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Große Einsätze für die Jugendfeuerwehr

Von Samstag, den 30.09.2023 bis Sonntag, den 01.10.2023 fand ein lang­ersehnter Dienst für die Jugend­gruppe statt – Der Berufs­feu­er­wehrtag der Jugend­feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall. Die 17 jungen Feu­er­wehr­leute trafen sich um 09:00Uhr in der Wache Kern­stadt zur Ein­tei­lung und Sicher­heits­un­ter­wei­sung, die von den anwe­senden Betreuern durchgeführt wurde. Anschließend bezogen sie ihre Schlafräum und rich­teten sich für die kom­menden Stunden im Gerätehaus ein.

Ab 10Uhr begann der Übungs­dienst mit Themen zu Funken, Knoten, Lei­ter­steigen an der DLK und vor­gehen während eines Lösch­an­griffs. Alle Mit­glieder der Jugend­feu­er­wehr waren mit großem Eifer dabei und zeigten ihr Geschick im Umgang mit den Gerätschaften an den ver­schie­denen Sta­tionen.

Doch was wäre ein Berufs­feu­er­wehrtag ohne Einsätze? Nicht lange warten musste die erste Gruppe auf ihren Alarm: Um 10:30Uhr wurden sie zu einer Ölspur gerufen. Mit dem KEF ging es zur Ein­satz­stelle nach Dut­ten­berg, wo ein Fahr­zeug Öl ver­liert, das in einen Ablauf­schacht zu fließen droht. Gemeinsam besei­tigten sie die Gefah­ren­quelle und sorgten wieder für eine sichere Ver­kehrs­si­tua­tion.

Die zweite Gruppe musste eben­falls nicht lange auf Ihren Ein­satz warten: Um 11:30Uhr lief die Brand­mel­de­an­lage der Werk­re­al­schule auf. Die Jugend­li­chen über­nahmen den Ein­satz und rückten mit dem LF20 aus, um die Lage zu erkunden. Glückli­cher­weise han­delte es sich um einen Fehl­alarm, sodass die Jugend­feu­er­wehr schnell wieder ein­satz­be­reit war.

Pünkt­lich zur Mit­tags­zeit kehrten alle wieder zurück auf die Wache, in der es das wohl­ver­diente Mit­tag­essen für alle gab – Cur­ry­wurstein­topf stand auf dem Spei­se­plan. Wie in der BF-Wache wurde zusammen das Essen vor­be­reitet, gegessen und auch im Nach­gang gespült. Nach dem Mit­tag­essen standen ver­schie­dene sport­liche Aktivitäten auf dem Pro­gramm. Die Jugend­li­chen konnten zwi­schen Indiaca und Fußball wählen und ver­brachten eine aktive und spaßige Zeit mit­ein­ander.

Doch die freie Zeit hielt nicht lange an: Um 13:30 Uhr wurde die Jugend­feu­er­wehr zu einem Was­ser­schaden gerufen – ein Keller ist voll­ge­laufen. Die Gruppe 1 machte sich auf den Weg zum Ein­satzort (Bauhof) und Gemeinsam pumpten sie das Wasser ab und sorgten dafür, dass keine wei­teren Schäden ent­standen.

Mit einer kurzen Kaffee-/Tee­pause hatten die Jugend­li­chen Zeit, sich zu erholen und zu ent­spannen. Diese Zeit nutzten sie für Gespräche unter­ein­ander und zum Erkunden der Wache.

Gegen 15:30Uhr lief ein Alarm für beide wach­ha­bende Gruppen auf: ein Brand auf einer Freifläche in Unter­gries­heim. Sie rückten mit dem LF20, MTW und SW2000 aus, um das Feuer zu bekämpfen. Vor Ort musste eine Was­ser­ver­sor­gung aus der Jagst her­ge­stellt werden, da der Tank des Löschfahr­zeugs nicht aus­rei­chend war. 3 C-Rohre waren nötig, um den Brand an der Grill­stelle unter Kon­trolle zu bekommen und die Umge­bung zu schützen. Dank des schnellen Ein­grei­fens konnte der Brand schnell gelöscht werden. Nach dieser Mate­ri­al­schlacht kehrten die JFW-ler sicht­lich zufrieden zur Wache zurück.

Ab 18Uhr hieß es dann: Zeit für ein Vesper, bevor der Tag ab 20Uhr mit einem Fil­me­abend aus­klingen sollte. Nach der ersten Folge „Feuer und Flamme“ mussten einige Flo­ri­ansjünglinge zur Per­so­nen­suche am Neckar ausrücken. Hierbei kam eben­falls die Drohne mit der Wärme­bild­ka­mera zum Ein­satz, die die Suche ver­ein­fachte. Nach 22Uhr kehrte die Nacht­ruhe ein.

Am nächsten Morgen um 6:00Uhr lief erneut die BMA der Werk­re­al­schule auf. Eine unge­wohnte Situa­tion für viele Kinder und Jugend­li­chen so unsanft am Sonn­tag­morgen geweckt zu werden, aber Realität eines jeden Feu­er­wehr­angehörigen. Etwas schlaf­trunken wurden die Ein­satz­kla­motten ange­zogen und die Fahr­zeuge besetzt. Nach einer kurzen Anfahrt wurde die Ein­satz­stelle schnell erreicht und rasch abge­ar­beitet - Per­so­nen­ret­tung und Innen­an­griff, Absu­chen des näheren Umfeldes und Kon­trolle des Schul­dachs mit­tels Steck­leiter.

Pünkt­lich zum Frühstück konnten alle Fahr­zeuge und die Wache ein­satz­be­reit gemeldet und mit den Kame­raden über das ver­gan­gene gespro­chen werden. Nach dem Frühstück wurde die Wache von den Spuren des Wochen­endes befreit, aufgeräumt und geputzt. Alle packten mit an, sodass zur Mit­tags­zeit die JFWler wohl besonnen, erschöpft, aber auch zufrieden von ihren Eltern abge­holt werden konnten und um von den ver­gan­genen span­nenden und auf­re­genden 24h zu berichten.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Betreuern und Unterstützern der Jugend­feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall bedanken, die uns in den Vor­be­rei­tungen, als auch in der Durchführung selbst und der Nach­be­rei­tung unterstützt haben – vielen herz­li­chen Dank!