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Immer noch auf der Suche

Bad Rappenauvon Elfi Hofmann, HSt

Ver­wal­tung führt weiter Gespräche mit Grundstücks­ei­gentümern für ein neues Feu­er­wehr­haus in der Kern­stadt

Man kann es schon lange nicht mehr leugnen: Das Feu­er­wehr­haus in der Bad Rap­pen­auer Kern­stadt ist völlig aus der Zeit gefallen, ein Neubau muss unbe­dingt her. Doch bisher schei­tert es an einem geeig­neten Standort. Denn anders als beim Rapp­sodie-Hal­lenbad kann das Gebäude nicht abge­rissen und an glei­cher Stelle neu auf­ge­baut werden. Die Flo­ri­ansjünger benötigen die Räumlich­keiten. Gleich­zeitig braucht man für ein sol­ches Pro­jekt viel Platz. „Wir spre­chen von 8000 bis 10 000 Qua­dra­me­tern“, sagt Ilja Woita­schek, der bei der Feu­er­wehr für die Pres­se­ar­beit zuständig ist. Im ver­gan­genen Jahr sah es kurze Zeit ziem­lich gut aus. Direkt neben dem Bestandsgebäude sollte das moderne Haus gebaut werden. Bevor der Ver­trag über eine Erb­pacht unter­schrieben und nota­riell beglau­bigt werden konnte, for­derten die Eigentümer aller­dings wesent­lich mehr Geld. Die Stadt als Bauträger ver­han­delte zwar weiter, ent­schied sich gemeinsam mit dem Gemein­derat letzt­end­lich aber vor allem aus wirt­schaft­li­chen Gründen gegen den Ver­trag. Die Suche ging also prak­tisch von vorne los. Verzug „Es gibt gewisse Anfor­de­rungen an den Standort und die bau­recht­li­chen Vor­schriften“, erklärt Oberbürger­meister Sebas­tian Frei die Situa­tion. Viele geeig­nete Grundstücke gebe es nicht. Man sei wei­terhin mit ver­schie­denen Eigentümern in Gesprächen. Kon­krete Namen möchte der Rat­haus­chef bewusst nicht nennen, bevor alles in tro­ckenen Tüchern ist. „Aber wir sind jetzt natürlich zeit­lich im Verzug“, räumt er ein. In Bezug auf die Gesprächpartner möchte sich auch Ilja Woita­schek nicht äußern. „Wir hoffen natürlich, dass die Ver­hand­lungen positiv aus­gehen“, sagt der Wol­len­berger. „Sonst wird der Neubau wohl auf sehr lange Zeit ver­schoben.“ In Anbe­tracht der Umstände, unter denen die Aktiven der­zeit arbeiten, käme das fast schon einer Kata­strophe gleich. Denn das Gebäude platzt aus allen Nähten. Schon lange können nicht mehr alle Fahr­zeuge in der Halle geparkt werden. Bald wird sich die Situa­tion noch verschärfen. Der für die Feu­er­wehr in Bab­stadt vor­ge­se­hene neue Wagen kann dort eben­falls aus Platzgründen nicht unter­ge­stellt werden und wird in der Kern­stadt stehen. Gesund­heit „Die Infra­struktur des Gebäudes ist außerdem gesund­heitsgefährdend“, erklärt Woita­schek. Denn einen Abgas­abzug gebe es nicht. Laufen die Motoren, sind die Feu­er­wehr­leute den Dämpfen aus­ge­setzt. Eine wei­tere Bau­stelle: Bei starkem Regen läuft das Wasser unter den Toren durch. „Das Gebäude wurde im Laufe der Jahre immer wieder erwei­tert, aber jetzt stoßen wir an unsere Grenzen“, sagt Ilja Woita­schek. Wie drin­gend ein Neubau ist, sei auf jeden Fall bei der Ver­wal­tung ange­kommen. „Sie haben viele große Inves­ti­tionen vor der Brust“, so Woita­schek. „Aber das Feu­er­wehr­haus ist ein­fach aus der Zeit gefallen.