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Grundschüler staunen über das Gewicht der Ausrüstung

Löwensteinvon Gustav Döttling, HSt

Brand­schutz­er­zie­hung für Viertklässler dient der Vor­beu­gung und Nach­wuchs­wer­bung

Finnja (10) drückt auf einen Knopf am Griff der hydrau­li­schen Ret­tungs­schere, die an einem Seilzug in der Fahr­zeug­halle der Löwen­steiner Feu­er­wehr hängt. Jugend­leiter Markus Ruoff hält einen zwei Zen­ti­meter dicken Hart­holz­stab zwi­schen die Schneiden. Stau­nend sehen die Viertklässler der örtli­chen Grund­schule bei der Brand­schutz­er­zie­hung, wie sich langsam die Scherblätter schließen. Mit einem leisen Kna­cken ist der Stab mühelos hal­biert. Löschen Die Schere hat eine Kraft von 30 Tonnen, hat Finnja gelernt. Während Ruoff einer Gruppe das Hil­fe­leis­tungslöschgrup­pen­fahr­zeug und seine Ausrüstung vor­stellt, ver­sucht sich die andere Hälfte bei Ruoffs Stell­ver­treter Andreas Stiefel im Hof mit dem Löschschlauch und einen C-Rohr. Wir tun jetzt so, als ob es brennt, zielt Vivian mit dem Was­ser­strahl auf einen Baum­stumpf. Zum vierten Mal ver­mit­teln Ruoff und sein Kol­lege Löwen­steiner Viertklässlern die Grund­lagen des Brand­schutzes. Das tun sie auch in Kin­dergärten oder in VHS-Kursen. Präven­tion ist das eine Ziel, Nach­wuchs­wer­bung das andere. Los geht es mit einem Film über die Arbeit der Feu­er­wehr. Da wird gezeigt, dass ein Haus in nur sechs Minuten ver­raucht. Da sieht man nichts mehr, erklärt Ruoff. Als nächstes ordnen die Kinder Bilder zu Brenn­barem und Nicht­brenn­barem. Ganz wichtig ist, sich nicht zu ver­ste­cken, das Feuer findet euch immer, warnen die beiden Experten und zeigen das rich­tige Ver­halten anhand eines Car­toons. Türen schließen, flüchten, wenn es möglich ist, die Nach­barn alar­mieren oder selbst den Notruf wählen, lauten nur einige der Regeln. 112: Mühelos erkennen die Schüler die rich­tige Not­ruf­nummer. Bei uns zu Hause hat schon einmal der Fern­seher gebrannt, berichtet Hor­nung. Mit Streichhölzern oder Feu­er­werk zu han­tieren, sei gefährlich. Seid mal ehr­lich, wer hat nicht schon mal daheim gezündelt?, will der Rektor wissen. Spontan gehen meh­rere Arme in die Höhe. An einem selbst­ge­bauten Modell zeigt Andreas Stiefel, wie schnell ein Raum ver­raucht und was pas­siert, wenn man die Türe öffnet. Dann dürfen die Kinder ihm beim Anlegen der Atem­schutz­ausrüstung helfen. Puh, ist die schwer, stöhnt Leon, als er kurz die Sau­er­stoff­fla­sche halten darf. Die Ausrüstung wiegt 30 bis 40 Kilo, und dann kommt die Hitze mit bis zu 300 Grad dazu, erläutert Ruoff die Belas­tung. Alarmübung Mir hat der Film gut gefallen, sagt Luisa. Diese Schu­lung ist sehr sinn­voll, und die Kinder machen, wie man sieht, toll mit, ist Helmut Hor­nung vom Angebot der Löwen­steiner Wehr begeis­tert. Jugend­leiter Markus Ruoff zeigt den Mädchen und Jungen, wie die Ret­tungs­schere funk­tio­niert. Sie hat eine gewal­tige Kraft.