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Im Grombacher Feuerwehrhaus haben die Arbeiten am Innenausbau begonnen - Quantensprung erhöht Motivation

Bad Rappenauvon Heilbronner Stimme, Nicole Theuer

Quan­ten­sprung erhöht die Moti­va­tion
BAD RAP­PENAU Im Grom­ba­cher Feu­er­wehr­haus haben die Arbeiten am Innen­ausbau begonnen
Von Nicole Theuer
Rund fünf Monate nach dem Spa­ten­stich für das Feu­er­wehr­haus im Stadt­teil Grom­bach haben die Innen­aus­bauten begonnen, der geplante Fer­tig­stel­lungs­termin Mitte 2024 kann nach der­zei­tigem Stand gehalten werden. Rund 3,2 Mil­lionen Euro inves­tiert die Stadt in den Bau des tech­ni­schen Gebäudes. Gemeinsam mit Oberbürger­meister Sebas­tian Frei, Hoch­bau­amts­leiter Alex­ander Speer, Stadt­planer Lars Kirs­ten­pfad, Kom­man­dant Felix Mann und Abtei­lungs­kom­man­dant
Bernd Gleichauf durfte sich die Kraichgau Stimme in dem Rohbau umsehen. Wertschätzung Neben der Holz­bau­weise fällt zunächst die Dach­form des Gebäudes auf. Der First verläuft nicht mittig, son­dern teilt den oberen Gebäude­ab­schluss in eine größere und klei­nere Seite.
„Mit diesem Gebäude möchten wir unsere Aner­ken­nung und Wertschätzung für die Feu­er­wehr zum Aus­druck bringen“, sagt Frei. „Wir bauen hier einen Hin­gu­cker, denn wir wollen, dass die Feu­er­wehr wahr­ge­nommen wird.“ Obwohl es sich um ein tech­ni­sches und zweckmäßiges Gebäude han­delt, beein­druckt der Bau mit gut durch­dachten, teils pfif­figen Lösungen. Über dem Trep­pen­auf­gang ins Ober­ge­schoss befindet sich bei­spiels­weise ein Fenster, das den Blick auf den Kirch­turm frei­gibt. „Der Archi­tekt fand diese Aus­sicht so gut, dass er ein Fenster statt einer geschlos­senen Wand geplant hat“, erzählt Mann. Durch­blick Ein wei­teres beson­deres Detail findet sich im Schu­lungs­raum. Hier gibt ein Fenster den Blick in die tie­fer­lie­gende Fahr­zeug­halle frei. „Es ist ein Gebäude für feu­er­wehr­af­fine Men­schen“, so Frei. „Da lag so ein Sicht­fenster in die Halle ein­fach nahe.“ Neben dem Bespre­chungs­raum befindet sich der Jugend­raum. „Schon in der Pla­nungs­phase habe sich unsere Jugend­li­chen Gedanken gemacht, wie sie den Raum gestalten können“, erzählt Gleichauf. „Es gibt schon kon­krete Pläne. Wir werden auch über­legen, ob die Jugend­li­chen die Wände gestalten dürfen.“ Ein Büro, eine Küche und eine behin­der­ten­ge­rechte Toi­lette kom­plet­tieren das Ober­ge­schoss. Funk­tional Im Erd­ge­schoss ent­stehen neben der nach oben offenen Fahr­zeug­halle mit zwei Stellplätzen die Umkleideräume und die sanitären Anlagen sowie ein Lager­raum und die Funk­zen­trale mit einem kleinen Bespre­chungs­raum. „Wir haben im rückwärtigen Bereich auch eine Art Schleuse, die von außen geöffnet werden kann“, erzählt Mann. „Nach innen ist sie jedoch durch eine Tür ver­schlossen, so dass auch mal eine Anlie­fe­rung gemacht werden kann, ohne das Gebäude betreten zu müssen.“ Ein paar Schritte weiter sind die Umkleideräume. Die Abtren­nung werden mit Spinden variabel gestaltet. Fazit: Das Gebäude ist funk­tional und, das betonen Oberbürger­meister und Feu­er­wehr mit Stolz, kli­ma­neu­tral. „Das ist gerade in Bezug auf den CO2-Fußabdruck sehr wichtig“, sagt Gleichauf. Speer fügt an: „Wir heizen mit Fernwärme, die ein örtli­cher Bio­gas­an­la­gen­be­treiber erzeugt. Unser Ziel ist es, alle städti­schen Gebäude in Grom­bach an diesen Fernwärme­netz anzu­schließen.“ Bernd Gleichauf ist die Vor­freude auf das neue Domizil ins Gesicht geschrieben. „Es ist das erste eigene Feu­er­wehr­haus für die Abtei­lung“, erzählt er. „Wenn man unsere jet­zige Unter­kunft anschaut, dann ist das hier ein Quan­ten­sprung. Das ist auch ein Argu­ment bei der Nach­wuchs­ge­win­nung und für die Moti­va­tion der Mann­schaft.“ Dieser Aspekt spielt auch für Felix Mann eine große Rolle. „Wir sind erleich­tert, dass das Gebäude so Gestalt annimmt. Es ist ein unheim­lich wer­tiges Gebäude, ein Gebäude für
die Zukunft. In die können wir nun opti­mis­tisch bli­cken, sei es in Sachen Mit­glie­der­ge­win­nung oder wegen des Ver­bleibs und der Moti­va­tion der Aktiven und Jugend­li­chen.“

Nächste Schritte
Während die Arbeiten am Gebäude in den nächsten Wochen wei­ter­gehen und man nach Aus­sage von Lars Kirs­ten­pfad der­zeit gut im Bau­zei­ten­plan liegt, beginnen die Arbeit am Außenbe­reich erst im kom­menden Frühjahr. Geplant ist, ent­lang der Längs­seite des Gebäudes und im hin­teren Bereich des Grundstücks Parkplätze für die Ein­satzkräfte anzu­legen. Dazu wird die Fläche asphal­tiert und an der Nord­seite, zum angren­zenden Park­platz hin, wird das Gelände auch eingezäunt. Eben­falls im hin­teren Bereich planen die Angehörigen der Abtei­lung die Errich­tung eines Frei­sitzes. nit

Bild:

Am Neubau des Feu­er­wehr­hauses in Grom­bach fällt zunächst die Dach­form ins Auge. Die Arbeiten am Rohbau sind abge­schlossen. Foto: Franz Theuer