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Feierlust kennt kein Ende

Schwaigernvon Stefanie Pfäffle, HSt

Zur Schirmbar gibt es kein Durch­kommen mehr. Wer drin ist, bleibt drin, denn von außen drücken immer mehr Men­schen hinein. Doch die Stim­mung ist großartig, die Musik auf volle Lautstärke auf­ge­dreht. Max (18) steht mit seinen Freunden am Rand und feiert kräftig mit. Ob sie so kurz nach Fasching über­haupt noch Lust aufs Feiern haben? "Na klar, da haben wir immer Bock drauf." Na dann ist das ja per­fekt mit der Après-Ski-Party der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr von Schwai­gern.

Volles Haus Vor dem Magazin hat sich um kurz vor 23 Uhr eine Schlange gebildet. Ein­lass­stopp wegen Überfüllung. "Das war um die Zeit auch bei den letzten beiden Malen so, jetzt kommt nur jemand rein, wenn einer endgültig geht", erzählt Thorsten Groß vom Orga­ni­sa­ti­ons­team. Einen genauen Über­blick, wie viele Men­schen dicht gedrängt in der Fahr­zeug­halle und draußen bei der Schirmbar feiern, hat er nicht. Um Mit­ter­nacht aller­dings werden die Min­derjährigen gehen müssen, dann ist wieder viel Luft für Nachzügler. Die Polizei war auch schon da und ver­schaffte sich einen Über­blick. "Dafür sind wir sehr dankbar, das macht ein­fach einen gewissen Ein­druck bei den Gästen", sagt Groß. Pas­siert sei glückli­cher­weise noch nie etwas. Die Bars sind mit Funkgeräten aus­ge­stattet. Wer zu betrunken ist, bekommt nichts mehr und wird von der Party ent­fernt. Ein Pro­blem sind aber die Jugend­li­chen, die sich durch den Zaun hin­durch Getränke rei­chen. "Wir laufen Kon­trolle, schütten aus, was wir finden, aber bei den Autos sind wir natürlich nicht." Das sei wohl etwas, was im nächsten Jahr gelöst werden muss, wie sich über­haupt das Kon­zept ständig ent­wi­ckelt.

DJ Franky legt den der­zei­tigen Hit "Ai se eu te pego" auf, und die Par­ty­freunde jeden Alters tanzen im Takt und grölen mit. "Das passt fast besser zu einer Strand- als zu einer Ski­party", findet Franz Neu­hofer. Der ist Öster­rei­cher und kennt sich naturgemäß mit der Materie bes­tens aus. Wie auch die Kame­raden aus dem französischen La Teste de Buche ist eine Abord­nung der Pönsdorfer Feu­er­wehr extra zur Party in die Part­ner­ge­meinde gefahren. "Wir haben eine gute Freund­schaft mit­ein­ander und da nutzt man eine solche Gele­gen­heit."

Wenig Ver­klei­dete Neu­hofer ist über­rascht, wie viele Leute da sind. So viele Schwai­gerner habe er in 20 Jahren nicht auf einem Haufen gesehen. Ein biss­chen komisch sei das ja schon mit dem Après-Ski mitten im Wein­bau­ge­biet. "Aber es ist halt gerade in", sagt er augen­zwin­kernd.

Ver­kleidet hat sich aber trotzdem kaum jemand. Nur ganz ver­ein­zelt sieht man Skimützen und -brillen. Viel­leicht gibt es im nächsten Jahr ein Frei­getränk dafür, über­legt Groß laut. Inzwi­schen schallt "Tau­send Mal berührt" aus den Boxen. Und alle singen mit.

Bilder: So voll ist das Feu­er­wehr­ma­gazin nur einmal im Jahr bei der Après-Ski-Party der Schwai­gerner Feu­er­wehr. (Fotos: Feu­er­wehr Schwai­gern)