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Ein Fall für zwei

Neudenauvon Rudolf Landauer, HSt

Frei­wil­lige Feu­er­wehr und Tech­ni­sches Hilfs­werk haben die­selben Inter­essen und Motive. Sie helfen, wenn Men­schen, Tiere und Sach­werte bedroht sind − und das unei­gennützig, frei­willig und mit hoher Sach­kunde und Aus­bil­dung. Diese Gemein­sam­keiten brachten den Neu­de­nauer Feu­er­wehr­kom­man­danten Jörg Wagner auf die Idee, die Jagst aufwärts sta­tio­nierten Freunde des THW Wid­dern zum Tag der Feu­er­wehr und zum Mit­ma­chen ein­zu­laden.

Gemeinsam Flagge zeigen, lau­tete die Devise. Es wurde ein voller Erfolg. Für den Wid­derner THW-Zugführer Jochen Rei­chert war es selbst­verständlich, mit sieben Mann, drei großen Fahr­zeugen und einem rie­sigen Not­strom­ag­gregat nach Neu­denau zu kommen. "Wir passen ein­fach zusammen", waren sich Wagner und Rei­chert einig.

Und im Ernst­fall seien auch die Kom­pe­tenzen klar gere­gelt, sagte Rei­chert. Die Federführung liegt stets beim Ein­satz­leiter der Feu­er­wehr, das THW unterstützt alle Ret­tungskräfte durch Fahr­zeuge und Gerätschaften. Dazu zählt etwa die Strom­ver­sor­gung mit dem 175-kVA-Aggregat, für das Truppführer Jens Lands­ge­sell zuständig ist. "Damit haben wir beim Win­ter­chaos in Nie­der­sachsen vor vier Jahren abge­le­gene Bau­ernhöfe mit Strom ver­sorgt, damit die Bauern sich um ihr Vieh kümmern konnten", erin­nert er sich. 146 Kilo­watt erzeugt das Aggregat: Das ist Energie für eine kleine Ort­schaft, infor­mierte Lands­ge­sell. Vor der Sturm­feder-Halle hatte THW-Mann Ger­hard Wein viele Zuschauer. Er demons­trierte mit einer Spe­zi­al­pumpe, die in der Minute 2500 Liter Wasser befördert, dass sie sogar Ver­un­rei­ni­gungen wie Ten­nisbälle und Plas­tiksäcke trans­por­tiert. Den Strom lie­fert das Aggregat. 60 aktive THW-Mit­glieder zählt die Wid­derner Mann­schaft.

Zusam­men­ar­beit Haben die beiden Gruppen früher etwas neben­ein­ander gear­beitet, rücken sie jetzt enger zusammen. Das bestätigte auch der Chef des Kreis­feu­er­wehr­ver­bands und Land­tags­ab­ge­ord­nete Rein­hold Gall, der den Neu­de­nauer Tag der Feu­er­wehr besuchte: "Wir haben THW-Mit­glieder kürzlich an einem Fah­rer­trai­ning teil­nehmen lassen", sagte Gall. Der Leiter des Neckar­sulmer Poli­zei­re­viers, Bern­hard Mai, kam gerne nach Neu­denau. "Die Zusam­men­ar­beit mit der Neu­de­nauer Feu­er­wehr klappt vorzüglich und ist sehr ange­nehm", sagte Mai. Auch Abord­nungen benach­barter Feu­er­wehren besuchten die Ver­an­stal­tung. In so man­cher Familie blieb ges­tern die Herd­platte kalt, schließlich gab es "Flo­ri­ans­braten mit Knödel".

Ges­tern Vor­mittag half Feu­er­wehr­mann Chris­tian Vaegler noch beim Aufbau. Dann erreichte ihn ein Anruf, der ihn unverzüglich zu seiner Frau fahren ließ. Pünkt­lich zum Tag der Feu­er­wehr kam um 9.55 Uhr Neu­denaus jüngster "Feu­er­wehr­mann" Tobias zur Welt.