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Jubiläum 10 Jahre Frauengruppe - Feuerwehrhaus umgebaut in Bad Rappenau-Wollenberg

Bad Rappenauvon Axel Klumbach, Feuerwehr Bad Rappenau

Am Sonntag, den 31.10.2010 konnte das Feu­er­wehr­haus in Bad Rap­penau – Wol­len­berg nach gut 6 Monaten Bau­zeit wieder offi­ziell an die Feu­er­wehr­ka­me­ra­dinnen und Kame­raden überg­eben werden. Durch den Bau einer zusätzli­chen Gerätehalle konnte der vorher beengte und nicht mehr zeitgemäße Zustand in der eigent­li­chen Fahr­zeug­halle deut­lich ver­bes­sert werden. Aus­serdem war es durch die Baumaßnahmen möglich sowohl sepa­rate Sanitärräume wie auch getrennte Umkleideräume für Männer und Frauen zu schaffen. Die Bau­vor­schriften schreiben heut­zu­tage zwin­gend eine getrennte Unter­brin­gung von Beklei­dung und Fahr­zeugen vor um eine Gesund­heitsgefährdung für die Feu­er­wehr­angehörigen durch Abgase zu ver­meiden. Auf­grund der bau­li­chen Gege­ben­heiten des Gebäude­be­stands konnten mit dem vor­han­denen Etat nicht alle in die Zukunft rei­chenden Anre­gungen der Feu­er­wehr ver­wirk­licht werden.

Für die Feu­er­wehr Abt. Wol­len­berg bedeutet das umge­baute Feu­er­wehr­haus trotzdem ein Quan­ten­sprung zu den bis­he­rigen bau­li­chen und ein­rich­tungs­tech­ni­schen Gege­ben­heiten. Mit der Fa. Märklen GmbH + Co. KG aus Neckar­sulm konnte auch ein Sys­tem­lie­fe­rant als preisgünstiger Anbieter gefunden werden, der von den Feu­er­wehr­klei­der­spinden über die Büromöbel bis zu den Werkbänken und dem Werk­zeug alles aus einer Hand lie­fern konnte.

Die Abtei­lungs­wehr ver­suchte in enger Abstim­mung mit der Lei­terin des Hoch­bau­amtes, Frau Birgit Stadler, und Herrn Thomas Fröhlich vom Hoch­bauamt jeweils die bestmögliche Lösung für die Feu­er­wehr zu finden. Durch die zahl­rei­chen Stunden, die von der Abt. Wol­len­berg als Eigen­leis­tung mit in das Bau­vor­haben ein­ge­bracht wurden, konnte auch eine hohe Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Gebäude erreicht werden. Dies wird auch durch die detail­ge­treuen „Wand­ma­le­reien“ erkennbar wird. Ins­ge­samt ist zu hoffen, dass das umge­baute Gebäude zur wei­teren Ver­bes­se­rung der Moti­va­tion von den Feu­er­wehr­mit­glie­dern dient und das Gebäude so dann natürlich auch seinen Bei­trag zur Sicher­heit der Bevölke­rung leistet. Zusammen mit dem Umbau des Feu­er­wehr­hauses wurde auch der Zugang zur Ver­wal­tungs­stelle bar­rie­re­frei gestaltet und in einem neu gewon­nenen Raum wurde eine zum Bürger­saal gehörenden Küche ein­ge­richtet, die der Feu­er­wehr als Räumlich­keit zur Pflege der Kame­rad­schaft zu Verfügung steht.

Gleich­zeitig mit der Übergabe des umge­bauten Feu­er­wehr­hauses stand auch ein Jubiläum auf der Tages­ord­nung. Die Frau­en­gruppe der Abt. Wol­len­berg konnte auf ein 10-jähriges Bestehen zurückbli­cken. Im Jahr 2000 wurde ein gebrauchtes Löschfahr­zeug LF8/6 an die Abtei­lungs­wehr überg­eben. Bereits zu dieser Zeit war es dem dama­ligen Abt.-Kmdt. Erwin Wagen­bach ein Anliegen die Tages­verfügbar­keit der Feu­er­wehr zu ver­bes­sern. Durch seine persönliche Ansprache konnte er inner­halb weniger Tage ins­ge­samt 10 Frauen für den Dienst in der Feu­er­wehr gewinnen. 9 Frauen sind heute noch bei der Abtei­lungs­wehr aktiv. Sie haben alle wich­tigen Aus­bil­dungen absol­viert und sind als gleich­wer­tige Mit­glieder der Feu­er­wehr zu sehen.

