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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Rappenau

Bad Rappenauvon Axel Klumbach, Feuerwehr Bad Rappenau

Zahlen und Fakten

Die Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Feu­er­wehr Bad Rap­penau stand ganz im Zei­chen der Ver­ab­schie­dung von Kom­man­dant Wil­helm Bödinger und seinem Stell­ver­treter Bernd Gug­golz.

Wie bereits berichtet, wurden beide für ihre 26- bzw. 16-jährige Amts­zeit mit zahl­rei­chen Ehrungen bedacht. Oberbürger­meister Blättgen erwähnte, dass diese lange Zeit im Ehrenamt heute durchaus nicht mehr selbst­verständlich ist. Die Feu­er­wehr Bad Rap­penau mit allen Abtei­lung ist dankbar weiter auf das Wissen und die Erfah­rung beider Kame­raden zugreifen zu können, sind sie doch bereit, sich weiter für die Feu­er­wehr zu enga­gieren. Die ehren­amt­liche Leis­tung aller Feu­er­wehr­ka­me­raden wird auch durch die nach­fol­genden Zahlen und Fakten belegt.

Die Feu­er­wehr Bad Rap­penau ist auf einer Mar­kungsfläche von 73,5 km2 für die Sicher­heit von 20.528 Mitbürge­rinnen und Mitbürgern und deren Sach­werten ver­ant­wort­lich. Durch die wach­sende Zahl der sich ansie­delnden Indus­trie­be­triebe in B.R. muss sich auch hier die Feu­er­wehr ständig neuen Her­aus­for­de­rungen stellen. Dies ist nur mit einer 365 Tagen jeweils 24-stündigen ehren­amt­li­chen Ein­satz­be­reit­schaft möglich. Auch über die Mar­kungsfläche hinaus wird Über­land­hilfe für die umlie­genden Gemeinden (Kirchardt, Sie­gels­bach, Hüffen­hardt) geleistet. Aus­serdem sind wir, die Feu­er­wehr Bad Rap­penau im Rahmen der Über­land­hilfe für den kom­pletten nördli­chen Land­kreis ober­halb der A6 mit dem Gefahr­gutzug zuständig.

Gegenüber dem Lan­des­trend blieb die Zahl der Kame­raden der Ein­satz­ab­tei­lung in Bad Rap­penau mit 270 (251 männl. / 19 weibl.) nahezu unverändert. Die Zahl der Jugend­feu­er­wehr­mit­glieder konnte weiter gestei­gert werden und befindet sich mit ins­ge­samt 96 Mit­glie­dern (88 männl. / 8 weibl.) auf einem guten Niveau. Diese kon­stant hohe Mit­glie­der­zahl ist ein Beleg für die gute und abwechs­lungs­reiche Jugend­ar­beit der Jugend­feu­er­wehr­warte und den Betreuern in den Abtei­lungen. Auch die Mit­glie­der­zahl der Alters­mann­schaft bleibt kon­stant. Hier treffen sich 75 Mit­glieder in den jewei­ligen Abtei­lungen und sind auch zu gemein­samen Aktivitäten unter­wegs. Dies zeugt von einer guten Kame­rad­schaft auch über die aktive Dienst­zeit hinaus. Trotz dieser guten Per­so­nal­bi­lanz müssen von Feu­er­wehr, Stadt­ver­wal­tung und Gemein­derat wei­tere Anstren­gungen unter­nommen werden um dieses Ehrenamt auch in Zukunft für junge Kame­raden inter­es­sant zu gestalten, damit wir weiter gegen den Lan­des­trend ankämpfen können. Ins­ge­samt wurden 2008/2009 in Bad Rap­penau 8 Lehrgänge (Trupp­mann I/II, Truppführer, techn. Hil­fe­leis­tung, Sprech­funker) durchgeführt. Diese Lehrgänge wurden mit Aus­bil­dern der Feu­er­wehr Bad Rap­penau für Feu­er­wehr­angehörige des Land­kreises, sowie für eigene Kräfte durchgeführt. 11 ver­schie­dene Lehrgänge wurden von Kame­raden inner­halb des Land­kreises Heil­bronn besucht und 9 ver­schie­dene Lehrgänge wurden an der Lan­des­feu­er­wehr­schule in Bruchsal absol­viert. Was im Berufs­leben gilt, hat auch in der Feu­er­wehr seine Gültig­keit: Nur wer sich ständig fort­bildet, kann morgen noch mit­reden und aktiv ein­greifen. Die Aus- und Fort­bil­dung und die Übungen ermögli­chen einen wir­kungs­vollen Ein­satz der Feu­er­wehr­frauen und –männer und redu­zieren die Gefahr von Unfällen im Feu­er­wehr­ein­satz. Dabei fördert der kame­rad­schaft­liche Umgang den Team­geist und nimmt so selbst dem schlimmsten Ein­satz den Schre­cken. Viele Kame­ra­dinnen und Kame­raden haben in den zwei ver­gan­genen Jahren die Möglich­keit zur Aus- und/oder Wei­ter­bil­dung genutzt. Für ihre Bereit­schaft hierzu einen herz­li­chen Dank allen Lehr­gangs­teil­neh­mern, den Aus­bil­dern, Übungs­lei­tern und Aus­bil­dungs­hel­fern. Ins­ge­samt wurden 18 Kame­raden für 25- bzw. 40 Jahre aktive Dienst­zeit mit den Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Silber bzw. Gold geehrt.

