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Großübung an der NATO-Pipeline

Landkreis Heilbronnvon Marcel Wittich, Medienteam KFV Heilbronn

Quer durch den Land­kreis führt die soge­nannte NATO-Pipe­line der Fern­lei­tungs-Betriebs­ge­sell­schaft mbH (FBG mbH) und alle fünf Jahre wird an dieser geübt. Beson­der­heit an der diesjährigen Großübung des Land­kreises Heil­bronn war, dass die Übung in zwei von­ein­ander getrennten Übungen am selben Tag durchgeführt wurde. An diesen zwei Übungen nahmen über 300 Ein­satzkräfte teil.

Der Fall, wel­cher beim ersten Teil geübt wurde, bestand aus einem Leck an der NATO-Pipe­line. Wobei nicht fest­ge­stellt werden konnte an wel­chem Abschnitt sich das Leck befindet. Durch dieses Sze­nario wollte man die Alarmpläne und Maßnahmen auf der kom­pletten Strecke im Land­kreis und Stadt­kreis auf einmal überprüfen, die für eben diese Lei­tung hin­ter­legt sind.

Gefragt waren hierzu alle Feu­er­wehren die ent­lang der NATO-Pipe­line liegen. Dies sind Eppingen, Schwai­gern, Bra­cken­heim, Lauffen a. N., Unter­grup­pen­bach, Tal­heim, Ils­feld und die Stadt Heil­bronn.

Über vor­de­fi­nierte Abschnitte übten die Feu­er­wehren ihren Ablauf. Das Leck an der Lei­tung konnte im Sze­nario nur durch das Begehen der gesamten Lei­tung gefunden werden, da das System, wel­ches den Abschnitt des Feh­lers angibt, defekt war. Zusätzlich wurden im selben Zug an den Gewässern an vor­de­fi­nieren Stellen Damm­balken in diese ein­ge­bracht, um das mögli­cher­weise aus­tre­tende Mate­rial absaugen zu können. Da der Necker auch von dieser Maßnahme betroffen ist wurde dort der Schiff­fahrts­ver­kehr gesperrt und eine 200m lange Ölsperre von der Feu­er­wehr Heil­bronn ein­ge­bracht.

Koor­di­niert wird solch ein Ein­satz von einem Führungs­stab aus Feu­er­wehrmänner und –frauen aus Land­kreis­feu­er­wehren, Ver­tre­tern der Fern­lei­tungs-Betriebs­ge­sell­schaft mbH (FBG mbH), Ver­treter der Polizei zur bes­seren Kom­mu­ni­ka­tion und Orga­ni­sa­tion und bei Bedarf Ver­treter des DRKs.

Eben dieser Führungs­stab war an diesem Morgen gefragt, da solch eine groß aus­ge­dehnte Auf­gabe gere­gelt ablaufen muss. Theo­re­tisch geplante Abläufe konnten so durch­laufen werden und man konnte zeigen, dass ver­schie­dene Orga­ni­sa­tionen und Hier­ar­chien Hand in Hand arbeiten können.

Bei dem zweiten Teil der Großübung sah man zunächst einmal viel Rauch, denn hier hatte ein Bagger die NATO-Pipe­line beschädigt, wodurch dort Flüssig­keit aus­trat und sich entzündete. Der Mit­ar­beiter im Bagger wurde von den Flammen ein­ge­schlossen und musste gerettet werden. Durch eine schnelle Brand­aus­brei­tung standen auch die benach­barten Gebäude in Flammen. Es galt sich um die Ver­letzten zu kümmern und den noch im Bagger befind­li­chen Bag­ger­fahrer zu retten und ihm den Ret­tungs­dienst zu überg­eben. Des Wei­teren wurde ange­nommen, dass der ent­ste­hende Rauch in Rich­tung Stadt­mitte zieht. Genau in der Zug­rich­tung befindet sich eine Moschee die auf­grund der mas­siven Rauch­ent­wick­lung eva­ku­iert werden musste. Das DRK über­nahm die Betreuung und den vir­tu­ellen Abtrans­port der betrof­fenen Per­sonen.

Zum Abschluss trafen sich alle Tei­le­nehmer der zweiten Übung zum Mit­tag­essen in der Mensa im Schul­zen­trum Eppingen, wo das DRK mit Ihrer Ver­pfle­gungs­ein­heit das Essen vor­be­reitet hatte.