Zur Eröffnung vom offi­zi­ellen Teil konnte Abt.-Kmdt. Harald Scholz den Vor­sit­zenden des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn, Herr MdL Rein­hold Gall begrüßen. In Ver­tre­tung von Oberbürger­meister Hans-Heri­bert Blättgen konnte er dessen Stell­ver­treter Willi Frey­meyer will­kommen heißen. Ebenso rich­tete er einen Will­kom­mensgruß an die anwe­senden Mit­glieder (Erwin Wagen­bach, Rüdiger Auer, Gundi Störner, Gabriele Zim­mer­mann, Franz Fleck) des Gemein­de­rates. Aus­serdem konnte Abt.-Kmdt. Harald Scholz in Ver­tre­tung von KBM Uwe Vogel dessen Stell­ver­treter Heiner Schiefer aus Lauffen seinen Will­kom­mensgruß ent­bieten. Mit Frau Birgit Stadler (Hoch­bauamt) und Herrn Roland Deutsch­mann (Ord­nungsamt) konnte er 2 Amts­leiter der Stadt­ver­wal­tung herz­lich begrüßen. Des wei­teren begrüßte er alle benach­barten Feu­er­wehren mit den jewei­ligen Kom­man­danten und die Abt.-Wehren von Bad Rap­penau, angeführt von Kom­man­dant Felix Mann.

Als erster Redner beglückwünschte MdL / KFV-Vor­sit­zender Rein­hold Gall die Abt.-Wehr zu dem umge­bauten Gebäude. Er nannte den frühen Schritt zur Ver­bes­se­rung der Tages­verfügbar­keit vor­bild­lich. Ins­be­son­dere die Frau­en­gruppe wird er zukünftig als Para­de­bei­spiel anführen, liegt hier doch Wol­len­berg bei der Frau­en­quote deut­lich über dem Schnitt des Landes Baden-Württem­berg. Er zollte aus­serdem der Frau­en­gruppe Respekt, dass sie die seit­he­rigen bau­li­chen Gege­ben­heiten über diese 10 Jahre ertragen haben. In Ver­tre­tung von OB Blättgen über­brachte Willi Frey­meyer die besten Glückwünsche von Stadt­ver­wal­tung und Gemein­derat. Den Kame­ra­dinnen der Frau­en­gruppe übergab er einen Zinn­teller der Gemeinde und dankte ihnen für das erbrachte Enga­ge­ment und hofft weiter auf ihre Mit­wir­kung unter den deut­lich ver­bes­serten Rah­men­be­din­gungen. Kom­man­dant Felix Mann erin­nerte in seinem Grußwort an die Pflicht­auf­gabe einer Gemeinde, der Unter­hal­tung einer Feu­er­wehr. Hierzu gehört neben der zeitgemäßen Aus­stat­tung natürlich auch die den gängigen Richt­li­nien ent­spre­chende Unter­brin­gung der Aus­stat­tung. Aus­stat­tung und Unter­brin­gung, sprich der Brand­schutz und die Hil­fe­leis­tung, funk­tio­nieren nur, wenn wir weiter Mit­glieder finden die sich ehren­amt­liche enga­gieren und ihre Frei­zeit für die Gemeinde, zur Sicher­heit unserer Mitbürge­rinnen und Mitbürger, opfern. Aus­serdem erin­nerte Kom­man­dant Felix Mann auch an die wei­terhin immer wieder durch bau­liche Verände­rungen anste­henden Ver­bes­se­rungen in den Feu­er­wehrhäusern im Stadt­ge­biet Bad Rap­penau.

In seinem Schluss­wort bedankte sich Abt.-Kmdt. Harald Scholz bei den Gästen für ihr Kommen und die Grußworte. Der Frau­en­gruppe übereichte er zum Schluss einen Gut­schein, finan­ziert aus der Kame­rad­schafts­kasse, für einen gemein­samen Aus­flug. Im Anschluss an den offi­zi­ellen Teil war der Mit­tags­tisch reich­lich gedeckt und bei Kaffee und Kuchen konnten sich auch die Wol­len­berger Bürger ein Bild von den neuen Räumlich­keiten machen.