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Hochwasserschutzübung der Feuerwehr Bad Rappenau in Heinsheim

Bad Rappenauvon Axel Klumbach, Feuerwehr Bad Rappenau

Am 20.10.2012 fand in Heins­heim eine Hoch­was­ser­schutzübung der Feu­er­wehr Bad Rap­penau gemeinsam mit dem Zweck­ver­band Hoch­was­ser­schutz (Ein­zugs­be­reich Elsenz Schwarz­bach) statt.

Die ins­ge­samt ca. 60 Übungs­teil­nehmer, bestehend aus Mit­ar­bei­tern des Zweck­ver­bandes, Mit­ar­bei­tern der Stadt­ver­wal­tung, DLRG und Feu­er­wehr erwar­tete ein teil­weise schweißtrei­bender aber auch sehr infor­ma­tiver Nach­mittag. Nach der Begrüßung durch den örtli­chen Abtei­lungs­kom­man­dant Mat­thias Kampp begrüßte Willi Frey­meyer in Ver­tre­tung von Oberbürger­meister Heri­bert Blättgen die Übungs­teil­nehmer und dankte gleich­zeitig für die Bereit­schaft hier die Frei­zeit an diesem schönen son­nigen Sams­tag­nach­mittag zum Wohle und zur Sicher­heit der Bad Rap­pen­auer Bevölke­rung zu opfern. Neben Hans-Ulrich Kretz (Leiter Tief­bauamt), Achim Gerbig (Leiter Bauhof) und Gerd Schleyer (Leiter Kläran­lage) standen wei­tere Mit­ar­beiter der Stadt­ver­wal­tung bereit, um zum Gelingen der Übung bei­zu­tragen.

Anschließend erläuterten Kom­man­dant Felix Mann, Henry Liphardt und Lothar Knödl (beide vom Zweck­ver­band) den Übungs­ver­lauf und die Ziele, die durch diese Übung erreicht werden sollen. Nach dem theo­re­ti­schen Teil wurden die Teil­nehmer in 4 Gruppen ein­ge­teilt. Gruppe 1+2 wurden ein­ge­wiesen, wie Sandsäcke zu füllen sind. Hier standen unter­schied­liche Gerätschaften bereit und konnten aus­pro­biert werden. Gruppe 3 setzte das Damm­bal­ken­system bei der Sport­halle ein und Gruppe 4 wurde in einer Rund­fahrt über die Pump­werke und die Hin­ter­land­zuflüsse infor­miert. Neben den Pump­werken lag hier der Schwer­punkt bei der Besich­ti­gung der Ver­dolungs­einläufe. Ins­be­son­dere dieses Thema war für die Mit­glieder der Feu­er­wehr inter­es­sant, da die Übungs­teil­nehmer aus allen Abtei­lungen der Feu­er­wehr Bad Rap­penau stammten und solche Ver­dolungs­einläufe in jedem Orts­teil vor­handen sind. Sicher wird der Bauhof hier zukünftig mehr auf den Zustand dieser Einläufe achten. Mit dem Durch­wech­seln der Gruppen wurde der gleiche Infor­ma­ti­ons­stand für alle Teil­nehmer erreicht. Ab 16:00 Uhr stand dann die hoch­was­ser­ge­rechte Ver­le­gung der nun gefüllten 1000 Sandsäcke auf dem Pro­gramm. Durch Mit­ar­beiter des Bau­hofes wurden die Sand­sack­pa­letten vom Park­platz der Feu­er­wehr mit schwerem Gerät zum Hoch­was­ser­schutz­damm bei der Sport­halle trans­por­tiert. In einer langen Kette aller Übungs­teil­nehmer wurden die Sandsäcke unter Anlei­tung der Mit­ar­beiter vom Zweck­ver­band fach­ge­recht ver­legt. Auch diese Tätig­keit kann glei­chermaßen auf alle Abtei­lungen der Feu­er­wehr zukommen, gibt es doch nahezu in jedem Orts­teil Regenrückhal­te­be­cken, bei denen unter Umständen bei Stark­regen oder Unwet­tern der Damm erhöht oder verstärkt werden muss. Da diese Übung als Grup­penführer­fort­bil­dung durchgeführt wurde ist es wichtig, dass die Übungs­teil­nehmer das erlangte Wissen und die Infor­ma­tionen auch in den Abtei­lungen an die Kame­raden wei­ter­ge­geben werden. Trotz aller Möglich­keiten die zuvor auf­ge­zeigt wurden sei an dieser Stelle auch auf die pri­vate Hoch­was­ser­vor­sorge hin­ge­wiesen. Möglich­keiten bestehen hier durch die bau­liche Vor­sorge z.B. das Ver­schrauben der Öltanks am Boden. Über die Infor­ma­ti­ons­vor­sorge können sich die Anwohner über ihre Hoch­was­sergefährdung und mögliche Schutzmaßnahmen infor­mieren. Auch mit der Ver­hal­tens­vor­sorge, d.h. im Ereig­nis­fall werden - ggf. gemeinsam mit Nach­barn - Not­fallmaßnahmen zur Scha­dens­min­de­rung ergriffen, z.B. Hoch­stellen von Möbel, Siche­rung von Geräten. Und mit der finan­zi­ellen Vor­sorge ist bereits frühzeitig z.B. an eine Ver­si­che­rung gegen Hoch­was­serschäden zu denken. Somit sollte jeder recht­zeitig für eine eigene Hoch­was­ser­schutz­ausrüstung sorgen. Orga­ni­sa­tionen der Gefah­ren­ab­wehr wie Feu­er­wehr oder THW benötigen im Scha­dens­fall ihre Ausrüstung selbst und können diese nicht aus­leihen. Als prak­ti­scher und sicher­heits­re­le­vanter Tipp sei zum Schluss erwähnt: Mit dem Aus­pumpen des Kel­lers erst beginnen, wenn draußen der Was­ser­stand sinkt, da sonst Auf­triebsschäden und Unterspülungen am Gebäude drohen. Für die Ver­kehrs­be­hin­de­rungen bitten wir die Bevölke­rung nochmal um Verständnis, diese Übung diente ihrer Sicher­heit!