Im November 2008 wurde die neue Dreh­leiter “DLK 23/12GL-T CS“ offi­ziell in Dienst gestellt. An dieser Stelle ein Dank an die Stadt­ver­wal­tung und den Gemein­derat für die Bereit­stel­lung der finan­zi­ellen Mittel. Auf­grund der Technik ergeben sich mit diesem Hub­ret­tungs­fahr­zeug ganz andere Ein­satzmöglich­keiten. Aller­dings waren für die Bediener auch viele Stunden zusätzli­cher Übungs­zeit not­wendig, um sich mit dem neuen Gerät ver­traut zu machen. Mit der Beschaf­fung dieser Dreh­leiter wurde ein erster Schritt ein­ge­leitet, um den mitt­ler­weile ein­ge­tre­tenen Beschaf­fungs­stau zu redu­zieren und die Feu­er­wehr Bad Rap­penau mit dem Hub­ret­tungsgerät auf einen zeitgemäßen tech­ni­schen Stand zu bringen. In den fol­genden Jahren stehen wei­tere Eratz­be­schaf­fungen an. Es sind der­zeit Fahr­zeuge im Ein­satz, die von über 26 Jahren Ein­satz­dienst deut­lich gezeichnet sind. Ins­ge­samt wurden Per­sonal und Fahr­zeuge aller Abtei­lungen zu 121 (2008) und 127 (2009) Einsätzen gerufen. Hierbei han­delte es sich um 41 / 31 (2008/2009) Löscheinsätze und 80 / 96 (2008/2009) Einsätzen zur tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung. Nur gut aus­ge­bil­dete und moti­vierte Feu­er­wehr­ka­me­raden können mit Unterstützung zeitgemäßer Ausrüstung, tech­ni­scher Geräte und Fahr­zeuge die Pflicht­auf­gabe der Gemeinde (Sicher­stel­lung des Brand­schutzes und der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung) erfüllen. Alle vor­ge­nannten Zahlen lassen unschwer erkennen, welche zeit­liche Belas­tung hierbei den ehren­amt­lich tätigen Feu­er­wehr­ka­me­raden ent­steht, um den Grund­satz “Unsere Frei­zeit für Ihre Sicher­heit“ mit Leben zu füllen und nach Außen wirken zu lassen. Den­noch kann dieses zeit­in­ten­sive ehren­amt­liche Enga­ge­ment nur mit einem breiten Rückhalt in den Fami­lien und der Unterstützung der Arbeit­geber funk­tio­nieren. Auf diesem Wege wollen wir uns bei allen Fam­li­en­mit­glie­dern und Betei­ligten bedanken. Auch würden wir uns freuen, neue Gesichter in unseren Abtei­lungen begrüßen zu dürfen.