupt nicht. Auch hier dau­erte die Führung gute zwei Stunden an und die Gesell­schaft wurde anschließend mit einem Präsent ver­ab­schiedet. Auch hier erhielten die drei Führer ein Weinpräsent vom Möckmühler Kom­man­danten über­reicht, wel­cher noch darauf hin­wies, dass solch mit­telständi­sche Unter­nehmen in sol­chen Orten gebraucht würden, dass die Gemeinden nur mit sol­chen Arbeit­ge­bern über­leben können und, dass die Roig­heimer wohl wissen, was sie an „ihrer“. Pucaro haben. Immerhin wurde die Firma im Januar zum „Partner der Feu­er­wehr“ ernannt.

Danach standen bereits das Abend­essen sowie ein gesel­liger Abend an. Hierzu musste man aller­dings nach Möckmühl fahren, da ein Abend­essen mit solch einer großen Teil­neh­mer­zahl an diesem Termin in Roig­heim ein­fach nicht unter­ge­bracht werden konnte. Im dor­tigen „Württem­berger Hof“ bedankte sich Uwe Thoma noch­mals recht herz­lich bei allen Anwe­senden und for­derte die ein­zelnen Wehren auf, solch ein Kom­man­dan­ten­treffen auch irgend­wann einmal bei sich ein­zu­planen, wobei zumin­dest für die zwei kom­menden Jahre schon Bewerber da sind. So soll das Treffen 2011 in Lan­gen­bret­tach statt­finden und 2012 hat sich Wid­dern darum beworben. Somit scheint das Treffen ein Selbstläufer zu werden.

Der größte Dank galt aller­dings Nico Saur, der Roig­heimer Kom­man­dant hatte die Punkte für diese Treffen zusam­men­ge­stellt und der Zufrie­den­heit der Teil­nehmer war zu ent­nehmen, dass er dafür ein gutes Händchen hatte. Die Feu­er­wehr Roig­heim konnte sich ins rechte Licht rücken und auch Bürger­meister Grimm konnte seine Gemeinde den Kom­man­danten des nördlich Land­kreises vor­stellen. Nico Saur erhielt für seinen Auf­wand eben­falls ein Weinpräsent. Zum Abschluss in Möckmühl kam auch Rein­hold Gall, Vor­sit­zender des HNer Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes, hinzu. Auch er wurde vom Möckmühler Kom­man­danten herz­lich begrüßt und darum gebeten ein paar Worte an die Gesell­schaft zu richten, da ja immerhin am Nach­mittag das Treffen der Feu­er­wehr­frauen in Lauffen statt­fand. Rein­hold Gall zeigte sich sehr erfreut darüber, dass im nördli­chen Land­kreis solche Treffen abge­halten werden und, dass die Kame­rad­schaft dort und viel­leicht auch dadurch stimmt. Den anwe­senden Ehe­frauen, Freun­dinnen und Part­ne­rinnen erklärte er, dass sie immerhin den zweit­wich­tigsten Mann an ihrer Seite hätten, denn es gebe in jeder Stadt und in jeder Gemeinde kaum eine wich­ti­gere Person als den Feu­er­wehr­kom­man­danten. Dies war ein deut­li­ches Signal in Rich­tung der Frauen, ihre Männer auch zukünftig regelmäßig in den so wich­tigen Feu­er­wehr­dienst zu ent­lassen. Im Anschluss wurde bei einem guten Essen auch eine gute Kame­rad­schafts­pflege betrieben, bevor sich gegen Mit­ter­nacht die Ver­samm­lung so langsam auflöste und ein wieder einmal unver­gess­li­ches Kom­man­dan­ten­treffen zu Ende ging, bei wel­chem wirk­lich alles passte.

Ein herz­li­ches Dan­keschön ergeht an die Feu­er­wehr Roig­heim für die Aus­rich­tung dieses Tref­fens, an Bürger­meister Michael Grimm, wel­cher bis 19 Uhr bei den Feu­er­wehren anwe­send war, an Rein­hold Gall, unseren Vor­sit­zenden des KFV, wel­cher trotz einer Vor­ver­an­stal­tung noch zu uns kam, Herrn Hans Zweig, für die Führung durch das Natur­schutz­ge­biet, den drei Herren Czer­nuska, Gram­lich und Fahr­bach für eine inter­es­sante Werkführung in der Firma Pucaro sowie der Beleg­schaft des „Württem­berger Hof“ in Möckmühl, in wel­chen sich die Feu­er­wehrführungskräfte sicht­lich wohl fühlten.

Eine Bil­der­ga­lerie von diesem Treffen gibt es auf der Home­page, der Feu­er­wehr Möckmühl unter: www.feuerwehr-moeckmuehl.de