Kreisfeuerwehrverband Heilbronn

Suchergebnis löschen

Ernstfall proben

Weinsbergvon Redaktion HSt

Feuer! Es brennt!" So tönte es neulich aus den Fenstern der Grantschener Grundschule. Zum Glück allerdings nicht im Ernst, sondern nur als Übung, an der die Kinder viel Spaß hatten.

Der ungewöhnliche Schultag begann mit einer Lektion bei den beiden Feuerwehrmännern Michael Kolesnikow und Ralf Wirth, die den Kindern anschaulich erklärten, wie sie sich verhalten sollen, wenn"s wirklich mal brennt. Dann gingen alle Kinder brav in ihre Klassenzimmer und wurden eine Weile "normal" von ihren Klassenlehrerinnen unterrichtet. Währenddessen trafen die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Vorbereitungen für den Ernstfall: Sie versteckten eine lebensgroße lila Puppe im Flur und räucherten die Gänge ganz gewaltig ein.

Ohnmacht

Das "Feuer" wurde zum Glück rechtzeitig von der Schulleiterin Martina Haaf entdeckt, die gerade noch ihrer 4. Klasse zurufen konnte: "Hilfe! Es brennt!" und dann in (vorgetäuschte) Ohnmacht fiel.

Madeline setzte den Notruf per Handy ab, und kurz darauf ging die Sirene an. Wenige Minuten später kamen die roten Feuerwehrautos in die Schulstraße gebraust. Und die aufgeregten Kinder konnten beobachten, wie die Männer in ihrer Schutzkleidung Schläuche ausrollten und geeignete Fenster für die Evakuierung der Schule suchten.

Leitern wurden angelegt, jedes Kind nach Vorschrift mit Seil gesichert und sorgfältig alle Stufen bis zum sicheren Boden geführt − eine gute Übung für die unter der heißen Sonne und in den warmen Uniformen schwitzenden Feuerwehrleute. Die "geretteten Kinder" wurden schließlich von den Senioren der Feuerwehr in Empfang genommen, beruhigt und zum Sammelplatz gebracht.

Drehleiter

Besonders beeindruckend war die Rettung über die Drehleiter, wo mehrere Kinder im Korb nach unten fahren durften. Während die Rettungsaktion im Gange war, mussten einige Feuerwehrleute die verrauchte Schule nach "bewusstlosen Opfern" durchsuchen und brachten schließlich unter großem Hallo die "lila Puppe" auf einer Trage heraus.

Zur geplanten Rettung kam noch eine Serviceleistung: Zwei alte Bälle und ein Reifen wurden aus der Dachrinne geholt werden. Während die Feuerwehrleute sich zur Nachbesprechung versammelten, schauten sich die Kinder in der Schule noch einen Film über die Wehr an.

Bild: Bei der Feuerwehrübung in der Grantschener Grundschule kam auch die Drehleiter der Weinsberger Wehr zum Einsatz. (Foto: privat)