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Großübung der Freiwilligen Feuerwehr Jagsthausen/Olnhausen

Jagsthausenvon Andreas Jung, Feuerwehr Jagsthausen

Tra­di­tio­nell nutzt die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Jagst­hausen/Oln­hausen den Fei­ertag an Fron­leichnam seit Jahren für ihre jährliche Großübung. Dabei lag der Fokus in der Ver­gan­gen­heit auf den Themen Was­ser­ver­sor­gung über lange Weg­stre­cken, Brandbekämpfung oder Ver­kehrsunfälle.

Dieses Jahr rückte das Thema Stark­regen/Unwetter in den Mit­tel­punkt. Als Ein­satz­lage wurde ange­nommen, dass im Gemein­de­ge­biet zu Beginn der Übung bereits meh­rere Keller/Gebäude durch Ein­dringen von Regen­wasser nach lang anhal­tendem Stark­regen über­flutet wurden. Die Fahr­zeuge wurden besetzt und in tak­ti­sche Ein­heiten auf­ge­teilt. Zunächst musste jedoch das strom­lose Führungs­haus mit Not­strom ver­sorgt werden. Zwi­schen­zeit­lich machten sich die ersten Ein­heiten bereits auf den Weg zu den Ein­satz­stellen. Koor­di­niert wurden die Einsätze vom Führungs­haus Jagst­hausen, wel­ches seine Arbeit im Unwet­ter­modus auf­nahm. Hierzu wurde der Funk­be­trieb auf den zuge­wie­senen Abschnitts­kanal umge­stellt und die Ein­satz­be­reit­schaft per Mail an die Leit­stelle gemeldet. Das Über­mit­teln von regelmäßigen Sta­tus­mel­dungen an die Leit­stelle gehörte eben­falls zu den Auf­gaben der Kame­raden im Führungs­haus.

Im Zeit­raum von 2 Stunden wurden 10 Einsätze abge­ar­beitet, wobei es sich zum Großteil um das Stich­wort „Keller über­flutet“ han­delte. Manche dieser Einsätze mussten jedoch kurz­fristig abge­bro­chen werden, als die Stich­worte „Person unter Baum“, Dach­stuhl­brand nach Blitz­ein­schlag„ oder “Meh­rere hilf­lose Kinder von Wasser ein­ge­schlossen„ ein­trafen und ent­spre­chend prio­ri­siert werden mussten. Bei zuletzt genanntem Ein­satz kamen die vom Land­kreis neu beschaffen Boote zum Ein­satz, welche bei ihrer Jung­fern­fahrt in der Jagst zu Wasser gelassen wurden. Die Jugend­feu­er­wehr unterstützte unsere Aktiven tatkräftig, die Kinder mussten vom Ufer der Jagst auf die andere Seite gebracht werden.

Nach einer kurzen Manöver­kritik durch die Kom­man­danten Fein­auer und Bloch folgte im Anschluss an die Übung das Mit­tag­essen mit den Fami­lien bei leckerem Essen, was die Kame­raden Mat­thias Bayha, Sascha Drexel und Rolf Bayha während der Übung vor­be­reitet hatten. Herz­li­chen Dank dafür. Danke auch allen Teil­neh­mern und Hel­fern, die ihre Räumlich­keiten für diese Übung zur Verfügung gestellt haben.