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Grundlage für die Sicherheit der Stadt

Neckarsulmvon Herbert Kaletta

Die Bürger Neckar­sulms sollen sich auf ihre Feu­er­wehr wei­terhin ver­lassen können. Die Feu­er­wehr wie­derum weiß den Gemein­derat auf ihrer Seite, wenn es den Qualitäts- und Sicher­heits­stan­dard zu halten gilt. Dies wurde bei der ein­stim­migen Ver­ab­schie­dung des Feu­er­wehr­be­darfs­plans für die nächsten fünf Jahre deut­lich.

Allein rund 2,2 Mil­lionen Euro sind in diesem Zeit­raum für sieben Neu- oder Ersatz­be­schaf­fungen von Fahr­zeugen und für Baumaßnahmen vor­ge­sehen. Knapp 1,5 Mil­lionen Euro trägt davon die Stadt, die rest­li­chen 700 000 kommen aus Zuschüssen von Bund und Land.

Umfas­sende Ana­lyse

"Der Plan ist die Grund­lage dafür, dass alles bekannt ist, was die Sicher­heit unserer Stadt angeht", sagte Oberbürger­meister Joa­chim Scholz. "Er ist eine gute Ana­lyse und eine wich­tige Grund­lage für Zuschuss­anträge", meinte das Stadt­ober­haupt weiter. Gleich­zeitig las er aus dem 170 Seiten umfas­senden Band, der unter Federführung des Neckar­sulmer Feu­er­wehr­mann Fabian Müller ent­stand, einen "her­vor­ra­genden Aus­stat­tungs- und Aus­bil­dungs­stand" der Feu­er­wehr.

Für die Kern­stadt und die Stadt­teile listet der Plan alle Gebäude auf und ordnet ihnen die mögli­chen Gefah­ren­po­ten­ziale zu. Basis dafür, was die Feu­er­wehr haben und können muss, um im Brand­fall der Situa­tion Herr zu werden. Dabei macht die klas­si­sche Brandbekämpfung gar nicht mehr das Gros der Einsätze aus (siehe Tabelle). Auch ohne exo­ti­sche Ein­zelfälle wie der Beleuch­tung des Fußball­spiels der Sport­union gegen die Stutt­garter Kickers, macht die Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung den größeren Part aus − von Ver­kehrsunfällen über Einsätze nach Stürmen bis zur Tier­ret­tung.

73 Pro­zent der Einsätze spielten sich in den Jahren 2004 bis 2008 an Werk­tagen ab, davon 42 Pro­zent tagsüber. Das for­dert die Frage nach der künftigen Ein­satz­be­reit­schaft der Wehr heraus. Noch ist sie rasch und in genügender Ein­satzstärke vor Ort, aber der gesell­schaft­liche und beruf­liche Wandel lässt auch Neckar­sulm nicht außen vor. Torsten Rönisch (SPD) erin­nerte daran, dass die Anzahl der für die Feu­er­wehr wich­tigen Alters­gruppe der Men­schen Mitte 20 um 13 bis 17 Pro­zent zurückgehen werde. Seine Schluss­fol­ge­rung: "Wir müssen alles tun, um die Jugend­feu­er­wehr zu stärken." "Wir müssen ver­su­chen, Anreize für Unter­nehmen zu schaffen, das Ehrenamt zu unterstützen", nannte Gerald Friebe (FDP) als Möglich­keit, Ein­satz­hemm­nissen für die Leute der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr zu besei­tigen, denn es ist in man­chen Betrieben nicht gern gesehen, wenn Mit­ar­beiter des­halb fehlen.

Alle Frak­tionen ver­banden, wie Karl-Heinz Ull­rich, den Dank an die Feu­er­wehr­leute mit dem klaren Bekenntnis zu deren Unterstützung. "Wir erwarten als Bürger umfas­sende Ein­satz­be­reit­schaft. Dann haben wir auch eine große Ver­pflich­tung."

Bild: Fahr­si­cher­heits­trai­ning in Neckar­sulm: Aus- und Wei­ter­bil­dung ist die wich­tige Basis einer schlagkräftigen Feu­er­wehr. (Foto: Archiv/Veigel)