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Einsatzreiches Jahr 2022 für die Feuerwehr Beilstein

Beilsteinvon Mario Senghaas, Feuerwehr Beilstein

Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Beil­stein am 14.01.2022

Am ver­gan­genen Samstag fand nach zweijähriger Pause die Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Beil­stein wieder in Präsenz im Beil­steiner Feu­er­wehr­haus statt.

Nach einem gemein­samen Essen eröffnete Kom­man­dant Bernd Kir­cher die Haupt­ver­samm­lung mit der Sta­tistik zu den Einsätzen des ver­gan­genen Jahres. Bei den ins­ge­samt 58 Einsätzen in 2022 kann im Ver­gleich zu den letzten Jahren beob­achtet werden, dass es eine ste­tige Zunahme an Einsätze gegeben hat. Rückbli­ckend auf die letzten 10 – 15 Jahre hat sich die Anzahl der Einsätze ver­dop­pelt. Das liegt nicht unbe­dingt daran, dass es öfter brennt, son­dern dass sich das Ein­satz­ge­schehen und die Tätig­keiten der Feu­er­wehr stark ver­la­gern und aus­weiten. So machen mitt­ler­weile z. B. Türöffnungen und Unterstützungs­einsätze für den Ret­tungs­dienst einen Großteil der Einsätze aus. Auch waren seither meisten die Einsätze in den Abend­stunden und am Wochen­ende, aber wegen den genannten klei­neren tech­ni­schen Hil­fe­leis­tungen (TH) sind ver­mehrt nun Einsätze auch tagsüber abzu­ar­beiten.

Neben den TH-Einsätzen gab es im Jahr 2022 ein breites Spek­trum an Einsätzen für die Kame­raden aus Beil­stein. Diese reichten von klei­neren Einsätzen, wie die Befreiung eines Falken, der sich in einem Netz ver­fangen hatte, der Ver­kehrs­ab­si­che­rung wegen eines Senk­lo­ches in der Heil­bronner Straße bis hin zu einer unter einem Gara­gentor ein­ge­klemmten Person. Zu klei­neren Rei­sigbränden und einer gestörten Hoch­zeit durch eine BMA galt es aber auch inten­si­vere Einsätze zu bewältigen, so wie die teils hef­tigen Unwet­ter­einsätze bei den Kame­raden in Obers­ten­feld im Mai und dem Großbrand der Werner-Frank-Hütte im Sep­tember, wel­cher viele Ein­satzkräfte auch von anderen Wehren for­derte.

Zusätzlich zu den Alarm­fahrten muss aber auch mit den Gerätschaften und Abläufen geübt werden, denn nur durch die Übungen können die Einsätze sicher und rou­ti­niert bear­beitet werden. Nach anfängli­chen Schwie­rig­keiten, die Übungen auf­grund von Corona-Ver­ord­nungen in Umfang und Anzahl wie gewohnt durchzuführen, nahm der Übungs­be­trieb sowie die Aus- und Fort­bil­dungen dann nach und nach an Fahrt auf, sodass 113 Übungs­ein­heiten abge­halten werden konnten. Zudem wurde wieder ein Grund­aus­bil­dungs­lehr­gang in Beil­stein durchgeführt, um die 6 neu gewon­nenen Kame­ra­dinnen und Kame­raden sowie wei­tere Kame­raden aus umlie­genden Wehren auf den Feu­er­wehr­dienst vor­zu­be­reiten und ihnen das nötige Grund­wissen zu ver­mit­teln.

Ergänzend zu dem Bericht der Ein­satz­ab­tei­lung gab es auch Ein­blicke in die Kinder- und Jugend­feu­er­wehr sowie der Alters­ab­tei­lung. Bei der Kin­der­feu­er­wehr wird den Kin­dern spie­le­risch Feu­er­wehr­wissen und -tätig­keiten näher­ge­bracht. Später in der Jugend­feu­er­wehr kann dieses erste Wissen dann bei den pra­xis­nahen Übungen ange­wendet werden. Es ist erfreu­lich, dass die Kinder- und Jugend­feu­er­wehr so gut ange­nommen wird und es wieder leichten Zuwachs gab, für die Kin­der­feu­er­wehr gibt es sogar eine War­te­liste.

Als Ehrengäste waren die Beil­steiner Bürger­meis­terin Frau Schoen­feld und der stellv. Kreis­brand­meister Herr Thoma vor Ort, beide ließen es sich auch nicht nehmen, einige Worte an die ver­sam­melte Mann­schaft zu richten.

Frau Schoen­feld dankte den Flo­ri­ansjünge­rinnen und -jüngern für ihr Enga­ge­ment und for­derte gene­rell mehr Respekt für die Arbeit der Feu­er­wehren. Sie inter­es­siert sich sehr für die Arbeit ihrer Feu­er­wehr und sprach den Anwe­senden daher ihre Unterstützung wie auch Rücken­de­ckung zu.

Über Lob und Respekt für die Kame­ra­dinnen und Kame­raden der FFW Beil­stein hinaus äußerte sich Herr Thoma zu den Her­aus­for­de­rungen der jüngeren Ver­gan­gen­heit und der Zukunft. So sind die Tro­cken­heit und die stei­gende Anzahl an Unwet­tern auch eine Her­aus­for­de­rung für die Feu­er­wehren.

Zu der Wahl eines Aus­schuss­mit­glieds, die Simon Huber mit großer Mehr­heit für sich ent­scheiden konnte, gab es wei­tere Beförde­rungen und Ehrungen. Her­vor­zu­heben ist hier die Ehrung von Haupt­feu­er­wehr­mann Mat­thias Schnabel, der das Feu­er­wehr-Ehren­kreuz in Gold für seinen außergewöhnli­chen 40-jährigen Dienst am Nächsten, vom Land Baden-Württem­berg erhielt.

Es war ein anstren­gendes Jahr 2022 und eine gelun­gene Haupt­ver­samm­lung der FFW Beil­stein. Bei vielen ist wohl das Credo der Red­ne­rinnen und Redner hängen geblieben, mehr Aner­ken­nung der Öffent­lich­keit für das ehren­amt­liche Enga­ge­ment zu erhalten. Aber auch in den eigenen Reihen muss die Freude und Genügsam­keit, ein Mit­glied der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr zu sein, wieder mehr in den Vor­der­grund rücken. Nur wenn man mit Ehre und Stolz dieser Tätig­keit nach­geht, kann man auch andere davon über­zeugen.

Für das Jahr 2023 soll noch mehr Wert auf die Wei­ter­bil­dung und Übungen gelegt werden, denn die Arbeit der Feu­er­wehr besteht nicht nur aus Alarm­fahrten. Ebenso ist für 2023 geplant, dass das all­seits beliebte Feu­er­wehr­fest wieder statt­findet.